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04.03.2017

17:30 Uhr

Chinesische Super League

Wenn in China ein Sack Geld umfällt

So viel Geld für Stars aus dem Ausland wie in diesem Winter haben chinesische Vereine noch nie ausgegeben. Daheim ist diese Praxis durchaus umstritten. Hinzu kommt: Viele Spieler wollen einfach nicht nach China.

Asiatische Champions League mit dem Brasilianer Oscar: Seit Anfang des Jahres spielt er für Shanghai SIPG. dpa

Fußball in China

Asiatische Champions League mit dem Brasilianer Oscar: Seit Anfang des Jahres spielt er für Shanghai SIPG.

Peking50 Millionen Euro Ablöse für Anthony Modeste, 25 Millionen für Sandro Wagner, 15 Millionen Jahresnettogehalt für Mario Gomez: Bei ihrer Shopping-Tour in Europa wollte sich Chinas Super League auch in der Fußball-Bundesliga bedienen. Doch in diesem Winter klappte das nicht.

Die Liga ist sportlich für Profis mit Ambitionen noch nicht reizvoll genug, die Vereine in Deutschland blockten die Gebote mitten in der Saison eisern ab. Doch einige (Alt-)Stars konnten die Chinesen ins Reich der Mitte locken. Der Teuerste war der Brasilianer Oscar, der für 60 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Shanghai SIPG wechselte. Insgesamt gab die Super League stolze 388 Millionen Euro aus - keine andere Liga investierte im Winter mehr in Neuzugänge.

Dadurch, dass sich die Transfers auf mehrere Clubs verteilen, hofft die Liga endlich mal wieder auf Spannung. In den vergangenen sechs Jahren hatte jeweils Guangzhou Evergrande den Titel geholt. Auch vor dem Saisonauftakt am Freitag gilt das Team von Weltmeister-Trainer Luiz Felipe Scolari als Favorit und geht mit dem forschen Ziel in die Runde, alle vier möglichen Titel zu gewinnen.

Doch die Konkurrenz glaubt, aufgeholt zu haben. „Guangzhou mag auch in diesem Jahr der Favorit sein. Aber die Lücke wird kleiner“, sagt der bekannte Fußball-Reporter Ma Dexing. Er denkt natürlich vor allem an Shanghai SIPG nach dem Oscar-Coup, doch auch andere Clubs haben mit den TV- und Sponsorengeldern geprasst.

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