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07.04.2006

11:19 Uhr

DB-Konzern

Viele Verbindungen zwischen Ball und Bahn

VonEberhard Krummheuer

Zur Fußball-Weltemeisterschaft wirbt die Deutsche Bahn (DB) mit der "Weltmeister-Bahncard", die für 19 Euro 25 Prozent Rabatt auf alle Zweite-Klasse-Tickets gewährt. Vorerst bis Ende Juli, doch mit jeder Runde, die die Kicker weiter kommen, gilt die Karte einen Monat länger - beim Titelgewinn sogar bis Jahresende.

Die Deutsche Bahn ist der "Nationale Förderer" der Fußball-Weltmeisterschaft.

Die Deutsche Bahn ist der "Nationale Förderer" der Fußball-Weltmeisterschaft.

BERLIN. Hoch ist der Erwartungsdruck, der auf Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Ballack & Co. lastet - nun hat die Deutsche Bahn ihn noch erhöht. Druck macht auch die neue "Weltmeister-Bahncard", die für 19 Euro 25 Prozent Rabatt auf alle Zweite-Klasse-Tickets gewährt. Vorerst bis Ende Juli, doch mit jeder Runde, die die Kicker weiter kommen, gilt die Karte einen Monat länger - beim Titelgewinn sogar bis Jahresende.

Mit diesem Marketing-Gag wärmt sich die Bahn (DB), seit letztem Jahr "Nationaler Förderer" der WM, für den Anpfiff am 9. Juni auf. Dann will sie beweisen, dass sie eigentlich der "natürliche Sponsor" für die Weltmeisterschaft ist, wie es Gabriele Handel-Jung, Leiterin Konzernmarketingservices der Deutschen Bahn, formuliert. Denn der Transport- und Logistikkonzern will "über die WM die neue Bandbreite des Konzerns vorstellen", sagt Marketingchef Ralf Klein-Bölting.

So darf sich die DB auch "Offizieller Mobilitäts- und Logistikdienstleister" des Großereignisses nennen. Dafür trommelt sie schon länger. Mit zwei Image-Anzeigen und einem Fernsehspot stellte der Konzern ab November die Verbindung zwischen Unternehmen und WM her. 40 Prozent der Bundesbürger registrierten die von Ogilvy & Mather entwickelte Kampagne, und 25 Prozent haben den Auswertungen zufolge darüber hinaus begriffen, dass die Bahn zu den nationalen Förderern gehört.

Nach Erhebungen des Kölner Marktforschungsinstituts Sport und Markt kletterte der Bekanntheitsgrad der DB als WM-Sponsor sogar auf 57 Prozent. "Damit lag er erstmals deutlich über dem Durchschnittswert aller sechs nationalen Förderer", sagte Stephan Schröder von Sport und Markt. Das sei für die Bahn ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Seit Anfang März wird die Verbindung zwischen Ball und Bahn in den zwölf Stadion-Orten deutlich gemacht. "Bahntage" lockten und locken im Vorfeld der WM an Wochenenden 60 000 bis 80 000 Besucher. Getrieben werden sie von fußballnahen Events und vom Anreiz, dort noch Eintrittskarten zu gewinnen.

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