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19.01.2010

12:22 Uhr

Club-Coach Hecking

„Der Club ist jemand in Deutschland“

Nach dem 0:1 gegen Schalke will Nürnbergs Trainer Dieter Hecking im Spiel gegen Frankfurt eine Trendwende beim Tabellenvorletzten einleiten und die Moral der Spieler stärken.

Dieter Hecking will gegen Frankfurt endlich einen Sieg einfahren. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Dieter Hecking will gegen Frankfurt endlich einen Sieg einfahren. Foto: Bongarts/Getty Images

Nach fünf Niederlagen in Folge wird beim 1. FC Nürnberg selbst Schlusslicht Hertha BSC Berlin zum Vorbild. "Der Club ist doch jemand in Deutschland! Warum soll sich der FCN denn kleiner machen als die Hertha, verdammt noch mal!", ereiferte sich der neue Club-Trainer Dieter Hecking. Bei Hertha herrsche nach dem 3:0 in Hannover eine kollektive Aufbruchstimmung, "das müssen wir auch schaffen".

Nach dem 0:1 am Sonntag bei Schalke 04 hatte es für den Tabellenvorletzten der Bundesliga zwar viel Lob, aber erneut keine Punkte gegeben. Für Hecking ein untragbarer Zustand. "Für Komplimente können wir uns nichts kaufen", stellte er leicht genervt klar und fügte kritisch an: "Vom Auftreten her war das sicher ein positiver Anfang, aber vom Ergebnis her eine Katastrophe. Wir können doch nicht zufrieden sein, wenn wir gut spielen und verlieren."

Erstes Endspiel gegen Frankfurt

Schon am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) stehen die Nürnberger zuhause gegen Eintracht Frankfurt in der Pflicht, "dass wir die gute Leistung auch in Punkte ummünzen. Sonst steigen wir ab", betonte Hecking. Er habe nach den Rückschlägen vor der Winterpause das Gefühl, "dass auf Schalke die Hauptsache war, dass wir keine vier Stück bekommen haben. Aber das kann doch nicht der Anspruch sein".

Dies will der ehrgeizige Hecking, der vor Weihnachten den entlassenen Michael Oenning ablöste und auf Schalke seine Premiere feierte, seinen Spielern in dieser Woche noch einmal deutlich machen. Denn dies sei "eine Mentalität, die ich nicht mag".

Torlos seit siebeneinhalb Stunden

Gegen die Eintracht will der seit siebeneinhalb Stunden in der Bundesliga torlose 1. FCN nun die Trendwende einleiten. Allerdings erwartet Hecking "ein viel unbequemeres Spiel als gegen Schalke".

Möglicherweise tut sich in den kommenden Tagen in Sachen Verstärkungen in Nürnberg noch etwas. "Wir arbeiten daran", sagte Sportdirektor Martin Bader. Der Club will trotz der akuten Sturmprobleme nach dem Abgang von Peer Kluge zu Schalke noch einen Defensivspieler verpflichten. Wunschkandidat ist weiterhin Mickael Tavares vom Hamburger SV. Doch noch verweigert der HSV die Freigabe. Zudem wurde bereits über Jonathan Santana aus Wolfsburg spekuliert.

Gegen Schalke war durch die beiden Münchner Leihgaben Breno und Andreas Ottl aber schon wieder mehr Stabiltät in der Abwehr eingekehrt. Im Angriff haperte es dagegen erneut. Dennoch meinte Hecking, dass er in seine Stürmer Angelos Charisteas, Albert Bunjaku, Christian Eigler, Isaac Boakye und Eric-Maxim Choupo-Moting "absolutes Vertrauen" habe.

Makaay kein Thema für Hecking

Deshalb ist für den Club auch weiterhin Roy Makaay kein Thema. Der frühere Bayern-Torjäger, der momentan bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag steht, hatte am Montagabend in der Sendung Blickpunkt Sport des Bayerischen Fernsehens durchaus seine Bereitschaft für einen Wechsel signalisiert. Doch Hecking lehnte ab: "Wir sind mit diesem Thema nicht schwanger gegangen und werden es auch nicht tun."

© SID

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