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15.02.2017

23:12 Uhr

Champions League

FC Bayern demontiert Arsenal

Es war das versprochene Fußball-Fest: Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League drehen die Bayern auf. Der FC Arsenal wird mit einer klaren Niederlage nach Hause geschickt.

Thomas Mueller (rechts) nach dem fünften Tor für die Bayern. AFP; Files; Francois Guillot

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Thomas Mueller (rechts) nach dem fünften Tor für die Bayern.

MünchenWie auf Knopfdruck hat der FC Bayern in der Champions League seine ganze Klasse demonstriert. Nach einem 5:1-Torspektakel gegen den FC Arsenal sollte für den deutschen Fußball-Rekordmeister der vierte Achtelfinal-Erfolg gegen den Lieblingsgegner aus England nur noch Formsache sein. Die Münchner trumpften am Mittwochabend nach zuletzt zähen Bundesliga-Auftritten dank wiederbelebter Offensivkraft richtig auf. Der herausragende Thiago (56./63. Minute), Joker Thomas Müller (88.), Torgarant Robert Lewandowski (53.) und Kunstschütze Arjen Robben (11.) sorgten für einen großen Sieg - auch für Königsklassen-Spezialist Carlo Ancelotti.

„Das ist ein wichtiger Sieg, ein wichtiges Ergebnis. Wir waren sehr kompakt“, sagte der Bayern-Coach. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war richtig glücklich: „So, wie die Mannschaft nach der Pause aufgetreten ist, muss man super hochzufrieden sein“, sagte er beim ZDF.

Der Ausgleich durch Alexis Sanchez (30.), der im Nachschuss bei einem von Manuel Neuer parierten Strafstoß traf, war an einem nahezu perfekten Abend am Ende nur ein Schönheitsfehler. 70 000 begeisterte Zuschauer feierten den 16. Heimsieg der Bayern in Europas Eliteliga nacheinander. Das Team um den starken Philipp Lahm darf mit größter Zuversicht zum Rückspiel am 7. März nach London reisen, auch wenn der Kapitän dann gelb-gesperrt fehlen wird.

Champions League: Was 2017 im Geldtopf der Uefa liegt

Finanz-Spektakel

Mit dem Start in die K.o.-Phase der Champions League geht auch das Rennen um zweistellige Millionenbeträge für die Klubs weiter. Was die Vereine in der Königsklasse verdienen können und was die deutschen Klubs schon erreicht haben.
Quelle: dpa

Achtelfinale

Für das Erreichen des Achtelfinals hatten alle Vereine bereits zusätzlich zu den 12,7 Millionen Euro Startgeld einen Bonus von sechs Millionen Euro bekommen.

Bayern München

Startgeld: 12,7 Millionen Euro
Punkteprämie: 6,0 Millionen Euro
Achtelfinale: 6,0 Millionen Euro
Gesamtsumme: 24,7 Millionen Euro

Borussia Dortmund

Startgeld: 12,7 Millionen Euro
Punkteprämie: 7,0 Millionen Euro
Achtelfinale: 6,0 Millionen Euro
Gesamtsumme: 25,7 Millionen Euro

Bayer Leverkusen

Startgeld: 12,7 Millionen Euro
Punkteprämie: 5,0 Millionen Euro
Achtelfinale: 6,0 Millionen Euro
Gesamtsumme: 23,7 Millionen Euro

Borussia Mönchengladbach

Startgeld: 12,7 Millionen Euro
Punkteprämie: 2,0 Millionen Euro
Europa League: 0,75 Millionen Euro
Gesamtsumme: 17,95 Millionen Euro

Viertelfinale

Der Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Königsklasse würde den verbliebenen deutschen Vertretern, Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, weitere je 6,5 Millionen Euro einbringen.

Halbfinale

Prämien Halbfinale 7,5 Millionen
Prämie Finalverlierer 11 Millionen
Prämie Finalsieger 15,5 Millionen

Bis zum Finale

Die Beträge steigern sich in jeder Runde. Der Sieger des Finals am 3. Juni in Cardiff kassiert insgesamt weitere 23 Millionen Euro.

Marktpool

Nicht berücksichtigt sind in dieser Auflistung die Einnahmen aus dem sogenannten Marktpool. Insgesamt 507 Millionen Euro verteilt die UEFA abhängig von ihren Erlösen aus dem jeweiligen nationalen TV-Markt und den Erfolgen der Clubs aus einem Land.

Gesamtsumme

Prämienzahlungen der Uefa an die Teilnehmer der Champions League insgesamt: 1,319 Milliarden Euro.

„Das ist eine sehr, sehr gute Ausgangslage“, sagte Lahm und fügte mit einem Lächeln an: „Es sollte reichen“. Robben ordnete den Leistungsschub mit der typischen Münchner Charakterstärke ein: „Das ist die Mentalität der Bayern.“ Vergessen waren die mühseligen Auftritte in der Liga. „Das ist nicht der Moment, um kritisch zu sein“, sagte Robben. „Wenn es drauf ankommt, sind wir immer da.“

An dem angekündigten Fußball-Festtag zeigten sie eine positive Körpersprache. Arsenal ließ die Bayern auf fahrlässige Weise agieren und stand auch bei Robbens 28. Königsklassen-Treffer brav Spalier. In seiner unnachahmlichen Art zog der Holländer nach innen und drosch den Ball mit links in den Winkel. „Es hat schon ein paar Mal funktioniert“, scherzte Robben über sein Spezialtor.

Die Bayern waren dominant, gerade über die rechte Außenbahn kurbelten Lahm und Robben die Offensive an. Arsenal verteidigte weiter schlecht. Shkodran Mustafi sah nach einem überharten Einsteigen gegen Ballverteiler Thiago in der Bayern-Hälfte Gelb. Fast wirkten die Engländer überfordert. Es war Sanchez, der die Gunners aus der Lethargie riss. Sein Solo beendete Mats Hummels (26.) mit einem Foul knapp vor der Strafraumgrenze. Den folgenden Freistoß von Mesut Özil konnte Neuer nur abklatschen - noch ohne Konsequenzen.

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