Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.02.2016

15:52 Uhr

Bundesliga und DFB

Die Reformwilligen

Dem deutschen Fußball stehen umfassende Änderungen ins Haus. Der Videobeweis wird getestet, aber vor allem wirtschaftlich wollen DFL und DFB den Abstand zu England verkürzen. Tenor: Mehr Professionalität, mehr Geld.

Die Bundesliga soll wettbewerbsfähiger werden. dpa

Sport und Wirtschaft im Gleichschritt

Die Bundesliga soll wettbewerbsfähiger werden.

FrankfurtVideobeweis, Umverteilung der TV-Gelder, ein neuer Pokal-Modus und Strukturreformen beim DFB unter dem designierten Präsidenten Reinhard Grindel: Der deutsche Fußball steht vor tiefgreifenden Veränderungen - alles mit dem großen Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga zu steigern.

Nachdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) bereits am Donnerstag ihre Unterstützung für die Einführung des Videobeweises bekundet hatte, wurden nun weitere Reformvorschläge bekannt. Peter Peters hat als Vorstandsmitglied des FC Schalke 04 und Vize-Präsident des Ligaverbandes ein Strategiepapier der Bundesligisten auf den Weg gebracht. Dabei handele es sich laut DFL zunächst nur um einen „unverbindlichen Gedankenaustausch“ von 16 Clubs, über den die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtet hatte.

Videobeweis im Fußball: Bundesliga will Versuchskaninchen spielen

Videobeweis im Fußball

Bundesliga will Versuchskaninchen spielen

Deutschland forciert die Einführung des Videobeweises in Fußballspielen. Der Verband der Profivereine, die DFL, will sich für eine Testphase beim Weltverband Fifa bewerben.

Bei dem Treffen der Vereine ging es insbesondere um die Verteilung der zukünftigen TV-Gelder. Dabei könnte die Zweite Liga zukünftig weniger partizipieren als bisher. Bisher streichen die Clubs aus dem Unterhaus 20 Prozent der Einnahmen ein. Der Anteil könnte bis auf 14 Prozent schrumpfen. Insgesamt erhofft sich die Liga Einnahmen von mindestens einer Milliarde Euro pro Spielzeit.

Nach Aussage von Peters sei es aber nicht darum gegangen, „die Solidarität mit der Zweiten Liga grundsätzlich in Frage zu stellen“. Vielmehr hätten die Vereinsvertreter darüber diskutiert, welche anderen Kriterien bei der Aufteilung der Erlöse noch berücksichtigt werden sollen. So wollen einige Clubs nun Vorschläge erarbeiten, „wie zum Beispiel Fanbasis, Pay-TV-Abonnenten o.ä. berücksichtigt werden könnten“.

In Sachen DFB-Pokal wird in dem Strategiepapier ein späteres Einsteigen der Bundesligisten und speziell der Europacup-Teilnehmer in den Wettbewerb angeregt. In den europäischen Topligen in Spanien, England und Italien ist dies bereits gängige Praxis. Für die nächsten drei Spielzeiten ist ein neuer Modus aber noch kein Thema.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×