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19.02.2015

06:53 Uhr

Champions League

Ronaldo knackt auf Schalke weitere Rekorde

Ein Tor, eine Vorlage: Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat Schalkes Hoffnungen auf ein Champions-League-Wunder zerstört. Die „Knappen“ haben zwar ein erneutes Debakel verhindert – stehen nun aber trotzdem vor dem Aus.

Madrids Cristiano Ronaldo bejubelt seinen Treffer zum 1:0-Zwischenstand. dpa

Christiano Ronaldo

Madrids Cristiano Ronaldo bejubelt seinen Treffer zum 1:0-Zwischenstand.

GelsenkirchenEin Jahr nach der 1:6-Demütigung hat sich der FC Schalke 04 gegen Real Madrid diesmal achtbar aus der Affäre gezogen, besitzt aber dennoch praktisch keine Chance mehr auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions League.

Cristiano Ronaldo (26. Minute) mit seinem 73. Tor in der Fußball-Königsklasse und Marcelo (79.) erzielten vor 54.442 Zuschauern in der ausverkauften Arena Auf Schalke die Tore zum 2:0 (1:0) für den Titelverteidiger. Real Madrid gewann sein zehntes Champions-League-Spiel in Serie und stellte damit den Rekord des FC Bayern München aus dem Jahr 2013 ein.

„Unsere Mannschaft hat gut gespielt und sich gut präsentiert. Wir haben heute gute Werbung gemacht für Schalke. Wir nehmen das so hin“, sagte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies im ZDF.

Ronaldo auf Schalke: Neue Rekorde

Champions League

Weltfußballer Cristiano Ronaldo trifft wieder. Der Weltfußballer zeigt es damit den Kritikern.

Pfiffe

Cristiano Ronaldo polarisiert wie eh und je. Die Fans in der Arena Auf Schalke bedachten den dreifachen Weltfußballer am Mittwochabend mit Pfiffen.

Leistung

Der Portugiese spielte nicht spektakulär und traf doch. Sein Führungstor in der 26. Minute beim 2:0 (1:0) der Königlichen im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League war nicht nur Genugtuung nach der Kritik in Madrid um die Geburtstagsparty nach dem 0:4 gegen Atlético.

Rekord (1)

Das Tor auf Schalke sorgte auch für Bewegung in mancher Statistik. Tor Nummer 76: Wie Lionel Messi und Raúl hat Cristiano Ronaldo 76 Europapokal-Tore geschossen - Rekord.

Rekord (2)

Tor Nummer 73: In der ewigen Torjägerliste der Champions League festigte Cristiano Ronaldo mit seinem 73. Treffer Platz zwei hinter Lionel Messi (75) und vor Raúl (71).

Rekord (3)

Tor Nummer 58: Diese Quote ist beeindruckend. In 58 Champions League-Spielen für Real Madrid traf Cristiano Ronaldo nun 58 Mal. Für die Königlichen traf nur Raúl in der Champions League häufiger (66).

Negativserie

299 Minuten: Vier Spiele in Serie ohne Tor blieb Cristiano Ronaldo für Real Madrid zuletzt im Jahr 2011. Eine Wiederholung dieser Marke konnte der Portugiese verhindern. 299 Minuten oder 4:59 Stunden nach seinem letzten Tor vor genau einem Monat in Getafe traf er wieder.

Vergleich zum Vorjahr

6 statt 11: Für eine Rekordmarke muss sich Cristiano Ronaldo ganz schön anstrengen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres hatte er schon elf Champions-League-Tore geschossen - inklusive Doppelpack auf Schalke. Jetzt stehen sechs Saisontore zu Buche. Die Bestmarke von 17 Treffern in der Königsklasse im Titeljahr 2013/14 scheint in dieser Saison schwer zu knacken.

Sein Trainer meint

"Cristiano lebt für Tore", sagte sein Trainer Carlos Ancelotti später: "Dieses Tor hat ihm ohne Zweifel gut getan."

Auch Torwart-Nachwuchsmann Timon Wellenreuther war bedingt zufrieden. „Es war ein großer Augenblick für mich, aber ich hätte lieber zu Null gespielt, als zwei Gegentore zu bekommen“, sagte der 19-Jährige.

Nur die kühnsten Optimisten können noch einen Viertelfinal-Einzug von S04 in Erwägung ziehen. Das dritte Achtelfinal-Aus in Serie dürfte besiegelt sein. „Wir fahren aber nicht mit vollen Hosen nach Madrid“, sagte Tönnies.

Im Rückspiel am 10. März wird Kevin-Prince Boateng gelbgesperrt fehlen. Ungewiss ist, wann der in der Bundesliga noch eine Partie gesperrte Klaas-Jan Huntelaar wieder spielen kann. Der Stürmer musste nach 33 Minuten ausgewechselt und mit Verdacht auf eine Unterschenkelblessur ins Krankenhaus gebracht werden. „Wir hoffen, dass er sich nicht schwer verletzt hat“, sagte Tönnies, der zunächst von einer starken Prellung sprach.

Real - in einem ungewohntem bonbon-rosa - wurde von Schalke in der Anfangsphase durchaus geschickt kontrolliert. Die Taktik von Trainer Roberto Di Matteo ging vorerst auf. Mit kühlem Kopf und ganz viel Herz wurde die fußballerische Überlegenheit der Spanier bekämpft. Besonders Atsudo Uchida und Dennis Aogo auf den Abwehr-Außenbahn leisteten ganze Arbeit. Boateng ackerte viel und versuchte, mit enormer Physis Zeichen zu setzen.

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