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07.03.2017

17:34 Uhr

Champions und Europa League

Bundesliga hält Engländer und Italiener auf Abstand

VonThomas Schmitt

Es läuft gut für die Klubs der Bundesliga in den europäischen Wettbewerben. Wie in den Vorjahren haben sie gegen die spanische Übermacht keine Chance, aber sie liegen vor England und Italien. Warum das wichtig ist.

Die Mannschaft konnte bisher einige Siege verbuchen. Das kommende Spiel gegen Arsenal könnte dennoch spannend werden. dpa

Bayern München

Die Mannschaft konnte bisher einige Siege verbuchen. Das kommende Spiel gegen Arsenal könnte dennoch spannend werden.

DüsseldorfDie spanischen Klubs dominieren auch in dieser Saison die europäischen Wettbewerbe – so wie seit vielen Jahren. Das ist mit Blick auf die Fünfjahreswertung der Uefa aber nicht weiter schlimm. Entscheidend ist, dass die Bundesliga sich auch in der laufenden Saison den zweiten Platz erobert hat – vor der englischen Premier Liga und der italienischen Liga.

In dieser und der nächsten Woche haben die deutschen Klubs zudem gute Chancen, noch mehr Punkte einzusammeln. Der FC Bayern besitzt gegen Arsenal London beste Chancen auf ein Weiterkommen in der Champions League. Auch Borussia Dortmund dürfte dies am Mittwoch schaffen, wenn das Team erneut so konsequent die Chancen nutzt wie zuletzt gegen Bayer Leverkusen.

Der Werksklub aus Leverkusen wird dagegen wohl gegen den spanischen Vertreter Atlético Madrid ausscheiden. Das Hinspiel hat Bayer 04 zuhause 2:4 verloren. Den Abschied aus dem Wettbewerb wird in der Europa League ein weiterer deutscher Klub definitiv ebenfalls nicht vermeiden können, weil Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 gegeneinander spielen.

BVB: Fakten zu Borussia Dortmund

Wertvollste Spieler

Marco Reus (40 Millionen Euro), Pierre-Emerick Aubameyang (65 Millionen Euro)

Sponsoren

Trikotsponsor: Evonik, mindestens 12 Millionen Euro/Jahr, über 20 Millionen/Jahr möglich, bis 2025
Ausrüster: Puma, bis 2020, sechs Millionen Euro/Jahr
Partner: u.a. Opel, Turkish Airlines

Kader

Marktwert des Kaders: rund 392 Millionen Euro (September 2017)

Quelle: transfermarkt.de

Umsatz - Konzern

2016/17 - 405,7 Millionen Euro
2015/16 - 376 Millionen Euro
2014/15 - 276 Millionen Euro
2013/14 - 260,7 Millionen Euro
2012/13 - 305 Millionen Euro
2011/12 - 223 Millionen Euro

Gewinn nach Steuern

2016/17 - 8,2 Millionen Euro
2015/16 - 29, 4 Millionen Euro
2014/15 - 5,5 Millionen Euro
2013/14 - 12 Millionen Euro
2012/13 - 51,2 Millionen Euro
2011/12 - 27,5 Millionen Euro

Geschäftsführung

Vorsitzender: Hans-Joachim Watzke
Mitglieder: u.a. Thomas Treß (Finanzen), Michael Zorc (Sport), Carsten Cramer (Vertrieb, Marketing)

Aufsichtsrat

Vorsitzender: Gerd Pieper
Die Neulinge sind: Ulrich Leitermann (Signal Iduna), Björn Gulden (Puma) und Dr. Werner Müller (RAG-Stiftung) - sowie Dr. Reinhold Lunow (Facharzt und Schatzmeister des BVB e.V.) als Ersatz für den bereits im Sommer ausgeschiedenen Friedrich Merz.

Essen und Trinken

Ein Wasser (0,5 l) kostet: 3,40 Euro
Ein Bier der Marke Brinkhoff´s No. 1 (0,4 l) kostet: 3,70 Euro
Eine Bratwurst kostet: 3,50 Euro

Quelle: Transfermarkt.de

Stadion

Name: Signal Iduna Park
Sponsoring-Vertrag: bis 2021 für fünf Millionen Euro pro Jahr
Fassungsvermögen: 80.645 Zuschauer

Preisstrategie

Die Geschäftsführung des BVB will die Preise für Tickets, Bier und Bratwurst "in den nächsten Jahren nicht erhöhen". Dies erklärte Geschäftsführer Watzke auf der Bilanzpressekonferenz Ende August 2016 in Dortmund. Die besondere Stadion-Kultur in Dortmund solle erhalten bleiben. Dazu zählt auch, dass bundesligaweit die Preise für Bier und Bratwurst zu den niedrigsten gehören.

Für die Fünfjahreswertung ist das aber nicht weiter tragisch. Denn nach dem Achtelfinale in den Europapokal-Wettbewerben werden auch aus England und Italien höchstens drei Klubs vertreten sein, die noch Punkte einfahren können. Und da die Bundesliga in den meisten Vorjahren sehr gut gepunktet hat, sind die internationalen Startplätze, insbesondere vier in der Champions League, nicht in Gefahr.

Mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse im Fußball gilt weiter: Die Milliardeneinnahmen der Premier League von Sponsoren und TV-Sendern bringen sportlich vergleichsweise wenig. Die Leistungen der Klubs aus der Premier League lassen bisher auch nicht vermuten, dass in diesem Jahr ein großer internationaler Titel herausspringen könnte.

Sportlich bleiben die spanischen Klubs das Maß für alle anderen in Europa. Sie werden nach dem Achtelfinale wahrscheinlich erneut die meisten Klubs stellen. Und betrachtet man die bisherige Bilanz, so ist diese beeindruckend: 29 Siege, 12 Remis und 11 Niederlagen in 52 Spielen. Das bedeutet einen Punkteschnitt von 1,9 pro Spiel. Die Bundesliga folgt mit weitem Abstand: 1,74.

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