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07.02.2015

19:49 Uhr

Bundesliga-Kellerduelll

Dortmunder Befreiungsschlag

Der kriselnden Dortmunder Borussia gelang mit dem 3:0-Sieg beim SC Freiburg das langersehnte Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. Der FC Bayern hat seine kleine Schwächephase überwunden. Auch Wolfsburg und Hertha siegen.

Die Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang, Shinji Kagawa und Marco Reus bejubeln den Treffer zur 1:0-Führung in Freiburg. Durch den Erfolg im Breisgau verlässt der BVB das Tabellenende. dpa

Raus aus dem Keller

Die Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang, Shinji Kagawa und Marco Reus bejubeln den Treffer zur 1:0-Führung in Freiburg. Durch den Erfolg im Breisgau verlässt der BVB das Tabellenende.

FreiburgBorussia Dortmund kann doch noch gewinnen. Der Krisenclub von Trainer Jürgen Klopp erkämpfte sich am Samstag in der Fußball-Bundesliga ein 3:0 (1:0) beim SC Freiburg und verbuchte nach fünf sieglosen Spielen das bitter benötigte Erfolgserlebnis.

Mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison verließ der BVB auch den letzten Tabellenplatz und belegt nun den Relegationsrang 16. Nationalspieler Marco Reus (9. Minute) und zweimal Pierre-Emerick Aubameyang (56./72.) erzielten vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion die Tore.

Klopp hatte diesmal Shinji Kagawa anstelle von Ciro Immobile im Angriff aufgestellt, für Sokratis spielte Neven Subotic in der Innenverteidigung, und Lukasz Piszczek ersetzte auf der rechten Außenbahn den verletzten Kevin Großkreutz. Von der ersten Sekunde an zeigten die Gäste, dass sie gewillt waren, endlich für die Wende zu sorgen.

Spielerisch ließ die Borussia viele Wünsche offen, doch das dürfte Klopp herzlich egal gewesen sein. „Ich habe der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass sie sich richtig freuen soll, wenn wir gewinnen und nicht nur erleichtert sein soll“, sagte Klopp nach dem Abpfiff und meinte zufrieden: „Wir sind mit uns im Reinen.“

Der 20. Bundesliga-Spieltag

Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 1:0

Schalke 04 bezwingt Gladbach mit 1:0. Das Spiel ist über weite Strecken ein Langweiler. Die Knappen stehen extrem eng und tief und nutzen ihre einzige Chance zum Siegtreffer durch Barnetta (10.). Die Fohlen laufen unentwegt an, schaffen es aber kaum in den Strafraum einzudringen. Die Schalker-Mauertaktik geht also letztlich auf und beschert S04 drei wichtige Punkte.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin 0:2

Zwar sind zunächst die Gastgeber spielbestimmend, doch Mitte der ersten Hälfte wird Hertha mutiger. Ein Patzer von Karius hat einen Platzverweis für den Mainzer Schlussmann zur Folge. Den fälligen Strafstoß verwandelt Hegeler (35.). Beerens kann vor der Pause noch für Berlin erhöhen (42.). Nach dem Seitenwechsel wird Mainz etwas stärker und ist nach einer Gelb-Roten Karte gegen Lustenberger zumindest personell wieder gleichauf. Druck kann die Hjulmand-Elf aber nicht mehr ausüben, Hertha verteidigt das 2:0 über die Ziellinie.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 0:3

Die erste Hälfte wird klar von Dortmund dominiert. Früh werden die Gäste für ihren blitzartigen Offensiv-Einsatz durch Marco Reus nach Aubameyang-Vorlage mit der 1:0-Führung belohnt (9.). Die zweiten 45 Minuten beginnen etwas gemächlicher, bis Aubameyang mit viel Übersicht von Gündogan bedient wird und zum vorentscheidenden 2:0 einnetzt (56.). In der 72. Spielminute gelingt dem Gabuner nach einem Pass von Kagawa sogar sein zweiter Treffer zum 3:0-Endstand.

VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim 3:0

Wolfsburg brilliert schon zur Pause mit einer 2:0-Führung, maßgeblich beflügelt von einem starken Debüt von Weltmeister Andre Schürrle, der Dosts frühe Führung (3.) vorbereitet. Kevin De Bruyne räumt in der 28. Minute nahezu sämtliche Zweifel aus, wer denn als Sieger vom Platz gehen wird. Hoffenheim stellt sich aber quer, spielt nach der Pause wieder mit, scheitert aber mit zwei Großchancen durch Firmino (69.) und Modeste (70.) an Keeper Benaglio. Die Wölfe zittern, ehe De Bruyne mit seinem zweiten und sehenswerten Treffer (84.) das Spiel entscheidet.

