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11.04.2013

15:47 Uhr

Champions-League

BVB gibt Bayern einen Korb

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Aussage Bayern Münchens, Dortmund sei für den Meister der leichteste Gegner im Champions-League Halbfinale, bereits gekontert. Nun legt Coach Jürgen Klopp noch einmal nach.

Nach dem atemberaubenden Viertelfinalspiel gegen den CF Malaga ist Jürgen Klopp alles egal: Ob Barca oder Bayern, der BVB werde sein Bestes geben. dpa

Nach dem atemberaubenden Viertelfinalspiel gegen den CF Malaga ist Jürgen Klopp alles egal: Ob Barca oder Bayern, der BVB werde sein Bestes geben.

Dortmund/ DüsseldorfJürgen Klopp würde Bayern München im Halbfinale der Champions League gern aus dem Weg gehen. „Ich kann nicht sagen, dass die Bayern unser Traumlos sind“, sagte der Coach des von den Münchnern entthronten deutschen Fußball-Meisters am Donnerstag in Dortmund. Die Auslosung am Freitag in Nyon will Klopp „ganz entspannt verfolgen. Ehrlich, es ist mir egal. Wir werden versuchen, weiterzukommen. Und ich finde es ganz cool, dass wir sozusagen wunschlos glücklich sind.“

Zuvor hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Kampfansage von Bayern-Präsident Uli Hoeneß gekontert, der BVB wäre der leichteste Gegner im Halbfinale der Königsklasse. „Die vergangenen Jahre haben ja gezeigt, dass wir gegen die Münchner durchaus das ein oder andere Spiel gewinnen können“, sagte Watzke der Zeitung „Die Welt“ (Freitagsausgabe). „Da sollte sich Uli Hoeneß also nicht zu sicher fühlen.“

Hoeneß hatte nach dem Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch beim italienischen Spitzenclub Juventus Turin getönt, dass Dortmund der Gegner wäre, „bei dem wir am meisten Chancen“ haben, in das Endspiel zu kommen. Und er hatte süffisant hinzugefügt: „Oder meinen Sie, dass Dortmund besser ist als Real oder Barcelona? Ich glaube nicht.“

Die „selbstbewusste Aussage“ von Hoeneß vernahm Klopp nur vom Hörensagen. Aber es sei ein „logisches Ziel“ der Bayern, in der Champions League das Endspiel erreichen zu wollen. Drei der Halbfinalisten – außer den Bayern noch Real Madrid und der FC Barcelona – seien „selbstverständlich, einer ist überraschend“, äußerte BVB-Coach Klopp.

Watzke ist wie Klopp nicht besonders erpicht auf ein Bundesligaduell. „Ich bin da offenbar romantischer veranlagt. Für mich liegt der Reiz des Europapokals auch darin, internationale Partien zu spielen“, sagte er. „Darum würde ich mich über zwei deutsch-spanische Duelle mehr freuen als über ein Halbfinale gegen die Bayern.“

Champions-League-Prämien

Hohe Ausschüttung

Die Champions League bleibt für die Uefa und die teilnehmenden Fußball-Klubs ein florierendes Geschäft. Mehr als 900 Millionen Euro werden in dieser Spielzeit ausgeschüttet.

Sichere Startprämie

Als fixe Startprämie verbuchen alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro. In der Summe sind für den Champions-League-Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro möglich.

Siegprämien

Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million Euro, für jedes Unentschieden halb so viel. Erfolg zahlt sich auch in der K.o.-Runde richtig aus. 3,5 Millionen Euro überweist die UEFA für den Achtelfinal-Einzug, weitere 3,9 Millionen für das Erreichen des Viertelfinales. Die Halbfinalisten erhalten 4,9 Millionen Euro, der unterlegene Finalist 6,5 Millionen. Der Sieger des Endspiels Ende Mai in Lissabon bekommt 10,5 Millionen Euro überwiesen. Dazu kommen Ticketeinnahmen in Millionenhöhe.

Bayern verdienen am meisten

Der FC Bayern kommt nach dem Achtelfinale bereits auf 28,76 Millionen Euro Startgeld und Prämien. Dortmund nahm 24,85, Leverkusen 21,43 und Schalke 18,51 Millionen Euro ein. Ziehen die Bayern ins Viertelfinale ein, würden die Gesamteinnahmen bereits annähernd 50 Millionen Euro betragen.

Der Titel war viel Geld wert

Beim Titelgewinn 2013 kassierten die Münchner insgesamt 55,046 Millionen Euro an Uefa-Prämien, davon 19,146 Millionen aus dem Markt-Pool. Hinzu kamen rund 15 Millionen Euro an Zuschauer-Einnahmen aus sechs Heimspielen.

Vergleich Europa League

Die Gelder in der Europa League sind im Vergleich zur Königsklasse nur Trostpflaster. Im kleinen Europacup fließen nur mehr als 200 Millionen Euro an die 48 Vereine. Der Cupsieger bekommt fünf Millionen Euro, der unterlegene Finalist muss sich mit 2,5 Millionen Euro begnügen. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger fast zehn Millionen Euro einstreichen.

Nach der furiosen Schlussphase beim 3:2 im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Málaga sieht Klopp für seine Mannschaft keine spezielle Herausforderung, sich auf den Erstliga-Alltag einzustellen. „Das mit dem Umschalten ist kein Riesenproblem“, sagte er zur Aufgabe am Samstag beim Bundesliga-Tabellenletzten Spielvereinigung Greuther Fürth.

Allerdings schränkte Klopp ein, dass Fürth psychologisch eine Herausforderung darstellen könnte. Denn: „Es war wie eine gefühlte Meisterschaft. Es ist etwas für die Ewigkeit“, meinte der BVB-Coach zur Schlussphase der Partie gegen Málaga. Klopp bangt in Fürth noch um den Einsatz von Lukasz Piszczek (Knieprobleme), Roman Weidenfeller (Rückenprobleme) und Sven Bender (muskuläre Probleme).

Bayern wünscht sich Dortmund fürs Halbfinale

Video: Bayern wünscht sich Dortmund fürs Halbfinale

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Von

dpa

Kommentare (6)

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E.STM

11.04.2013, 19:26 Uhr

Die Aussage von Uli ist doch prima - da braucht man beim BVB keine Extra-Motivation! E.STM

DrKurte

12.04.2013, 09:20 Uhr

Lustig wird es erst wenn der große FC Bayern gegen Dortmund verliert. Man freue ich mich dann aufs Ulis feuerrote Glatze ;-)

WilliWesterholt

12.04.2013, 10:36 Uhr

Leuchtet da die Angst der Bayern vor einem Ausscheiden gegen den BVB dunkelrot? Sieht so wirkliche Größe aus? Wer diesen - das sieht wohl jeder wirkliche Fußballinteressierte so- super spielenden BVB der letzten 3 Jahre so "bespricht", darf sich nicht wundern, wenn er keine neuen Freunde gewinnt.
Willi Westerholt (Schalke-Fan!)

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