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22.10.2014

22:41 Uhr

Champions League

Bayer steuert Richtung Achtelfinale

Im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Zenit St. Petersburg konnte Bayer Leverkusen einen wichtigen Sieg einfahren. Dabei tat sich die Werkself gegen die Russen lange schwer – bis zu einem spektakulären Doppelschlag.

Leverkusens Kyriakis Papadopoulos (l) und Ömer Toprak feiern das 2:0. dpa

Leverkusens Kyriakis Papadopoulos (l) und Ömer Toprak feiern das 2:0.

LeverkusenMit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten hat Bayer Leverkusen einen großen Schritt Richtung Achtelfinale in der Champions League gemacht. Die Toren schossen Giulio Donati (58.) und Kyriakos Papadopoulos (63.).

Damit ist die Elf von Trainer Roger Schmidt beim 2:0 (0:0) im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Zenit St. Petersburg zum zweiten Sieg im dritten Gruppenspiel der Königsklasse gekommen und an den Russen in der Tabelle vorbeigezogen.

Die Rheinländer zeigten nach der „gefühlten Niederlage in Stuttgart“ (Rudi Völler) die erhoffte Reaktion und können nun ein wenig sorgenfreier zum Rückspiel nach St. Petersburg in drei Wochen reisen. Bei einem Weiterkommen in der Champions League dürfen die Leverkusener auf weitere Millionen-Einnahmen hoffen.

Champions League: Der 3. Spieltag (1)

ZSKA Moskau - Manchester City 2:2

Moskau kommt zunächst besser in die Partie und setzt durch zwei Fernschüsse von Musa und Tosic die ersten Akzente. Dann aber übernehmen die Gäste ganz klar das Kommando und münzen ihre spielerische Überlegenheit durch Agüero (29.) und Milner (38.) dann verdientermaßen auch in eine souveräne Pausenführung um. Nach der Halbzeit verflacht die Partie etwas. City überlässt den Gastgebern die Initiative und wird bestraft. Doumbia bringt ZSKA auf zunächst 1:2 heran (64.). Nach einer umstrittenen Entscheidung von Schiedsrichter Vad (Kolarov soll Doumbia gefoult haben) verwandelt Natcho den fälligen Strafstoß zum 2:2-Ausgleich und bestraft City somit für allzu viel Passivität nach der Pause.

AS Rom - Bayern München 1:7

Dank einer grandiosen Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit, stürmt der FC Bayern München das Olympiastadion in Rom und deklassiert den AS Rom mit sage und schreibe 7:1. Nach der ersten Chance für die Hausherren durch Gervinho, die Neuer zunichte macht, kommt der Rekordmeister so richtig ins Rollen. Zweimal Robben, Götze, Lewandowski und Müller schießen bis zur Pause eine 5:0-Führung heraus. Nach dem Seitenwechsel lassen es die Gäste verständlicherweise etwas entspannter angehen, Rom will sich zumindest etwas für die desolate erste Halbzeit rehabilitieren. Gervinho verkürzt auf 1:5, aber in der Schlussphase machen die eingewechselten Ribery und Shaqiri alles klar.

APOEL Nikosia - Paris St. Germain 0:1

Schiedsrichter Ovidiu Hategan pfeift ab und Thiago Silva und David Luiz lachen sich ins Fäustchen. Auch das Innenverteidigerduo der Gäste hat wohl nicht gedacht, dass hier noch ein Sieg möglich war. Doch dank des späten Treffers von Cavani (87.) belohnt sich PSG mit drei Punkten. Toll war die Leistung der Blanc-Elf trotz überlegenen Ballbesitzes keineswegs. APOEL hatte durch Sheridan (3., 64.) durchaus die Chance, hier mindestens ein Remis zu erkämpfen. Letzten Endes reicht die solide Defensivleistung der Gäste nicht aus. Zum Spannungslevel der Partie sei gesagt: In ewiger Erinnerung wird man sie nicht behalten. Dazu war in den Strafräumen beider Mannschaften zu wenig los.

