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23.11.2016

00:37 Uhr

Champions League

Marco Reus glänzt mit Hattrick in Warschau

Munteres Toreschießen in der Champions League: Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und Legia Warschau stellte einen Torrekord von 12 auf. Der BVB führt nun die Tabelle. Bayer Leverkusen kommt mit Ach und Krach weiter.

Champions League, Gruppe F: Marco Reus (Mitte) schießt das achte Tor für seine Mannschaft Borussia Dortmund im Spiel gegen Legia Warschau am Dienstag. AP

Borussia Dortmund - Legia Warschau

Champions League, Gruppe F: Marco Reus (Mitte) schießt das achte Tor für seine Mannschaft Borussia Dortmund im Spiel gegen Legia Warschau am Dienstag.

Dortmund/MoskauErstes Spiel, erste Treffer - Marco Reus hat bei Borussia Dortmund ein furioses Comeback gefeiert. Nach 185-tägiger Zwangspause führte der Nationalspieler sein Team als Kapitän und dreifacher Torschütze zum verrückten 8:4 (5:2)-Erfolg über den polnischen Meister Legia Warschau. Durch die zwölf Tore stellten beide Teams sogar einen Torrekord in der Champions League auf. Nach dem Sieg fährt der Revierclub nun als Tabellenführer zum Gruppenfinale am 7. Dezember bei Titelverteidiger Real Madrid.

Neben seinen drei Toren (32., 52. und 90.+2) war Reus vor 55.097 Zuschauern beim munteren Toreschießen auch an zwei weiteren Toren beteiligt. Die restlichen Treffer erzielten für die Schwarz-Gelben zweimal Shinji Kagawa (17. und 18.) sowie Nuri Sahin (20.), Ousmane Dembelé (29.) und Felix Passlack (81.).

Für Legia, das bereits im Hinspiel ein 0:6 gegen Dortmund kassiert hatte, trafen zweimal Aleksandar Prijovic (10. und 24.) sowie Michal Kucharczyk (57.) und Nemanja Nikolic (83.). Mit den zwölf Toren wurde auch die Bestmarke in der Königsklasse von 2003 beim Duell zwischen AS Monaco und Deportivo La Coruna (Endstand 8:3) übertroffen.

BVB: Fakten zu Borussia Dortmund

Wertvollste Spieler

Marco Reus (40 Millionen Euro), Pierre-Emerick Aubameyang (65 Millionen Euro)

Sponsoren

Trikotsponsor: Evonik, mindestens 12 Millionen Euro/Jahr, über 20 Millionen/Jahr möglich, bis 2025
Ausrüster: Puma, bis 2020, sechs Millionen Euro/Jahr
Partner: u.a. Opel, Turkish Airlines

Kader

Marktwert des Kaders: rund 380 Millionen Euro (Mai 2017)

Quelle: transfermarkt.de

Umsatz - Konzern

2015/16 - 376 Millionen Euro
2014/15 - 276 Millionen Euro
2013/14 - 260,7 Millionen Euro
2012/13 - 305 Millionen Euro
2011/12 - 223 Millionen Euro

Gewinn nach Steuern

2015/16 - 29, 4 Millionen Euro
2014/15 - 5,5 Millionen Euro
2013/14 - 12 Millionen Euro
2012/13 - 51,2 Millionen Euro
2011/12 - 27,5 Millionen Euro

Geschäftsführung

Vorsitzender: Hans-Joachim Watzke
Mitglieder: u.a. Thomas Treß (Finanzen), Michael Zorc (Sport), Carsten Cramer (Vertrieb, Marketing)

Aufsichtsrat

Vorsitzender: Gerd Pieper
Die Neulinge sind: Ulrich Leitermann (Signal Iduna), Björn Gulden (Puma) und Dr. Werner Müller (RAG-Stiftung) - sowie Dr. Reinhold Lunow (Facharzt und Schatzmeister des BVB e.V.) als Ersatz für den bereits im Sommer ausgeschiedenen Friedrich Merz.

