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19.09.2014

15:35 Uhr

Bundesliga-Vorschau

Noch zwei Pleiten bis zur nächsten HSV-Krise

VonHorst Viebahn

Hört denn dieses Chaos nie auf? Nach nur drei Spieltagen hat der Hamburger SV schon wieder einen neuen Trainer. Und nun müssen die armen Hamburger gegen die reichen Bayern ran. Nicht die einzige brisante Paarung.

HSV gegen FC Bayern

Wie die Hamburger in München verlieren wollen

HSV gegen FC Bayern: Zinnbauer: „Eindeutig werden wir verlieren“

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Der Bundesliga-Dino HSV ist miserabel in die Bundesliga gestartet. Die Entlassung von Cheftrainer Mirko Slomka hat daher niemand überrascht. Zwar hatte er den Klub in der abgelaufenen Saison noch so gerade vor dem Abstieg bewahrt.

Doch der schwache Start mit einer konzeptlos und konfus agierenden Mannschaft wog am Ende doch zu schwer. Damit ist Mirko Slomka in nur vier Jahren der zehnte Trainer, der in Hamburg vorzeitig die Koffer packen musste.

Unter den Geschassten waren so prominente Schwergewichte wie Bert van Marwijk, der immerhin Vizeweltmeister mit den Niederlanden war. Oder Armin Veh, der Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart war und nun dort wieder arbeitet.

Bundesliga: Der 4. Spieltag

SC Freiburg – Hertha BSC: 2:2 (1:1)

In einer eher schwachen Bundesligapartie egalisiert der Brasilianer Ronny zweimal eine Freiburger Führung. Zunächst bringt Kempf den SCF per Kopf nach einer Ecke in Führung (30.), doch die Hertha-Antwort erfolgt umgehend (35.). Klaus trifft für die etwas besseren Hausherren zum 2:1 (79.). In der 96. Minute gelingt noch der Ausgleich.

FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt: 2:2 (1:2)

Eintracht Frankfurt verpasst es auf Schalke, den Dreier mitzunehmen, obwohl die Hessen durch die Tore von Alex Meier (15.) und Marco Russ (24.) und die Platzverweise von Kevin-Prince Boateng (Gelb-Rot, 61.) und Julian Draxler (Rot, 71.) viele Vorteile auf ihrer Seite haben. Dagegen stehen die Tore der Knappen von Eric Maxim Choupo-Moting (40., Handelfmeter) und Julian Draxler (50.), sowie der Platzverweis von Slobodan Medojevic (Gelb-Rot, 85.).

FC Augsburg – Werder Bremen: 4:2 (2:1)

Sechs Tore und ein tolles Spiel bekommen die Fans in der SGL Arena zu sehen. Bremen geht nach zwei Minuten durch Selke in Führung. Nach dem Ausgleich durch Baier (14.) folgt mit dem Halbzeitpfiff durch einen verwandelten Foulelfmeter von Verhaegh das 2:1 (45.+3). Mit dem verwandelten Foulelfmeter durch die Santo (56.) droht die Partie erneut zu kippen. Es folgt ein munteres Hin und Her, das Augsburg durch die Treffer von Werner (77.) und Matavz (90.+3) für sich entscheiden kann.

VfB Stuttgart – 1899 Hoffenheim: 0:2 (0:1)

Mit 0:2 unterliegt der VfB Stuttgart gegen 1899 Hoffenheim. In einer überschaubaren Partie gelingt Modeste per Kopf das 1:0 für 1899 (15.). Für die Entscheidung sorgt Elyounoussi, der frei vor Ulreich zum 2:0-Endstand trifft (84.). Trotz Überlegenheit bleibt die VfB-Offensive zu blass.

Hamburger SV – Bayern München: 0:0 (0:0)

Der Gastgeber aus Norddeutschland bietet dem Favoriten aus dem Süden der Republik über 90 Minuten Paroli und erkämpft sich beim Debüt des neuen Trainers Josef Zinnbauer so einen umjubelten Punktgewinn. Von Beginn an findet die Bayern nicht ins Spiel und haben große Mühe, sich gegen die aggressiven Hamburger im Zweikampf durchzusetzen.

FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund: 2:0 (0:0)

In einer temporeichen Partie bezwingt Mainz 05 mit 2:0 Borussia Dortmund. Nach Vorarbeit von Sampeiro gelingt Okazaki das 1:0 (66.). Ein Handspiel von Okazaki führt zum Handelfmeter, den Immobile gegen Karius verschießt (70.). Vier Minuten später besorgt Ginter mit einem Eigentor die Entscheidung für Mainz (74.).

VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen: 4:1 (2:1)

Der VfL Wolfsburg feiert seinen ersten Saisonsieg. In die Karten der Wölfe spielt der Platzverweis gegen Donati (7.), der zudem einen Strafstoß verursacht. Rodriguez verwandelt sicher (8.), doch Leverkusen kommt durch Drmic zurück in die Partie (29.). Noch vor der Pause bringt Vieirinha die Wölfe wieder in Führung (45.). Erneut Rodriguez (63.) und Hunt mit seinem ersten Treffer im VfL-Dress (81.) sorgen für einen deutlichen Erfolg.

1. FC Köln – Bor. Mönchengladbach: 0:0 (0:0)

Zwei starke Abwehrreihen sorgen dafür, dass das 81. Rheinische Derby ohne Treffer ausgeht. Gladbach hat vor allem in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz und wirkt etwas reifer von der Spielanlage, doch ernsthafte Torgefahr geht von der Borussia nicht aus.

Ein Nachfolger, der diese Truppe in den Griff bekommt, könnte also eigentlich nur einer vom Kaliber eines Thomas Tuchel sein. Doch der Ex-Mainzer-Trainer nimmt ja eine Auszeit und würde wohl eine Ablöse kosten. Oder vielleicht Huub Stevens, der den VfB Stuttgart vor dem Abstieg bewahrte.

Oder wenigstens Felix Magath, ein HSV-Urgestein. Nur leider ist der in England derzeit ziemlich erfolglos. Doch weit gefehlt: Der neue Mann, den Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer am Dienstag der überraschten Öffentlichkeit präsentierte, heißt: Josef Zinnbauer.

Bisher nur Insidern bekannt, verantwortete er die zweite Mannschaft des HSV, die mit acht Siegen zum Saisonstart an die Tabellenspitze der Regionalliga Nord stürmte. Aber: Die Regionalliga ist vier Klassen unter der Bundesliga.

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