FC Barcelona - Ajax Amsterdam 3:1

Die Katalanen dominieren den ersten Durchgang, gehen durch Neymar (8.) und Messi (24.) in Führung und lassen es nach der Pause aber deutlich ruhiger angehen. Mit dem Classico im Hinterkopf riskiert die Mannschaft von Luis Enrique wenig und lässt den Ball zirkulieren. Die Gäste aus Amsterdam wagen sich kaum der Deckung. Ter Stegen bekommt über die volle Spielzeit keinen einzigen Ball zu halten, muss aber dennoch einmal hinter sich greifen. Drei Minuten vor Schluss sorgt der Anschlusstreffer von El Ghazi für einen Hauch von Spannung. Doch Barca lässt sich nicht beeindrucken uns stellt durch Ramirez (90.+3) den alten Abstand wieder her.

FC Chelsea - NK Maribor 6:0

In der 13. Minute läutet Remy den Torreigen mit dem 1:0 ein, ehe Drogba per Elfmeter (23.) und Terry aus Abseitsposition auf 3:0 erhöhen. Nach der Pause dauert es keine zehn Minuten bis das 4:0 durch ein Eigentor von Viler fällt. Den Endstand von 6:0 stellt dann Hazard mit einem Doppelpack (77. per Elfmeter und 90.) her. Maribor stemmte sich zwar wacker gegen die hohe Niederlage, ist den vom überragenden Hazard und dem starken Willian angeführten Blues aber letztendlich hoffnungslos unterlegen.

BATE Baryssau - Schachtar Donezk 0:7

BATE Borissow verliert das Heimspiel gegen Schachtjor Donezk mit 0:7. Die Weißrussen liegen bereits in der ersten Halbzeit hoffnungslos mit 0:6 hinten. Spieler des Spiels ist der Brasilianer Luiz Adriano mit fünf Treffern (28.,37.,40.,44.,82./Foulelfmeter). Die weiteren Treffer erzielen Teixeira (11.) und Costa (35.).

FC Schalke 04 - Sporting Lissabon 4:3

In der ersten Halbzeit gibt Schalke den Ton an, gerät aber in Rückstand durch Nani (16.). Kurz nachdem Mauricio mit Gelb-Rot vom Platz fliegt (33.), erzielt Obasi den Ausgleich (34.). In der zweiten Halbzeit sind die Schalker gegen zehn Portugiesen überlegen und kommen schnell zum 2:1 durch Huntelaar (51.). Wenig später erhöht Höwedes zum 3:1 (60.). Nach einer Nachlässigkeit von Ayhan gibt es Elfmeter. Adrien Silva trifft unhaltbar vom Punkt (64.). Die Gäste riechen Lunte und erzielen das 3:3-Unentschieden. Silva schnürt den Doppelpack (78.). Die Schalker machen auf und wollen den Sieg. In der Nachspielzeit sieht der Vierte Offizielle ein vermeintliches Handspiel von Jonathan Silva, diese Fehlentscheidung führt zum 4:3 durch Choupo-Moting, der sicher verwandelt (90.+3). Schalke siegt glücklich, aber auch verdient.

FC Porto - Athletic Bilbao 2:1

Eine gute Partie geht zu Ende. Herrera gelingt die 1:0-Führung vor der Pause. Aus zwölf Metern macht er das Tor. Athletic kommt drauf hin gut aus der Pause. Fernandez gelingt in der 58. Minute der Ausgleich. Aus zehn Metern schiebt er den Ball in das Tor. Jetzt wollen beide Teams die Führung. Dem FC Porto gelingt diese dann auch: Quaresma knallt den Ball aus 15 Meter das Leder ins Tor (75.).

Geld, das Bayer gut gebrauchen kann, nachdem das Landgericht Köln am Mittwochmorgen den Club zur Rückzahlung von Sponsorengelder in Höhe von 16 Millionen Euro an die Gläubiger des insolvent gegangenen Billigstromanbieters Teldafax verurteilt hatte.

Vor 27 254 Zuschauern in der gut gefüllten BayArena landete Schmidt dabei zwei Glücksgriffe. Donati, der in der laufenden Saison bislang nicht über die Reservistenrolle hinauskam, war für Roberto Hilbert ins Team gerückt und zahlte das Vertrauen mit seinem so wichtigen Führungstreffer aus 18 Metern zurück.

Und Papadopoulos traf nur drei Minuten nach seiner Einwechslung per Kopf zum vorentscheidenden 2:0. Bei beiden Toren leistete Hakan Calhanoglu die Vorarbeit. Die Schlussphase überstand Bayer in Unterzahl, nachdem der Brasilianer Wendell wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (79.).

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