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01.11.2011

23:56 Uhr

Champions League

BVB hält gegen Piräus Achtelfinal-Traum am Leben

VonMarc Renner

Borussia Dortmund hat mit einem Sieg gegen Olympiakos Piräus die Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde gewahrt. Dabei bot der BVB seinen Fans gegen die Griechen keine Gala, sondern eine nervenaufreibende Zitterpartie, bei der der Zweck die Mittel heiligte, wie Trainer Jürgen Klopp anschließend befand.

DortmundEin Tor von Kevin Großkreutz bescherte dem deutschen Meister im vierten Gruppenspiel der Champions-League-Saison nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen endlich den ersehnten ersten Erfolg. Der Mittelfeldspieler traf bereits nach sieben Minuten zum hart erkämpften 1:0 (1:0)-Sieg für den BVB und hielt seinen Klub, der das Hinspiel noch mit 1:3 verloren hatte, damit im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale. Dafür müssen nach dem 0:0 zwischen den Gruppenkonkurrenten Arsenal London und Olympique Marseille nun für die Borussen allerdings wohl in den verbleibenden Partien in England (23. November) und zu Hause gegen die Franzosen (6. Dezember) zwei Siege her. Auch die nach der Niederlage mit drei Zählern auf den vierten Gruppenplatz abgerutschten Griechen haben theoretisch noch alle Chancen.

Dass auch seine Mannschaft sich mit dem Erfolg alle Türen offen hält, war nach der Partie auch das einzige, was für BVB-Coach Jürgen Klopp wirklich zählte: „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat den Plan, den wir hatten, heute sehr gut umgesetzt“, lobte er sein Team erleichtert. Ein bisschen Glück sei dabei gewesen.  „Aber wir haben brutal hart dafür gearbeitet, haben über 90 Minuten sehr gut verteidigt und am Ende gewonnen - und sind damit heute in unserer Champions-League-Gruppe angekommen.“

Geläutert von den im Hurra-Stil eingefahrenen enttäuschenden bisherigen Ergebnissen - zwei Niederlagen und ein Remis - und auch ein wenig als Psycho-Trick für sein Team hatte der am Dienstagmorgen als einer von zehn Kandidaten für die Wahl zum „Welttrainer des Jahres“ nominierte Coach sein System etwas umgestellt und mit einer 4:5:1-Formation spielen lassen, die beim Umschalten auf Offensive zu einem 4:3:3-System mutieren sollte, indem Götze und Perisic schnell in die Spitze stoßen. Dass dies eine defensivere Herangehensweise war, als man sie vom BVB gewohnt ist, und das auch auf dem Spielfeld seine Spuren hinterließ, räumte Klopp anschließend unumwunden ein. „Ja, das war Ergebnisfußball, und wer etwas anderes von uns unerwartet hatte, dem kann ich auch nicht helfen“, erklärte der Fußballlehrer wie selbstverständlich und ergänzte: „Es ging heute allein darum, für den BVB Punkte zu holen - nicht den Leuten Spaß zu bereiten.“ Nun könne man zum FC Arsenal nach London fahren und versuchen, „auch da etwas zu reißen. Sonst hätten wir da shoppen gehen können.“

In London stehe man natürlich vor einemsuperschweren Spiel“, blickte Klopp nach vorne. „Aber wir werden auch dort mit allen Mitteln um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen. Und wenn es dazu nicht reicht, dann um den Platz in der Europa League - denn wir wollen im Januar unbedingt noch international vertreten sein.“

Dass auch nach diesem Spieltag weiterhin alles möglich ist, dafür hatten die Schwarz-Gelben vor allem in der Anfangsphase den Grundstein gelegt. Der BVB legte in der zum ersten von drei Champions-League-Endspielen erklärten Partie gegen Piräus los wie die Feuerwehr, attackierte die Gäste früh, kombinierte schnell und sicher und erarbeitete sich Torchancen: Ging Schmelzers Fernschuss noch neben das Tor (2.), musste es nur eine Minute später eigentlich schon im Kasten der Griechen klingeln. Doch Perisic drosch den von Supertechniker Mario Götze mustergültig quergelegten Ball aus sieben Metern deutlich über den Querbalken.

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Die Diskussion über diese Riesenchance zur frühen BVB-Führung war bei den Fans noch nicht abgeebbt, da riss Kevin Großkreutz die schwarz-gelben Anhänger von den Sitzen: Wieder war es Götze, der dieses Mal fast 25 Meter vor dem Olympiakos-Tor auflegte und dessen Pass der Mittelfeldspieler mit Vollspann und unhaltbar für den für den zuletzt immer wieder patzenden Stammtorhüter Franco Constanzo ins Tor gerückten Balazs Megyeri zum 1:0 in die Maschen jagte.

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