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14.05.2015

11:59 Uhr

Champions-League-Finale der Frauen

FFC Frankfurt hofft auf Sieg mit Spaß-Fußball

Gegen Paris St. Germain geht der 1. FFC Frankfurt nicht als Favorit ins Champions-League-Finale der Frauen. Trainer Bell hat einen Matchplan: Glaube und Taktik. Derweil finden die Spielerinnen das Stadion zu klein.

Der 1. FFC Frankfurt will die Nachfolge des VfL Wolfsburg antreten. dpa

Freude im Halbfinale

Der 1. FFC Frankfurt will die Nachfolge des VfL Wolfsburg antreten.

BerlinDas Festkomitee des 1. FFC Frankfurt hat bereits eine Location für eine große Feier ausgesucht – das Endspiel der Champions League gegen Paris St. Germain sehen die Kickerinnen vom Main aber keinesfalls als Selbstläufer an. „Wir werden feiern, egal wie das Spiel ausgeht. Aber wir haben noch keine Siegesparty geplant“, erklärte FFC-Trainer Colin Bell 24 Stunden vor dem Showdown um die europäische Vereinskrone an diesem Donnerstag (18.00 Uhr/ZDF und Eurosport) in Berlin.

Mit Spaß-Fußball und ohne Druck will der Bundesligadritte den millionenschweren Vizemeister aus Frankreich in die Knie zwingen. „Paris hat nicht viele Schwachpunkte, die muss man erst mal entdecken“, wies Bell auf die Qualität des Gegners hin. „Aber natürlich sind wir fündig geworden.“

In der Vorbereitung auf sein persönliches Karriere-Highlight lässt sich der Engländer durch nichts ablenken. Der Wirbel um die Vertragskündigung von Top-Torjägerin Celia Sasic zum Saisonende ließ ihn genauso kalt wie die Diskussionen um den Finalrahmen. „Das spielt alles keine Rolle für die Partie“, beschied er.

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Die Fußballerinnen des dreimaligen Europacup-Siegers 1. FFC Frankfurt gehen mit großem Selbstvertrauen in das Champions-League-Finale in Berlin.

Manager Siegfried Dietrich kritisierte dagegen mit deutlichen Worten die Stadion-Wahl für das Champions-League-Finale. Das wird im nur gut 17.000 Zuschauern Platz bietenden Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ausgetragen. „Ich glaube, solch ein Endspiel hätte 50.000 Zuschauer verdient“, sagte Dietrich am Mittwoch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollte das Spiel im Olympiastadion austragen, doch die UEFA als Veranstalter zog die wesentlich kleinere Arena im Berliner Osten vor. „Die Entwicklung des Frauenfußballs geht schnell voran. Die Partie wird europaweit von rund zehn Millionen Menschen im Fernsehen verfolgt werden. Es ist wichtig, dass auch viele Leute live dabei sind“, monierte Dietrich die Entscheidung.

FFC-Mittelfeldspielerin Kerstin Garefrekes „hätte nichts gegen das Olympiastadion“ gehabt, beteuerte aber: „Zur Not hätte ich auch in Wanne-Eickel auf einem Ascheplatz gespielt.“ Aus ihrer Sicht sei in der Arena, die voll besetzt sein wird, alles bestens vorbereitet.

Genauso wie die Party danach. „Bei uns ist Ana-Maria Crnogorcevic dafür zuständig. Sie hat etwas mit 80er- und 90er-Jahre-Musik ausgesucht“, verriet Torfrau Desiree Schumann. Die 25-Jährige freut sich besonders auf das Finale in ihrer Heimatstadt. „Ich habe bis 16 in Berlin gewohnt, meine Familie und Freunde werden dabei sein. Für mich ist es ein ganz besonderes Spiel in meinem Wohnzimmer“, sagte sie.

Colin Bell würde bei der Jagd nach dem wichtigsten Vereinstitel im europäischen Frauen-Fußball sogar am liebsten selbst mitmischen. „Es ist eine traumhafte Situation für einen Trainer, eine Mannschaft ins Finale zu führen“, sagte der Coach des 1. FFC Frankfurt vor dem Champions-League-Endspiel gegen Paris St. Germain. „Aber es ist noch viel schöner, auf dem Rasen zu stehen.“

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