Essen und Trinken

Ein Wasser (0,5 l) kostet: 3,40 Euro
Ein Bier der Marke Brinkhoff´s No. 1 (0,4 l) kostet: 3,70 Euro
Eine Bratwurst kostet: 3,50 Euro

Quelle: Transfermarkt.de

Stadion

Name: Signal Iduna Park
Sponsoring-Vertrag: bis 2021 für fünf Millionen Euro pro Jahr
Fassungsvermögen: 80.645 Zuschauer

Preisstrategie

Die Geschäftsführung des BVB will die Preise für Tickets, Bier und Bratwurst "in den nächsten Jahren nicht erhöhen". Dies erklärte Geschäftsführer Watzke auf der Bilanzpressekonferenz Ende August 2016 in Dortmund. Die besondere Stadion-Kultur in Dortmund solle erhalten bleiben. Dazu zählt auch, dass bundesligaweit die Preise für Bier und Bratwurst zu den niedrigsten gehören.

Beide Abwehrreihen präsentierten sich erschreckend offen und machten so die vielen Tore erst möglich. Dass bei den Dortmundern die Abstimmung nicht so klappte, war bei neun Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen den FC Bayern München (1:0) aber ein wenig verständlich. Und endlich durften die BVB-Fans wieder Reus auf dem Rasen sehen. Eine Schambeinentzündung und zuletzt auch Fersenprobleme hatten den Nationalspieler seit dem verlorenen Pokalfinale am 21. Mai gegen die Bayern so lange pausieren lassen.

„Wir haben das Comeback sehnsüchtig erwartet. Er ist körperlich auf einem absoluten Top-Niveau“, sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel und wurde nicht enttäuscht. So bereitete Reus das vierte Tor von Dembelé vor, ehe er selbst zweimal traf. Auch den Treffer von Sahin hatte der Nationalspieler mit einem Freistoß eingeleitet.

Los ging das Toreschießen aber auf der anderen Seite. Nach Zuspiel von Vadis Odjidja-Ofoe setzte Prijovic mit einem feinen Außenrist-Schuss den Ball ins Tor. Schlussmann Roman Weidenfeller, der bis zur Winterpause den verletzten Roman Bürki (Handbruch) vertritt, hatte keine Chance.

Borussia Dortmund: BVB liefert Aktionären glänzende Zahlen

Borussia Dortmund

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Der Sieg gegen die Bayern war die perfekte Einstimmung für Mitglieder- und Hauptversammlung des BVB. Durch den ersten Bundesligasieg über den Erzrivalen seit April 2014 ist das Team in der Spur - sportlich wie finanziell.

Eine gute Viertelstunde benötigten die Dortmunder, um ins Spiel zu kommen. Dann antwortete der BVB mit drei Toren in 198 Sekunden. Dabei traf Kagawa zunächst per Kopf, ehe er nach einem feinen Trick mit dem Fuß auf 2:1 erhöhte. Bei Sahins Tor half anschließend Legia-Torhüter Radoslaw Cierzniak kräftig mit, indem er den Ball gegen den Dortmunder Mittelfeldspieler faustete.

Die Polen kamen aber noch einmal zurück. Erneut ließ Prijovic dem Dortmunder Schlussmann Weidenfeller keine Chance und kurz darauf wäre dem Stürmer fast der Ausgleich gelungen, als er die Latte traf (29.). Nachdem Reus aber auf Touren kam, war die Gegenwehr von Warschau gebrochen. Reus spielte sogar die kompletten 90 Minuten durch, was für seine Fitness spricht.

In der zweiten Halbzeit beteiligte sich aber auch Legia am Toreschießen. Eingeleitet von einem Fehlpass von Gonzalo Castro gelangte der Ball zu Kucharczyk, der Weidenfeller überwand. Dann war wieder Dortmund an der Reihe, dabei erzielte Passlack sein erstes Tor in der Champions League. Nachdem Nikolic noch traf, setzte Reus den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Abend.

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