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06.05.2015

13:48 Uhr

Champions-League-Halbfinale

Bayerns 108-Tore-Problem

Quelle:dpa

Messi, Suárez, Neymar: Drei Stürmer, 108 Tore – und die größte Gefahr für die Finalträume der Bayern. Der Sturm des FC Barcelona trifft in dieser Saison in allen Wettbewerben nach Belieben. Und München ist geschwächt.

Barcelonas Sturmreihe trifft in allen Wettbewerben nach Belieben. Reuters

Trio infernale

Barcelonas Sturmreihe trifft in allen Wettbewerben nach Belieben.

Barcelona108 der insgesamt 159 Barça-Tore in allen drei Wettbewerben haben die fantastischen Drei erzielt; 51 davon der Argentinier Messi, 33 der Brasilianer Neymar und 24 der Uruguayer Suárez, der berühmt-berüchtigte Beißer der Fußball-WM 2014, der nach einer Sperre erst im Spätherbst 2014 die Torejagd aufnehmen durfte.

„Das ist schon ein außergewöhnlicher Sturm, der da auf uns zukommt”, gestand Weltmeister Jérôme Boateng. Auf den Münchner Abwehrchef und auf Nationaltorhüter Manuel Neuer wird es am Mittwoch im Camp Nou von Barcelona besonders ankommen, wenn die katalanische Angriffswalze irgendwie aufgehalten werden soll.

„Das müssen wir als Mannschaft bewältigen”, urteilte Weltmeister Boateng. „Man muss sie gut kontrollieren”, mahnte auch der erfahrene Spanier Xabi Alonso, der mit seinen Mittelfeldkollegen schon die Zuspiele in die Spitze verhindern muss. In der Königsklasse hat Barcelonas Sturmtrio mit dem Kürzel „MSN” in den bisher zehn Partien zusammen 20 Mal getroffen. Das macht einen Zwei-Tore-Schnitt.

Das nach dem Ausfall von Arjen Robben (Muskelbündelriss in der Wade) verbliebene Münchner Offensivtrio Thomas Müller, Robert Lewandowski und Mario Götze kommt gemeinsam auf 15 Treffer - auch nicht schlecht.

Als Pep Guardiola nach der Halbfinalauslosung die größte Veränderung von seinem Barça (2008-2012) zum aktuellen Team des FC Barcelona benennen sollte, nannte auch der Bayern-Trainer zwei Namen. „Sie haben Neymar und Luis Suárez gekauft”, sagte der Bayern-Coach.

Insbesondere mit dem Kauf von Suárez für gut 80 Millionen Euro vom FC Liverpool im vergangenen Sommer hat sich die Spielweise der Katalanen fundamental verändert. Der 28 Jahre alte Uruguayer ist kein verkappter oder spielender Mittelstürmer, keine falsche Neun, wie sie Guardiola in Barcelona einst einführte. Suárez ist ein klassischer Torjäger, ein Arbeiter im Strafraum. Mit ihm ist das Angriffsspiel der Katalanen zielstrebiger und direkter geworden, die schier endlosen Ballstafetten im Mittelfeld gehören der Vergangenheit an.

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