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24.02.2015

22:41 Uhr

Champions League

Dortmund verliert – und darf hoffen

Zwei schwere Patzer in der Defensive haben dem BVB das Spiel gegen Juventus Turin vermiest. Trotz einer ordentlichen Leistung steht am Ende eine Niederlage – das Weiterkommen ist dennoch greifbar nah.

Juves Morata gegen Dortmunds Mats Hummels: Der BVB blieb immer dran. AFP

Juventus gegen Dortmund

Juves Morata gegen Dortmunds Mats Hummels: Der BVB blieb immer dran.

TurinHoher Aufwand, wenig Ertrag: Borussia Dortmund hat durch dumme Abwehrfehler eine bessere Ausgangslage im Achtelfinale der Champions League bei Juventus Turin verspielt. Fast 18 Jahre nach dem Endspiel-Triumph über den italienischen Rekordmeister verlor das Team von Trainer Jürgen Klopp am Dienstagabend nach zwei überflüssigen Schnitzern das Hinspiel mit 1:2 (1:2).

Carlos Tévez (13. Minute) und Álvaro Morata (42.) erzielten vor 41 182 Zuschauer im ausverkauften Juventus-Stadium die Treffer für das Heimteam. Marco Reus (18.) erhielt dem BVB mit seinem zwischenzeitlichen Ausgleich vor dem Rückspiel am 18. März aber noch alle Chancen auf den dritten Viertelfinaleinzug in der Königsklasse nacheinander.

Beim ersten Gegentreffer patzte der umstrittene Keeper Roman Weidenfeller und auch die erzwungenen Umstellungen in der Dortmunder Defensive machten sich negativ bemerkbar. Vor Anpfiff musste Klopp kurzfristig auf Neven Subotic wegen eines Magen-Darm-Infekts verzichten, nach einer halben Stunde der ruppigen Partie humpelte Linksverteidiger Lukasz Piszczek in die Kabine. Juve nutzte die Konfusion als Meister der Effektivität. Borussias Italo-Stürmer Ciro Immobile blieb nach schwungvollem Beginn hingegen glücklos.

Zahlen und Fakten zu Juventus Turin

Tradition

Die Geschichte des Vereins beginnt im Jahre 1897. Juve“ wurde damals von 13 Studenten des Turiner Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums als Augusta Tourinorum gegründet.

Schwarz und Weiß

Aufgrund eines Zufalls werden seit 1903 tritt „Juve“ im weiß-schwarzen Dresse an. Ein englischer Emigrant wollte der Mannschaft eine neue Ausrüstung schenken und gab diese in Nottingham in Auftrag. Dort kam es zu einer Verwechslung: Bestellt waren rosa-schwarz gestreifte Trikots, der Textilhersteller dachte jedoch, die Trikots seien für den regional ansässigen Fußballklub Notts County bestimmt produzierte in weiß-schwarz. In Turin war man zwar alles andere als begeistert, mangels Alternativen sah man sich jedoch schon bald dazu gezwungen, die neuen Trikots zu verwenden.

Rekordmeister

Der Klub gilt als einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Fußballvereine der Welt und ist Rekordmeister Italiens.

Titelsammler

Im Laufe seiner Vereinsgeschichte gelang es dem Verein, alle drei Europapokale – UEFA-Pokal, Europapokal der Pokalsieger sowie den Europapokal der Landesmeister – für sich zu entscheiden. Dies gelang wenigen anderen Klubs.

Stadion

Seine Heimspiele trägt Juventus seit der Saison 2011/12 in dem neu erbauten Juventus Stadium aus. Mit dem Einstieg des Sponsors Allianz heißt die Arena ab der Saison 2017/18 „Allianz Stadium“. Der Sponsoring-Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2023.

Trainer und Präsident

Juventus wird seit Juli 2014 von Massimiliano Allegri trainiert. Präsident des Vereins ist Andrea Agnelli.

Der Agnelli-Clan

Der Agnelli-Clan ist Mehrheitseigentümer und unterhält seit 1923 enge Verbindungen zum Verein. Sowohl Giovanni Agnelli als auch Umberto Agnelli waren zeit ihres Lebens eng mit dem Fußballklub verbunden und standen dem Verein bis zum Tod als Ehrenpräsidenten vor.

Umsatzexplosion

Kern-Umsatz 2010/11: 153,8 Millionen Euro (Spieltag, TV-Rechte, Sponsoren). Seither hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt.

Umsatz 2015/16

Kern-Umsatz 2015/16: 341,5 Millionen Euro (Spieltag, TV, Sponsoren)

Vorjahre: 324,7 Millionen (2014/15), 279,3 Millionen (2013/14), 272,4 Millionen (2012/13), 195,4 Millionen Euro (2011/12)

Unternehmenswert

Der Beratungskonzern KPMG schätzt den Wert des Klubs - gemessen an den Zahlen für 2016 - auf 1,2 Milliarden Euro. Damit liegt Juventus in Europa auf Platz 9.

Ermutigt von drei Ligasiegen nacheinander präsentierte sich der BVB zunächst noch erstaunlich selbstbewusst, setzte das Heimteam mit viel Ballbesitz und hoher Passquote unter Druck. Der starke Auftakt wurde jedoch nicht belohnt, Juve kam stattdessen gleich mit der ersten gefährlichen Aktion zur schmeichelhaften Führung. Die Hereingabe von Álvaro Morata, den Sokratis auf der rechten Abwehrseite nicht stoppen konnte, wehrte Weidenfeller unglücklich in die Mitte ab. Tévez schob ohne Mühe ein, auch im achten Duell mit Juve blieb Dortmund damit nicht ohne Gegentor.

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