VfB Stuttgart - FC Bayern München 0:2

Die Gäste siegen am Ende ungefährdet in Stuttgart. In einer höhepunktarmen Partie nutzen die Bayern ihre wenigen Chancen eiskalt aus. Beide Mannschaften stehen sicher in der Defensive und zeigen wenig Kreativität im Offensivspiel. Die Bayern waren über 90 Minuten die aktivere und bessere Mannschaft. Robben (41.) und Alaba (50.) sorgen mit spektakulären Treffern für den Auswärtssieg.

1. FC Köln - SC Paderborn 0:0

In der ersten Halbzeit ist der FC die bessere Mannschaft. Das Team von Peter Stöger spielt schneller und erarbeitet sich gute Chancen. Die beste hat Finne (43.), als er alleine auf das Tor zu läuft aber an Kruse scheitert. In Hälfte zwei wacht Paderborn auf und spielt auf einmal mit. Meha hat die beste Chance durch einen Kopfball (68.). Am Ende steht ein gerechtes 0:0.

Hamburger SV - Hannover 96 2:1

In einem packenden Derby gewinnt der Hamburger SV gegen Hannover 96 mit 2:1. Nachdem der Korkut-Elf ein Elfmeter zugesprochen wird, scheitert der Spanier Joselu an HSV-Schlussmann Drobny (23.). Nur drei Minuten später erzielt Marcelo ein Eigentor und der HSV führt glücklich. Nach dem Seitenwechsel sind die Gastegeber aktiver, Jansen erzielt verdient das 2:0 (50.). Nach dem 1:2-Anschluss durch Hannovers Sobiech (66.) verspricht die Schlussphase noch einmal Spannung, doch den Gästen ist kein Tor mehr vergönnt.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen 2:1

Bei Werder Bremen darf gefeiert werden. Mit 2:1 behält der SVW gegen Bayer Leverkusen die Oberhand. Die Führung zum 1:0 gelingt Selke per Direktabnahme (17.). Per direkt verwandelten Freistoß erhöht Junuzovic auf 2:0 (29.). Kurz vor der Pause gelingt Calhanoglu nur noch der 2:1-Anschlusstreffer (43.). Mit viel Leidenschaft rettet Werder den knappen Sieg über die Zeit.

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 2:2

In einer intensiven Partie muss sich der FC Augsburg beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt mit der ersten Punkteteilung in dieser Saison begnügen. Die 1:0-Führung gelingt Klavan für den FCA (7.). Bobadilla erhöht auf 2:0 (37.). Mit dem Pausenpfiff verkürzt Aigner auf 2:1 (45+2.). Für den Endstand zum 2:2 sorgt Meier (70.).

Gegen die diesmal hypernervösen Freiburger, die eigentlich den Druck im Abstiegskampf gewohnt sind, aber zunächst kaum einmal den Ball in den eigenen Reihen halten konnten, vergab Kagawa bereits nach fünf Minuten die erste Chance der Elf in Gelb. Den Nachschuss von Ilkay Gündogan lenkte Torwart Roman Bürki gerade noch über die Latte. „Wir haben heute einfach ein furchtbares Spiel gemacht. Wir waren chancenlos “, meinte SC-Coach Christian Streich.

Ein katastrophaler Fehlpass von Mike Frantz genau in die Füße von Aubameyang verhalf dem BVB dann zur frühen Führung: Reus musste nur noch einschieben. „Dieses Tor war natürlich wahnsinnig bitter, das ist schlimmer als ein Eigentor“, klagte Streich.

Statt gegen die verunsicherten Breisgauer nachzulegen, schalteten Reus und Co. erst einmal einen Gang zurück, verteidigten aber verbissen. Die Freiburger brachten sich mit Fehlpässen im Aufbauspiel immer wieder in Schwierigkeiten. Das neue Angriffsduo Nils Petersen/Mats Møller Dæhli kam kaum zum Zug, Petersen musste gar zur Pause draußenbleiben. Eine Minute vor der Halbzeit brachte Oliver Sorg mit einem kernigen Schuss aus 25 Metern Torwart Roman Weidenfeller erstmals in Bedrängnis.

Nach einem Fehlerpassfestival im ersten Durchgang berappelte sich Freiburg etwas, musste aber schnell ein weiteres Gegentor hinnehmen. Nach einem Steilpass von Gündogan entwischte der deutlich schnellere Aubameyang wieder einmal seinem Bewacher Pavel Krmas.

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