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21.01.2015

13:37 Uhr

BVB im Abstiegskampf

Klopp räumt Fehler ein

Zuletzt wollte Jürgen Klopp noch keine eigenen Fehler festgestellt haben, die an der Schuld sind an der schlimmen Lage des BVB. Das sieht nun anders aus. Die Champions League hakt Klopp derweil ab.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp: „Stand heute habe ich kein Problem damit, die Liga zu halten und nächste Saison ein Jahr zu haben mit ganz viel Training.“ dpa

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp: „Stand heute habe ich kein Problem damit, die Liga zu halten und nächste Saison ein Jahr zu haben mit ganz viel Training.“

DortmundNach dem Trainingslager in La Manga ist der BVB mittlerweile wieder in heimischen Gefilden angekommen – und bereitet sich auf die schwerste Rückrunde seit langem vor. Die Borussia steckt mitten im Abstiegskampf. Jürgen Klopp (47) hat angesichts des aktuellen Tabellenstands des Vizemeisters in der Fußball-Bundesliga die Qualifikation für die Champions League in dieser Saison offenbar abgehakt. „Mich interessiert derzeit die Qualifikation für die Champions League in der nächstes Saison gar nicht. Stand heute habe ich kein Problem damit, die Liga zu halten und nächste Saison ein Jahr zu haben mit ganz viel Training“, sagte der Trainer des Tabellenvorletzten im Interview mit der Sport Bild.

Mit Blick auf die äußerst schwache Hinrunde der Dortmunder räumte Klopp auch eigene Fehler ein. „Gemeinsame Fehleinschätzungen, beispielsweise ob jemand wirklich körperlich imstande ist zu helfen. Wenn dann jemand spielt, der nicht zu 100 Prozent fit ist, macht er Fehler. Das ist, als wenn jemand nach 72 Stunden Schlafentzug eine Schach-WM spielen muss - das funktioniert auch nicht“, sagte der 47-Jährige selbstkritisch. Er sei aber nach wie vor 100-prozentig vom Klassenerhalt überzeugt.

Borussia Dortmund: Große Ziele im Fußballgeschäft (1)

Finanzvorstand

Die Analysten von GSC Research haben mit dem Vorstand Thomas Treß von Borussia Dortmund über die wirtschaftliche Lage geredet. Hier die Kernaussagen von Treß.

Quelle: GSC Research

Gewinnrückgang 2013/2014

Das Vorjahresergebnis war transfergetrieben, so dass der Ergebnisrückgang im Wesentlichen mit Wegfall der hohen Transfererlöse zusammenhängt.

 

Verkäufe an Fans

Man muss hier allerdings beachten, dass der Ergebnisbeitrag des Merchandisings deutlich hinter anderen Erlösbereichen zurück liegt und insoweit dieser strategisch betrachtet einen deutlich geringeren Stellenwert hat als beispielsweise das Sponsoring.

Asien

Ein wichtiger Baustein in diesen Überlegungen wird sein, ein oder zwei namhaften Sponsoren aus dieser Region für den BVB zu gewinnen.

Shinji Kagawa

Dass sich dies im konkreten Fall natürlich positiv auf unsere Wahrnehmung in Asien und vor allem auch in Japan auswirkt ist ein schöner zusätzlicher Effekt, den wir neben den überlagernden sportlichen Notwendigkeiten sehr gerne mitnehmen.

 

Ticketpreise

Es ist nicht unser Ziel, die Ticketpreise wesentlich über die Inflationsrate hinaus zu erhöhen, sondern darauf zu achten, dass Fußball für unsere Fans bezahlbar bleibt.

Sponsoren

Auch wenn der BVB auf diesem Gebiet inzwischen gut aufgestellt ist, können wir mit den ganz großen Clubs in Europa noch nicht mithalten.

Kapitalerhöhung

Zuerst wollen wir die restlichen Kreditverbindlichkeiten von rund 41 Millionen Euro tilgen. Damit wird der BVB schuldenfrei.

Neue Mittel

Die verbleibenden Mittel sollen erst einmal unser Festgeldkonto stärken.

Teure Spieler

Um es ganz klar zu sagen, wir wollen das eingeworbene Geld nicht zu großen Teilen in Transfers von Spielern investieren. Das wäre am Ende bestenfalls ein Pyrrhussieg.

Für den Fall, das die Borussia tatsächlich die Champions League verpasst, befürchtet Klopp keinen Ausverkauf: „Wenn es bei uns einen Spieler geben sollte, der wegen eines einzigen Jahres ohne Champions League woanders hin will, dann hätte ich ihn komplett falsch eingeschätzt.“

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