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24.08.2012

23:45 Uhr

Bundesliga

Was für ein Auftakt

VonLukas Bay

Die 50. Bundesligasaison beginnt mit einem Klassiker – und was für einem. Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen entwickelte sich zu einem Krimi, mit dem besseren Ende für den Meister.

DortmundDie Bundesliga ist wieder da und hielt zu Beginn ihres 50-jährigen Jubiläums gleich einen echten Klassiker bereit. Zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen wurde 1963 die erste Bundesliga-Saison der Geschichte eingeläutet. Und die 80645 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park in Dortmund bekamen gleich zu Saisonbeginn eine der „Vollgasveranstaltungen“ geboten, mit der Jürgen Klopps Truppe schon die Titel der vergangenen Saison eingesammelt hatte.

Mit einem glücklichen 2:1 besiegte der Deutsche Meister im ersten Saisonspiel den SV Werder Bremen und übernimmt damit auch in der neuen Saison die Tabellenspitze – wenn auch zunächst nur für eine Nacht.

Bei den Aufstellungen hatten beide Trainer keine Experimente gewagt. Auf der rechten Abwehrposition der Dortmunder vertrat Sebastian Kirsch den verletzten Polen Lukasz Pisczek. Dortmunds Talent Mario Götze musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. In der Aufstellung von Werder Bremen gab es ebenfalls wenige Überraschungen. Trainer Thomas Schaaf setzte erstmals zu Bundesligabeginn auf eine Startelf im 4-3-3-System. In dieser standen die Neuzugänge Kevin de Bruyne, Eljero Elia und der Außenverteidiger Gebre Selassie.

Nach der peinlichen Pokalpleite waren die Bremer um Widergutmachung bemüht. Die erste gefährliche Szene gehörte den Hanseaten, die nach einem Freistoß von Hunt in der 4. Minute das Außennetz trafen.

Die Dortmunder kamen zu Beginn nur schwer ins Spiel. Offensivaktionen wurden meist schon kurz hinter der Mittellinie von der aufmerksamen Bremer Abwehr abgefangen. Einzig Ilkay Gündogan gelang in der 6. Minute ein Schuss aus der Distanz, der aber harmlos rechts am Kasten von Werder Keeper Mielitz vorbeiging.

Doch den Dortmundern schien das Siegergen in der langen Sommerpause nicht abhanden gekommen zu sein. In der 11. Minute lies Bremens Ignjovski einen Pass von Dortmunds Jakub Blaszczykowski überraschend passieren. Marco Reus blieb eiskalt und schob den Ball links unten an Bremens Keeper Mielietz vorbei. Was für ein Einstand für den ehemaligen Gladbacher, der vor der Saison für 17,1 Millionen Euro zum Deutschen Meister gewechselt war.

Marco Reus brachte den BVB bereits nach elf Minuten in Führung. Reuters

Marco Reus brachte den BVB bereits nach elf Minuten in Führung.

Mit der Führung im Rücken fanden die Dortmunder besser ins Spiel, übernahmen die Initiative – und zogen das Tempo spürbar an. In Bremens Defensive brannte es mehrfach lichterloh. Doch auch Bremen blieb gefährlich. Nach genialem Pass von Aleksandar Ignjovski auf Elia in der 18. Minute lief der Niederländer allein auf Roman Weidenfeller zu, doch scheiterte an den starken Reflexen des Dortmunder Keepers . Danach traf Arnautovic unglücklich nur den Pfosten. (24.)

Immer wieder überspielten beide Mannschaften schnell das Mittelfeld. Die erste Partie der neuen Saison entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch – in dem insbesondere Dortmunds Hintermannschaft immer wieder kleinere Schwächen offenbarte.

In der 30. Minute eine knifflige Situation: Ignjovski grätscht Blaszczykowski kurz vor dem Strafraum ab, verhinderte damit eine klare Torchance – und war mit der gelben Karte noch gut bedient. Der folgende Freistoß brachte nichts ein. Wenige Minuten vergab auch Reus bei einem Freistoß aus der Distanz die Chance, die Führung auszubauen.

Die Partie wurde von Minute von Minute intensiver. Auch die beiden Trainer hielt es nicht auf ihren Bänken. Dortmund übernahm die Regie. Aber immer wieder brachten die Bremer die Dortmunder mit schnellen Tempogegenzügen in Schwierigkeiten. Dortmunds Neuzugang Sebastian Kirsch zog gegen Elia ein ums andere Mal den Kürzeren.

Dortmund hatte zum Ende der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz, kam aber meist nur aus der Distanz zum Abschluss. Nicht nur die Spieler, auch die Zuschauer hatten sich nach spiel- und lautstarken 45 Minuten, in denen insbesondere Marco Reus herausstach, eine Pause verdient.

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