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Champions League ohne deutsche Teams

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Fähige Manager werden zur wichtigsten Personalie

Auch die Schalker geben gerne Geld aus, müssen aber die günstig ausgebildeten Eigengewächse wie Julian Draxler oder Leroy Sane bei guten Angeboten ziehen lassen. Abnehmer sind meist Klubs aus England, aber auch Spanien ist nach wie vor ein Absatzmarkt. In der Spitze ist das dank der Strahlkraft regelmäßiger Champions-League-Ausflüge gut zu kompensieren: Wenn der FC Bayern oder Dortmund ein Talent verpflichten wollen, rennen sie häufig die sprichwörtlichen offenen Türen ein – und bringen das Geld mit, das möglich zu machen.

Doch gerade die anhaltende Flaute in der Europa League zeigt, dass der Mittelbau an Wettbewerbsfähigkeit einbüßt. Während die Bundesliga-Klubs sich als Talentschmiede Europas etabliert haben, feilen die Konkurrenten aus Europas Ligen an Erfolgsmodellen. Die ganz großen Transfers bleiben in Europa einem kleinen Kreis vorbehalten, dazu zählen: Real Madrid, Atletico Madrid, FC Barcelona, Paris St. Germain, FC Chelsea, Manchester United, Manchester City und der FC Bayern München. Bedingt erweitern Juventus Turin, der FC Liverpool und Borussia Dortmund den Kreis.

In der Breite fließen jedoch auch Summen. Transfers, die aus der ehemals belächelten spanischen Primera Division etwa eine Liga gemacht haben, in der der FC Sevilla nicht im Titelrennen mitspielen kann, aber in der Europa League seit Jahren dominiert. Geld schießt zwangsläufig Tore, wenn es ein Klub richtig einsetzt.

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Wieder nix mit Champions League: Der FC Bayern München scheitert im Viertelfinale an Real – und hat eine Menge Ausreden parat. Die treffen durchaus zu. Helfen kann sich der FCB jedoch nur selbst. Ein Kommentar.

Neben dem, wie es heißt, „stupid money“, mit dem viele englische Vereine, aber auch Klubs wie der VfL Wolfsburg oftmals blind den Markt fluten, hat sich eine Reihe solide geführter Hinterbänkler in Stellung gebracht. Dieser fußballerische Mittelstand zielt nicht zwangsläufig auf den Gewinn der Champions League. Aber er setzt klare Ziele und erreicht sie.

In Deutschland ist das betriebswirtschaftliche Auskommen eines Klubs häufig genug noch mehr zufälliger Nebeneffekt der sportlichen Ambition. Auch hinter dem Umarmen des Status als Ausbildungsverein steckt oftmals mehr Alternativlosigkeit, denn langfristiger Ausblick. Noch ist die Bundesliga in der Lage, in diesem Mittelstand keine Lücken aufreißen zu lassen. Doch die vergangenen Saisons zeigen, dass sich auch dort eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft etablieren kann. Wie schwierig es wird, diese Lücken zu stopfen, sehen schon die hiesigen Spitzenklubs. Die wichtigsten Personalien werden auf Sicht fähige Manager werden.

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