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16.01.2015

11:21 Uhr

BVB-Trainer

Klopp blafft ZDF-Reporter an

Wenige Bundesligatrainer haben ein derart ambivalentes Verhältnis zu den Medien wie Jürgen Klopp. Oft reißt der BVB-Trainer mit seiner Leidenschaft andere mit. Im Trainingslager zeigt er mal wieder seine andere Seite.

Jürgen Klopp und die Medien - ein ambivalentes Verhältnis. dpa

Jürgen Klopp und die Medien - ein ambivalentes Verhältnis.

La Manga/DortmundDortmunds Trainer Jürgen Klopp sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Mehrere Medien wie „Die Welt“, „N24“ oder „Eurosport“ berichten von einem Vorfall nach dem 1:0-Testspielsieg gegen den FC Sion. Da soll sich ein Reporter des ZDF nach Gründen für die akute Abstiegsnot erkundigt haben. Eigentlich eine harmlose Frage.

Doch Klopp soll wenig begeistert gewesen sein: „Das ist nicht Ihr Ernst?! Waren Sie in den Ferien?“, zitieren ihn mehrere Medien. „Unsere Probleme wurden schon zigfach besprochen. Sie können es überall nachlesen“, polterte der BVB-Trainer, der sich prompt einem anderen Reporter zugewandt haben soll.

Ein rumänischer Journalist wollte nun in Erfahrung bringen, was Klopp eigentlich schon über den kommenden Testspielgegner Steaua Bukarest wisse. „Bis Samstag alles“, soll Klopp zurückgepflaumt haben und vollends in den leidenschaftlichen Angriff übergegangen sein.

Sehr zum Leidwesen des ZDF-Reporters, der eine zweite Frage hatte. Ob Manuel Neuer nicht der würdigere Empfänger des Ballon d'Or gewesen wäre. „Können Sie sich vorstellen, dass eine Mannschaft im Abstiegskampf - so wie wir - ungefähr so weit von der Weltfußballer-Wahl entfernt ist wie der Mond?“, raunzte Klopp.

Und weiter: „Ich hätte es begrüßt, ihm gratuliert und es verstanden, wenn es Manuel Neuer geworden wäre. Dass es Cristiano Ronaldo geworden ist, überrascht mich nicht wirklich. Der Junge kann durchaus auch Ballspielen. Und Messi habe ich vorgestern noch live im Fernsehen gesehen. Es sah so aus, als kann er den Pokal nach Hause tragen.“

Sagte es und zog entnervt von dannen. Nicht ohne einen Seitenhieb nachzulegen. „Da euch die Fachfragen ausgehen, würde ich sagen, gehen wir mal...“ Rums, das saß. Ein typischer Klopp. Authentisch, unterhaltsam und unberechenbar.

Dabei hätte er noch vieles zu erzählen gehabt. Beispielsweise, dass mittlerweile alle Probleme der miserablen Hinrunde erkannt worden seien. Die Antworten darauf hatte der BVB-Coach in einem ausführlichen Interview mit dem Fachmagazin „kicker“ gegeben. „Wir haben immer nur versucht, die größten Probleme zu deckeln und die anderen wegzuschieben. Für die Lösung hatten wir keine Zeit.“

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

16.01.2015, 11:47 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Thomas Ungläubig

16.01.2015, 13:00 Uhr

Wer nicht hören will… Jochen Breyer hat sich doch auch schon eine Abfuhr eingefangen. Aber wenn man mit einer Frage lediglich provozieren will…

Account gelöscht!

16.01.2015, 16:10 Uhr

Klopp hau drauf!

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