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09.01.2017

18:45 Uhr

China

Die kühnen Träume von Xi Jinping im Fußball

VonStephan Scheuer

Die Volkrepublik China will zur Fußball-Großmacht aufsteigen. Am Dienstag richtet das Land erstmals eine internationale Meisterschaft aus. Spieler werden mit riesigen Summen gelockt. Ist Lukas Podolski bald einer davon?

Präsident Xi Jinping will China als Fußballmacht etablieren. AP

President Xi Jinping

Präsident Xi Jinping will China als Fußballmacht etablieren.

Peking„China Cup“ – Der Name soll künftig in einem Atemzug mit der englischen Premier League, der brasilianischen Série A und der Bundesliga fallen. In der südchinesischen Stadt Nanning nahe der Grenze zu Vietnam richtet die Volksrepublik am Dienstag zum ersten Mal eine internationale Fußballmeisterschaft aus. Mit dabei: Island, Kroatien und Chile.

Was für Fußballkenner wie ein Witz klingt, ist in Wirklichkeit keiner, sondern soll nur ein erster Schritt sein. 2030 will China eine Weltmeisterschaft ausrichten. Bis 2050 will die Volkrepublik auch gewinnen. Hinter solchen Zielen steht der einflussreichste Fußballfan der Welt: Chinas Präsident Xi Jinping.

Diese hohen Ziele lässt sich China viel kosten, sehr viel sogar. 2016 war ein Rekordjahr für den chinesischen Fußball. Niemals zuvor haben chinesische Klubs so viel Geld für Spieler ausgegeben. Auf rund 496 Millionen Dollar beliefen sich die Ablösesummen und Gehälter der Vereine.

Fußball in China: Gehälter und Ablösesummen

Ivan Lavezzi

Der Verein Hebei Fortune zahlt dem 31-Jährigen seit seinem Wechsel von Paris Saint-Germain laut Medienberichten pro Woche 578.000 Euro.

Vergleich mit Ronaldo

Das Wochengehalt von Lavezzi ist um 150.000 Euro höher als das kolportierte Salär von Superstar Cristiano Ronaldo, dem besten Fußballer der Welt.

Investitionen 2016

Rund 540 Millionen Euro zahlten chinesische Clubs 2016 für 95 ausländische Spieler, wie Chinas „Volkszeitung” berichtet. Neue, lukrative Fernsehverträge sowie zahlungskräftige Konzerne als Sponsoren machen es möglich.

Oscar

Im Dezember 2016 folgt der brasilianische Nationalspieler Oscar dem Lockruf aus Fernost: Der 25-Jährige soll ab Januar bei Shanghai SIPG mehr als 21 Millionen Euro im Jahr kassieren, Sky nennt ein Wochengehalt von 417.000 Euro. Der FC Chelsea soll dafür umgerechnet 71,5 Millionen Euro Ablöse erhalten haben. Das ist der bislang teuerste Wintertransfer.

Hulk

Shanghai SIPG hatte zuvor Oscars Landmann Hulk für rund 56 Millionen Euro verpflichtet.

Carlos Tevez

Auch Lavezzis Landsmann Carlos Tevez wechselt zu Shanghai Shenhua – für eine Ablösesumme von elf Millionen Dollar und ein Wochengehalt von 720.000 Euro. Das macht ihn zum bestbezahlten Fußballer der Welt.

Podolski

Zu den Umworbenen gehört Berichten zufolge auch Weltmeister Lukas Podolski von Galatasaray Istanbul. Sein Jahresgehalt könnte bei neun Millionen Euro liegen. So viel verdienen in Deutschland nur Topspieler des FC Bayern.

Ronaldo

Auch Superstar Cristiano Ronaldo gehört offenbar zu den Umworbenen. Ein nicht genannter Klub aus China hat angeblich eine Ablöse von 300 Millionen Euro und ein Jahresgehalt von 100 Millionen Euro angeboten. Zu wenig für den Weltfußballer, er lehnte nach Angaben seines Beraters ab.

TV-Vertrag

Möglich gemacht werden die horrenden Ablösen und Gehälter durch einen lukrativen TV-Vertrag: Umgerechnet eine Milliarde Euro für fünf Jahre.

Bekannte Trainer

Seit Juni trainiert der Deutsche Felix Magath den Klub SD Luneng. Außerdem in China aktiv: Ex-Weltmeister-Trainer Luiz Felipe Scolari, Ex-England-Coach Sven-Göran Eriksson, der Niederländer Clarence Seedorf und der Italiener Marcello Lippi, der Nationaltrainer ist.

Angst in Europa

"Der chinesische Markt ist eine Gefahr für alle, nicht nur für Chelsea, sondern für alle Teams der Welt." Der Teammanager des FC Chelsea, der Italiener Antonio Conte.

Das war fast fünfmal so viel wie im Vorjahr. 70 Millionen entfielen alleine als Ablösesumme für den brasilianischen Nationalspieler Oscar an, der vom Tabellenführer der englischen Premier League, dem FC Chelsea, zu Shanghai SIPG wechselte.
Zuvor hatten die Schanghaier bereits Oscars Landsmann Hulk für rund 59 Millionen Dollar verpflichtet. Der argentinische Stürmer Carlos Tevez, die brasilianischen Mittelfeldspieler Alex Teixeira und Ramires sowie der Ivorer Gervinho sind weitere Beispiele: Chinas Vereine sind auf Einkaufstour.

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Die Klubs der Chinese Super League schauen auch die Bundesliga und deutsche Spieler. Interesse gibt es etwa an Weltmeister Lukas Podolski, der aktuell in der Türkei spielt. „Wenn diese Anfragen da sind, dann hört man sich das an. Es ist aber noch nichts passiert“, sagte Podolski dazu am Sonntag bei einem Freundschaftsspiel in Gummersbach.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.01.2017, 16:33 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

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