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18.05.2013

14:43 Uhr

Bundesliga-Saisonfinale

Heute geht es um alles oder nichts

Für drei Vereine steht am letzten Spieltag der Bundesliga viel auf dem Spiel: Wer muss gehen, wer bekommt noch eine Chance? Andere Clubs haben eher Luxusprobleme. Fans erwarten einen spannenden Abschluss der Saison.

Für Fortuna Düsseldorf geht es heute um Erhalt oder Abstieg. Anders als vergangene Woche im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sollte ein Sieg in der Tabelle stehen. dpa

Für Fortuna Düsseldorf geht es heute um Erhalt oder Abstieg. Anders als vergangene Woche im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sollte ein Sieg in der Tabelle stehen.

DüsseldorfZum Abschluss dieser Saison winkt der Fußball-Bundesliga also noch ein Krimi. Fortuna Düsseldorf, der FC Augsburg und der Vorletzte 1899 Hoffenheim spielen um den Klassenverbleib. Eines der drei Teams muss definitiv in die 2. Liga, eine Mannschaft kann sich noch über den Umweg Relegation retten, der Dritte im Bunde bleibt direkt im Oberhaus.

Auch das Rennen um die Europacup-Plätze verspricht Spannung. Der FC Schalke 04 will beim direkten Konkurrenten in Freiburg den Platz in der Qualifikation zur Champions League absichern. Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach hoffen auf den Sprung in die Europa League. Als Meister steht schon seit Wochen der FC Bayern München fest.

Die Abstiegskandidaten

Fortuna Düsseldorf

Bis zu drei Trainingseinheiten täglich ließ Coach Norbert Meier in der ostwestfälischen Idylle des Hotels Klosterpforte absolvieren. Mit einer Ausnahme fanden alle unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mindestens ein Training begann sogar zehn Minuten eher, als es der Zeitplan vorsah. Als Reaktion auf Vorwürfe, nach denen Meier laut Medienberichten in der Vergangenheit verspätet beim Training erschienen sein soll, wollte er das nicht verstanden wissen. „Ich kam in fünf Jahren bei Fortuna nur einmal zu spät. Da hatte ich einen Zahnarzttermin und war entschuldigt“, sagte Meier am Freitag.

Platz 15, 30 Punkte, 39:54 Tore

FC Augsburg

Wenn er für einen Verein im Abstiegskampf Sympathien habe, dann für den FC Augsburg, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. „Sie haben es sich am meisten verdient.“ Nach langem Kampf wollen die Schwaben „positiv über die Ziellinie gehen“, so Trainer Markus Weinzierl. „Jetzt können wir mit einem Sieg den Relegationsplatz aus eigener Kraft sichern.“ Und wenn die Düsseldorfer bei einem eigenen (Teil-)Erfolg mitspielen, ist eine riesige Nicht-Abstiegs-Fete schon jetzt drin.

Platz 16, 30 Punkte, 30:50 Tore

1899 Hoffenheim

Die Anspannung ist hoch im Kraichgau vor der letzten Chance. „Wir werden nicht viele Gelegenheiten erhalten, aber bei den wenigen müssen wir fokussiert agieren“, sagte Trainer Markus Gisdol vor dem schweren Gang zu Borussia Dortmund. 1899 will nicht auf volle Offensive setzen, lieber geduldig auf die Chancen warten. „Du kannst in Dortmund nur bestehen, wenn an dem Tag alles passt“, erklärte Gisdol. Mehr Ansporn, als vor mehr als 80 000 Zuschauern die Klasse zu halten, könne es nicht geben.

Platz 17, 28 Punkte, 40:66 Tore

Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss im letzten Saisonspiel beim 1. FC Nürnberg auf die verletzten Spieler Sokratis, Aaron Hunt und Özkan Yildirim verzichten. „Aaron hat muskuläre Probleme. Er wird wie Özkan ausfallen“, sagte Interimstrainer Wolfgang Rolff am Freitag. Sokratis musste später das Abschlusstraining abbrechen und steht ebenso wenig im Kader.

Ex-Nationalspieler Rolff wird in Nürnberg zum ersten und wohl auch vorerst letzten Mal als Verantwortlicher auf der Bremer Bank sitzen, nachdem sich die Hanseaten am Mittwoch nach 14 Jahren von Thomas Schaaf getrennt hatten. Diesem würde Rolff auch einen möglichen Erfolg bei den Franken widmen. „Wenn wir gewinnen, würde ich sagen, dass es für Thomas Schaaf war“, erklärte der 53-Jährige, der neun Jahre unter Schaaf als Co-Trainer fungierte.

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