Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.03.2006

09:21 Uhr

Bundestrainer-Amt kein Thema

DFB-Sportdirektor Sammer steht hinter Klinsmann

Kurz vor seinem Amtsantritt als DFB-Sportdirektor hat Matthias Sammer Bundestrainer Jürgen Klinsmann seine Rückendeckung zugesichert. Außerdem betonte Sammer, er habe keine Ambitionen auf den Posten des Bundestrainers.

Matthias Sammer hat drei Tage vor seinem Amtsantritt als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Bundestrainer Jürgen Klinsmann seine Bereitschaft zur Kooperation zugesichert. "Wenn ich auch nur ein bisschen darüber nachdenken würde, Bundestrainer zu werden, würden das die Herren, die mich eingestellt haben, sofort merken. Mich interessieren daher alle anderen Spekulationen nicht im Geringsten. Der Job des Bundestrainers ist definitiv kein Thema für mich", betonte Sammer im Interview mit der Stuttgarter Zeitung.

"Mein Blick geht nach vor"

Der 38-Jährige geht trotz der Diskussionen um die Besetzung des Postens im Vorfeld davon aus, dass die Zusammenarbeit mit Klinsmann "harmonisch" sein wird. Dabei hatten Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Klinsmann eigentlich Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters, der derzeit mit dem Verband über eine Einstellung ab September verhandelt, für das Amt des Sportdirektors favorisiert. "Mein Blick geht nach vor. Über das, was war, mache ich mir keine Gedanken mehr. Wir haben uns ausgesprochen. Das Thema ist erledigt", sagte Sammer.

Noch nicht erledigt hat sich für Sammer dagegen das von Klinsmann ausgegebene Ziel, in diesem Jahr trotz der zuletzt durchwachsenen Auftritte Weltmeister zu werden: "Jürgen Klinsmann wird einen super Teamgeist entwickeln, die Mannschaft wird topfit sein, und damit ist viel möglich, selbst wenn wir fußballerisch nicht die Besten sein werden", meinte der Europameister von 1996.

Sammer "mit großem Feuer"

Seine neue Aufgabe wird Sammer, der 2002 mit Borussia Dortmund jüngster Meistertrainer der Bundesliga-Historie geworden war, am 1. April nach eigener Aussage "mit großem Feuer" angehen. Der Ex-Nationalspieler erhält beim DFB einen Fünf-Jahres-Vertrag. "Wenn die Dinge so greifen, wie ich mir das vorstelle, ist der Erfolg auch ein Stück weit planbar. Am Ende muss ein gutes Produkt stehen, auch wenn das im Zusammenhang mit Menschen nicht so gut klingt. Doch bis es so weit ist, gebe ich keine Ruhe", meinte Sammer.

In dem neu geschaffenen Amt soll Sammer unter anderem als eine Art Cheftrainer aller Junioren-Auswahlmannschaften bis zur U20 fungieren und die Führung des DFB-Nachwuchs-Trainerstabs, die Kooperation mit den Leistungszentren der Bundesliga sowie die Optimierung des DFB-Talentförderprogramms und den Aufbau weiterer Fußball-Eliteschulen delegieren.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×