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09.12.2016

07:58 Uhr

Champions League

Wie die Uefa ihre Milliarden neu verteilen will

Quelle:dpa

Europas Fußball-Funktionäre beschäftigen sich bei ihrem letzten Treffen in diesem Jahr mit dem Verteilungsschlüssel für das Geld in der Champions League, den Kriterien für die EM-Vergabe 2024 und einer neuen Nationenliga.

Das Hauptquartier der UEFA ist in Nyon. Foto: Jean-Christophe Bott dpa

UEFA

Das Hauptquartier der UEFA ist in Nyon. Foto: Jean-Christophe Bott

NyonDas UEFA-Exekutivkomitee trifft sich heute zu seiner letzten Sitzung im Jahr 2016 in Nyon. Im Mittelpunkt steht der nächste Schritt zur Reform der Champions League. Die Geldverteilung und der Zugangscode werden neu geregelt - zum Vorteil der großen und reichen Clubs. Auf der Tagesordnung steht auch die Festlegung der Bewerbungskriterien für die EM 2024, die Deutschland unbedingt ausrichten will.

Darum geht es heute in Nyon

CHAMPIONS LEAGUE: Schon im August beschloss die UEFA-Exekutive einige Grundpfeiler für den Champions-League-Zyklus von 2018 bis 2012. Die vier Topnationen - derzeit Spanien, Deutschland, England und Italien - werden dann jeweils vier fixe Starter in der Gruppenphase haben. Das bringt Planungssicherheit und wird laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge auch die Attraktivität erhöhen.

Schon geändert wurde auch der Verteilungsschlüssel für die jährlichen Milliardenprämien. Mehr Gewicht bekommt das bisherige Abschneiden der einzelnen Clubs - Grundstartgeld und solidarische Zahlungen innerhalb der Verbände werden hingegen gekürzt.

Champions League: Eine Milliarde Euro für elf Klubs

Die Pläne der Klubs

Die Fußballvereine planen einen neuen Verteilungsschlüssel für die Champions League. Was die Top-Klubs, die zuletzt am besten abschnitten, für die Saison 2015/16 bekommen hätten. Eine Simulation.

Quelle: Kicker, 5. September 2016

Real Madrid

136 Millionen Euro – Champions-League-Sieger

Atlético Madrid

118 Millionen Euro – Champions-League-Finalist

Bayern München

108 Millionen Euro – Halbfinale erreicht

Manchester City

104 Millionen Euro – Halbfinale erreicht

Paris St. Germain

96 Millionen Euro – Viertelfinale erreicht

FC Barcelona

94 Millionen Euro – Viertelfinale erreicht

FC Chelsea

93 Millionen Euro – Achtelfinale erreicht

Juventus Turin

92 Millionen Euro – Achtelfinale erreicht

Benfica Lissabon

77 Millionen Euro – Viertelfinale erreicht

FC Arsenal

74 Millionen Euro – Achtelfinale erreicht

VFL Wolfsburg

66 Millionen Euro – Viertelfinale erreicht

Jetzt geht es vor allem noch um den Qualifikationsmodus der kleineren Verbände, also wer wie viele Starter in die Königisklasse entsenden darf und wie die Playoffrunden organisiert werden sollen. Das dürfte zu einem Politikum werden. Der neue UEFA-Chef Aleksander Ceferin ist auch als Vermittler gefordert, zumal ihm die Sympathien der vielen kleinen Verbände aus Osteuropa ins Amt verhalfen.

EM 2024: Deutschland will unbedingt. Auch die Skandinavier haben schon einmal ihr Interesse geäußert. Die Suche nach dem Gastgeber der übernächsten EM 2024 nimmt nun für die UEFA konkrete Züge an. In Nyon sollen die Kriterien und Abläufe für die Bewerbungsphase festgezurrt werden. Fest steht bislang, dass die Entscheidung über den Gastgeber in zwei Jahren getroffen werden soll.

NATIONENLIGA: Gesucht wird ein Ausrichter für die Finalrunde im Juni 2019 der besten vier Teams in der erstmals veranstalteten Nationenliga. Der neue Wettbewerb mutet für viele noch kompliziert an. In vier Divisionen spielen die insgesamt 55 UEFA-Mitglieder in jeweils vier Untergruppen.

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Die Champions League wird zur Gelddruckmaschine für Bayern & Co. Künftig soll allein die ohnehin reiche Elite eine Milliarde Euro kassieren. Der Rest erhält die Krümel. Die finanzielle Kluft im Fußball wird riesig.

Die Sieger der vier Untergruppen der Division A der besten Mannschaften ermitteln in einem Final Four den Sieger der Nationenliga. Für dieses Miniturnier werden nun die Regularien für die Gastgebersuche festgelegt. Gestartet wird die erste Runde im September 2018 nach der WM in Russland.

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