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14.12.2013

10:27 Uhr

„Campo Bahia“

Deutsches WM-Quartier in Brasilien im Bau

Die deutsche Nationalelf wohnt während der Weltmeisterschaft in einer eigenen Wohnanlage. Die 13 Häuser für die Spieler und das Betreuerteam sind zwar noch nicht fertig, wurden aber nicht speziell für den DFB gebaut.

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BerlinVom „Campo Bahia“ nach Rio de Janeiro: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird ihr Quartier bei der Weltmeisterschaft in Brasilien in Santo André im brasilianischen Bundesstaat Bahia an der Atlantikküste aufschlagen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt. Noch befindet sich die noble Anlage in einem kleinen Fischerdorf im Bau, die Fertigstellung soll im März 2014 erfolgen. Bundestrainer Joachim Löw und sein Team werden ihr Basislager für das Turnier (12. Juni bis 13. Juli) am 8. Juni beziehen.

„Ich bin sicher, dass wir uns dort sehr wohlfühlen werden. Die Anlage bietet alle Möglichkeiten, die wir uns während des hoffentlich langen Zeitraums bei der WM wünschen“, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main. Dabei legte er großen Wert darauf, dass das Dorf nicht eigens für die DFB-Stars errichtet und auch „nicht nach unseren Wünschen gebaut wird“.

Im „Campo Bahia“ entsteht derzeit ein modernes, 15.000 qm großes Resort mit 14 zweigeschossigen Häusern, Poolanlage und Wellness-Einrichtungen. Das Millionen-Projekt mit 65 Wohneinheiten realisiert das Münchner Unternehmen von Christian Hirmer. „Wir freuen uns außerordentlich, den Deutschen Fußball-Bund und sein Team zu unterstützen“, sagte Hirmer.

In einem Kilometer Entfernung werden ein Fußballplatz und das Pressezentrum erreichtet. 45 Minuten vom Quartier entfernt, zu dem man mit einer Fähre übersetzen muss, befindet sich ein Flughafen, von wo aus die DFB-Auswahl zu ihren Gruppenspielen in Salvador, Recife und Fortaleza startet. Der nächste Ort, Porto Seguro, ist 30 Kilometer entfernt.

Das Quartier war zunächst nicht in die offizielle Broschüre des Weltverbandes FIFA aufgenommen worden, da es zunächst keine Garantie für die rechtzeitige Fertigstellung gab. Aufgrund der Fortschritte beim Bau steht die Unterkunft nun in der Broschüre.

Die deutsche Mannschaft trifft bei der WM in der Gruppe G am 16. Juni in Salvador zunächst auf Portugal. Am 21. Juni ist Ghana der Gegner in Fortaleza. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es in Recife gegen die vom Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann betreuten USA.

Die richtige Wahl des WM-Quartiers war für Bundestrainer Joachim Löw nach der Auslosung von zentraler Bedeutung. Der Coach hatte zuletzt die Frist für die Festlegung des WM-Stammquartiers weiter ausgereizt. Löw hatte in der Quartierfrage zuletzt immer wieder auf den Meldeschluss am 18. Dezember beim Weltverband FIFA verwiesen. Bis zu dem Tag müssen alle 32 WM-Teilnehmer ihr Basecamp festgelegt haben.

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Das deutsche Team trifft in Brasilien auf alte Bekannte: In der Gruppenphase wird es unter anderem gegen die USA spielen. Gegen wen die DFB-Elf noch antreten muss und wie die anderen Gruppen aussehen – eine Übersicht.

Durch die frühen Anstoßzeiten von zweimal 13.00 Uhr und einmal 16.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr und 21.00 Uhr in Europa) bleibt es aber nach wie vor eine Überlegung, schon zwei Tage vor dem Spiel aus dem Hauptquartier in den Spielort zu fliegen. Der 53 Jahre alte Löw verwies darauf, dass sich dadurch höchstwahrscheinlich auch die gewohnten Abläufe, von den Essens- und Trainingszeiten bis hin zu den Regenerationszeiten, verändern müssten. „Wir haben ja schon erlebt, dass es an ganz winzigen Dingen, an Nuancen, hängt, ob man ins Finale kommt oder zuvor ausscheidet“, hatte Löw zuletzt betont.

Kommentare (10)

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Gehirnwaesche-Verweigerer

13.12.2013, 12:26 Uhr

Ein eigenes Quartier, das Millionen kostet, maximal 8 Wochen genutzt wird und danach verottet wie die Stadien und Sportanlagen, die mit Millarden-Aufwand für die letzten Großereignisse gebaut wurden.
Das ist angesichts der immer lauter werdenden Proteste der brasilianischen Bevölkerung, die die WM nicht mehr will, weil teilweise das Notwendigste zum Leben fehlt, einfach nur dekadent!!!!
Viele Drittwelt-Auswüchse werden "uns" zu Unrecht in die Schuhe geschoben, an diesem Beispiel sieht man die Arroganz der Europäer aber sehr deutlich. Blatter, Beckenbauer, Platini & Co. sind nur noch geldgeile alte Säcke, denen der Sport am A... vorbeigeht. Und über die Nimm-Mentalität der deutschen Fußball-Nationalspieler muß kein weieres Wort mehr verloren werden.
Gut, daß ich keinen Fernseher habe, dann komme ich nicht mal im Ansatz in die Verlegenheit, mit dem Ansehen des Schaulaufens internationaler Konzerne aka "Fußball-WM" im Sommer 2014 meine Zeit zu verschwenden...

Expat-Brazil

13.12.2013, 13:52 Uhr

@Gehirnwaesche-Verweigerer
Da kann ich Ihnen nur zustimmen!


Und weiter:
Zitat aus dem Artikel:

" Der 53 Jahre alte Löw verwies darauf, dass sich dadurch höchstwahrscheinlich auch die gewohnten Abläufe, von den Essens- und Trainingszeiten bis hin zu den Regenerationszeiten, verändern müssten. „Wir haben ja schon erlebt, dass es an ganz winzigen Dingen, an Nuancen, hängt, ob man ins Finale kommt oder zuvor ausscheidet“, hatte Löw zuletzt betont."

Das ist die blödeste Begründung, die man abgeben kann. Hat Herr Löw in seinem Leben zu viele Kopfbälle gemacht? Die klimatischen Verhältnisse sind im Bundestaat Bahia in dem Zeitraum der WM am ungünstigsten. Ganz zu schweigen, dass es ausreichend Möglichkeiten gäbe unterzukommen und keinen millionenschweres Quartier errichten muss. Stattdessen sollte dieses Geld in Bildung, Krankenwesen oder die Verbesserung von Lebensumständen der Favela-Bewohner gesponsert/investiert werden.

Dann kommt es wirklich bedürftigen Menschen zugute und nicht verwöhnten Fussballmillionären!

Einfach ekelhaft!

Account gelöscht!

13.12.2013, 14:30 Uhr

Ob das Quartier danach verottet wird sich zeigen. Es bietet sich doch regelrecht als Ferienquartier für die DFB-Granden an.

Und da regt man sich über einen Limburger Bischof auf.

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