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06.10.2015

15:00 Uhr

Chung Mong Joon

FIFA-Kandidat drohen 15 Jahre Sperre

Der Milliardär Chung Mong Joon will Nachfolger von Fifa-Präsident Joseph Blatter werden. Doch nun droht dem Präsidentschaftskandidaten nach eigenen Angaben eine lange Sperre durch die Ethikkommission des Weltverbandes.

Eigentlich will Chung Fifa-Präsident Joseph Blatter ersetzen. Nach eigenen Angaben könnte es dazu nicht mehr kommen. dpa

Chung Mong Joon

Eigentlich will Chung Fifa-Präsident Joseph Blatter ersetzen. Nach eigenen Angaben könnte es dazu nicht mehr kommen.

SeoulFIFA-Präsidentschaftskandidat Chung Mong Joon muss nach eigenen Angaben mit einer 19-jährigen Sperre durch die Ethikkommission des Weltverbandes rechnen und könnte damit aus dem Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaber Joseph Blatter ausscheiden. „Die wirkliche Gefahr ist, dass sie nicht nur aufhören, meine Kandidatur zu sabotieren, sondern auch die Präsidentenwahl und die FIFA selbst zerstören“, sagte der Milliardär auf einer Pressekonferenz in Seoul.

Chung wird demnach vorgeworfen, in Briefen an die FIFA-Exekutivmitglieder eine Finanzierung von Entwicklungsprojekten in Höhe von 777 Millionen Dollar in Aussicht gestellt zu haben. Südkorea befand sich damals im Bewerbungsprozess um die Austragung der WM 2022. Sein Vorgehen sei im Einklang mit den damaligen FIFA-Regeln geschehen, betonte Chung.

Der Fall sei 2010 zu den Akten gelegt und erst nach seiner Kandidatur für das FIFA-Spitzenamt neu aufgerollt worden. Die Ethikkommission könnte ihn dafür mit einer 15-jährigen Sperre belegen. Dazu kämen vier weitere Jahre, weil er die Integrität des Gremiums infrage gestellt hatte, ergänzte der frühere FIFA-Vizepräsident.

Am 26. Februar wird in Zürich ein neuer Präsident für den Fußball-Weltverband FIFA gewählt. Bis zum 26. Oktober 2015 müssen Kandidaten ihre Bewerbung einreichen und die Unterstützung von mindestens fünf nationalen Verbänden vorlegen. Neben Chung haben bislang UEFA-Präsident Michel Platini, der nach einer FIFA-Millionenzahlung unter Druck geraten ist, und Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien ihre Kandidatur angekündigt.

Von

dpa

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