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13.02.2013

16:27 Uhr

Champions League

Fußball-Samba in Madrid und Donezk

Im Achtelfinale der Champions League kommt es zum Kracher zwischen Real Madrid und Manchester United, bei dem alle auf Ronaldo blicken. Indes bekommt es der BVB mit den Import-Brasilianern von Schachtjor zu tun.

Cristiano Ronaldo beim Mannschaftstraining. Reuters

Cristiano Ronaldo beim Mannschaftstraining.

Madrid/DonezkGegen seine alte Liebe will Cristiano Ronaldo ein Zeichen für die Ewigkeit setzen. Der schillernde Fußball-Superstar trifft mit Real Madrid auf seinen Ex-Verein Manchester United. Es ist ein Spiel, dass Fußball-Fans nicht nur in Spanien und Großbritannien schon vor dem Anpfiff an diesem Mittwoch im Stadion Santiago Bernabeu in Aufregung versetzt. „Es gibt Spiele, die nach Jahrzehnten unvergessen bleiben, ich will meine Spur hinterlassen“, sagte Ronaldo vor dem Hinspiel des Achtelfinales der Champions League.

Eines, das besser ist, als ManU gegen Barcelona, meinte gar Gäste-Coach Sir Alex Ferguson - auch das Duell mit dessen königlichem Kollegen, José Mourinho, dürfte für weitere Faszination sorgen. Ferguson, Mensch gewordene Institution in Old Trafford und Ronaldos fußballerischer Ziehvater, führt mit Manchester die Premier League souverän an. Mourinho, Sinnbild des extravaganten Star-Coaches, kann die spanische Meisterschaft mit Madrid auf Rang drei abhaken. Auch deswegen kennt Real nur ein Ziel. „Die Champions League ist für Madrid etwas sehr Besonderes, wir wollen den zehnten Titel holen, auch für mich wäre es das Größte“, sagte Ronaldo.

Auch wenn der Weg über den Verein führt, der Ronaldo besonders am Herzen liegt. Von 2003 bis 2009 absolvierte er 292 Spiele für Manchester United, er traf 118 Mal. 2008 bejubelte Ronaldo seinen größten sportlichen Erfolg: Den Triumph in der Meisterklasse. „Ich liebe (United). Wenn dich Menschen gut behandeln, vergisst du das nie“, sagte er dieser Tage. Ferguson sei für ihn „wie ein Vater“ gewesen.

2009 zog es Ronaldo dennoch zu Real. 96 Millionen Euro überwies Madrid an Manchester. Und das während in Spanien die Wirtschaftskrise begann. Selbst Barcelonas Erzbischof Lluís Sistach echauffierte sich damals und schimpfte über die „ungeheuerliche Summe“. Ronaldo, Werbestar, Image und für viele auch Sympathieträger, spülte im Gegenzug reichlich Geld zurück in die Kassen.

Am Samstag erzielte er beim 4:1-Heimsieg über Sevilla seinen 18. Dreierpack im Real-Trikot. Sage und schreibe 182 Tore schoss Ronaldo in 179 Pflichtspielen. „Superman“ taufte die Zeitung „AS“ den 28-Jährigen. Sein ehemaliger ManU-Kollege Gary Neville befand: „Jetzt ist er ein Monster.“

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