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20.04.2012

22:52 Uhr

Bundesliga

Mainz sichert mit 0:0 den Klassenerhalt

In Thomas Tuchels 100. Spiel als Mainzer Trainer macht der FSV den Klassenerhalt perfekt. Beim torlosen Unentschieden gegen die Wolfsburger wäre sogar mehr drin gewesen. Der Spielbericht.

Mohamed Zidan darf mit Mainz den Klassenerhalt feiern, die Wolfsburger müssen sich von ihren Europa-League-Träume verabschieden. dpa

Mohamed Zidan darf mit Mainz den Klassenerhalt feiern, die Wolfsburger müssen sich von ihren Europa-League-Träume verabschieden.

MainzIm Jubiläumsspiel von Trainer Thomas Tuchel hat der FSV Mainz 05 den Verbleib in der Fußball-Bundesliga gesichert. Nach dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg haben die Mainzer mit 38 Punkten nun neun Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und die deutlich bessere Tordifferenz als die Konkurrenten im Tabellenkeller.

„Es ist schon ganz wichtig, dass wir heute im wahrsten Sinne des Wortes den Sack zugemacht haben. Das ist ein toller Tag für den Verein“, sagte der Mainzer Vereinspräsident Harald Strutz. „Ich freue mich, dass wir es jetzt auch rechnerisch geschafft haben“, meinte Tuchel. Für die Niedersachsen dagegen war das tor- und trostlose Remis zu wenig im Kampf um die Europa-League-Plätze.

„Wenn man international spielen will, muss man auch auswärts ab und zu einen Dreier machen. Sonst ist es schwer“, sagte der Wolfsburger Trainermanager Felix Magath. Torwart Diego Benaglio über die Leistung der Mannschaft: „Wir waren bemüht, haben alles versucht, aber die letzte Konsequenz vor dem Tor hat gefehlt. Wir wollten unbedingt drei Punkte holen, jetzt müssen wir schauen, was in den anderen Spielen passiert.“

Im 100. Spiel unter Tuchel bestimmten die Mainzer vor 31 069 Zuschauern in der nicht ausverkauften Coface-Arena die Partie, blieben in ihren Offensivaktionen aber ebenso glücklos wie die insgesamt enttäuschenden Wolfsburger. Dabei ging es für beide Mannschaften im letzten Freitagabendspiel dieser Bundesliga-Saison noch um viel: Mainzer Mission Klassenverbleib gegen Wolfsburger vorsichtige Europa-League-Hoffnungen - die nun geplatzt sein dürften.

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Dem VfL Wolfsburg schaden die Einkaufstouren von Felix Magath offenbar nicht - zumindest wirtschaftlich. Sportlich eher mau, wird die Zahlungskraft der Niedersachsen als tadellos bewertet. Das schafft sonst nur der FCB.

Entsprechend engagiert starteten beide Teams in die Partie. Die Mainzer Mohamed Zidan (5.) und Jan Kirchhoff (12.) und auf der anderen Seite Mario Mandzukic (13.) per Kopf hatten die ersten Möglichkeiten. 20 Minuten bestimmten die Mainzer das Spiel, dann wurde Wolfsburg stärker - offensiv überzeugend waren die Darbietungen beider Teams aber nicht. Fast schon kläglich vergab Zidan kurz vor der Pause eigensinnig die mögliche Führung.

Vor dem Anpfiff hatte Strutz Trainer Tuchel ein Trikot mit der Nummer 100 und der Aufschrift „Danke Thomas“ überreicht. Der 38-Jährige saß beim Auftakt des 32. Spieltages gegen Wolfsburg zum 100. Mal als verantwortlicher Coach auf der Bank der Mainzer. Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte haben sich die Rheinhessen in der Rückrunde allmählich von der Abstiegszone entfernt und machten nun mit dem Remis den Klassenverbleib praktisch perfekt.

Auch in der Anfangsphase nach dem Wechsel waren die Mainzer wieder die zielstrebigere Elf. Adam Szalai, der angeblich von Wolfsburg umworben ist, hatte das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber nach Zuspiel von Zidan direkt in die Arme von Wolfsburgs Schlussmann Diego Benaglio (47.). Bei der ersten gefährlichen Gästeaktion in Hälfte zwei prüfte Alexander Madlung mit einem strammen Freistoß den Mainzer Torwart Christian Wetklo (64.). Ansonsten wollten die Gastgeber den Sieg offenbar mehr als die Magath-Elf. Zidan (75.) und Sami Allagui (78.) hatten weitere Chancen, konnten aber Benaglio nicht überwinden.

Von

dpa

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