Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2014

10:50 Uhr

Bundesliga und Sponsoren

Demütiger Bobic kämpft um Geld von Daimler

Der VfB Stuttgart will mit einem Großsponsor aus den roten Zahlen kommen. Allerdings müssen die Mitglieder des Fußballclubs noch eine Hürde aus dem Weg räumen. Die Profiabteilung soll ausgegliedert werden.

VfB-Präsident Bernd Wahler, VfB-Trainer Armin Veh und VfB-Sportvorstand Fredi Bobic. Mit Hilfe neuer Investoren soll der Stuttgarter Verlust-Club wieder nach ganz oben. dpa

VfB-Präsident Bernd Wahler, VfB-Trainer Armin Veh und VfB-Sportvorstand Fredi Bobic. Mit Hilfe neuer Investoren soll der Stuttgarter Verlust-Club wieder nach ganz oben.

StuttgartMercedes-Benz will nach Angaben von VfB Stuttgarts Präsident Bernd Wahler in den Bundesliga-Verein investieren. „Es haben bereits intensive Gespräche mit der Daimler AG stattgefunden. Die Daimler AG hat bereits grundsätzliches Interesse an einer weitergehenden Partnerschaft signalisiert“, sagte Wahler bei der Mitgliederversammlung in Stuttgart am Montagabend.

Voraussetzung dafür ist, dass sich die Mitglieder des Fußballclubs für eine Ausgliederung der Profiabteilung entscheiden. Eine Abstimmung darüber soll es womöglich im Frühjahr 2015 geben. Zunächst informierte die Vereinsführung über die Pläne.

„Uns schwebt bei der Planung vor, nur 25 Prozent der Anteile zu veräußern und dies auch so in der Satzung festzuhalten“, sagte Wahler. Neben Daimler hätten weitere potenzielle Investoren „positive Signale gesendet“, sagte Wahler, ohne weitere Namen zu nennen.

Namenssponsoring in ausgewählten Sport-Ligen

Tennis Point Bundesliga

Der Onlinehändler für Tennis-Equipment ist seit 2009 Partner des Deutschen Tennisbundes und unter anderem Namenssponsor der 1. Tennis-Bundesliga.

Beko Basketball-Bundesliga

Die Basketball-Bundesliga (BBL) wurde Ende Oktober 1996 als GmbH gegründet und startete mit 14 Mannschaften – damals unter der Bezeichnung Veltins Basketball Bundesliga. Von 2000 bis 2003 war das Textilunternehmen s.Oliver Hauptsponsor und Namensgeber der Liga. Seit 2009 firmiert sie unter dem Namen Beko Basketball Bundesliga.

DKB Handball-Bundesliga

Im August 2007 präsentierte der Deutsche Handball-Bund mit dem Automobilhersteller Toyota erstmals ein Namenssponsor für seine höchste Spielklasse. Seit der Saison 2012/2013 tritt die Deutsche Kreditbank als Namensgeber auf.

Barclays Premier League

Die höchste englische Fußball-Liga ist so etwas wie der Vorreiter auf diesem Gebiet. Bereits seit 1993 hat die Premier League einen Namenssponsor. Acht Jahre lang engagierte sich seither die Biermarke Carling, ehe Barclaycard für vier Jahre einstieg, eine Zweigniederlassung von Barclays. Die britische Bank ist seit nunmehr fast zehn Jahren Namensgeber der Premier League.

Liga BBVA

Auch bekannt als Primera División. Die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria tritt bereits seit 2008 als Namensgeber der ersten spanischen Fußballliga auf. In den Medien hat sich allerdings diese Bezeichnung bis heute nicht durchgesetzt.

tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile

1997 spielten die besten Fußballer Österreichs erstmals in der max.mobil-Bundesliga. Nach der Übernahme des Konzerns durch die deutsche Telekom 2003 wurden die Folge-Spielzeiten unter dem Namen T-Mobile Bundesliga ausgetragen. 2008 stieg das Wettunternehmen tipp3 mit T-Mobile Austria in einen neuen Kooperationsvertrag ein.

Raiffeisen Super League

Die höchste Spielklasse im Schweizer Fußball wurde erstmals 2003 nach Axpo benannt. Der Energiedienstleister wurde 2012 durch die Raiffeisenbank abgelöst. In den (öffentlich-rechtlichen) Schweizer Medien wird die Genossenschaft allerdings nie genannt.

Spor Toto Süper Lig

2010 sicherte sich der Wettanbieter für fünf Jahre die Namensrechte an der 1., 3. und 4. türkischen Fußball-Liga. Spor Toto überweist jedes Jahr 22,5 Millionen US-Dollar.

T-Mobile Ekstraklasa

Sponsor war von 2004 bis 2005 der Mobilfunkanbieter Idea, der später in Orange umbenannt wurde. Deshalb trug die höchste polnische Fußballliga von September 2005 bis Mai 2008 den Titel Orange Ekstraklasa. Seit 2011 engagiert sich T-Mobile als Geldgeber und Namenssponsor. 

Der neue Trainer, der Rückkehrer Armin Veh, hat sich in der Frage bereits festgelegt. „Die Ausgliederung wird aus meiner Sicht unabdingbar sein, sonst werden wir es schwer haben. Das bedeutet aber nicht, dass man seine Tradition aufgibt“, sagte er.

In der Konkurrenz mit finanzstarken Clubs wie Bayer Leverkusen oder dem VfL Wolfsburg sieht Veh gerade für Traditionsvereine wie den VfB die Gefahr, auf Dauer abgehängt zu werden, wenn sie sich nicht neu aufstellen. Als positives Beispiel nennt er den Branchenprimus Bayern München, der ebenfalls auf starke Investoren setzt.

„Der FC Bayern ist auch nicht verkauft worden. Heute geht es ihm auch deshalb so gut, weil er diesen Weg damals eingeschlagen hat“, erklärte Veh. Ein Hickhack wie zuletzt beim Hamburger SV, dessen Profiabteilung jetzt eine Aktiengesellschaft ist, wollen die VfB-Oberen aber vermeiden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr D. Dino54

29.07.2014, 10:23 Uhr

Zitat:
"Daimler mit sattem Gewinn

23.07.2014, 07:40 Uhr, aktualisiert 23.07.2014, 07:55 Uhr
Einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns meldet der Daimler-Konzern. Das Betriebsergebnis des Mercedes-Herstellers legt stärker zu als der Umsatz.
Dennoch verlangt der Konzern Zugeständnisse der Mitarbeiter." Zitat ENDE
____________________________________________________

Erst die verdienten Mitarbeiter, dann erst die Vorstands-Hobby's !!!

Wo ist wieder der Betriebsrat und die Gewerkschaft ?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×