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01.10.2011

20:27 Uhr

Debakel für Köln

Hertha zum Glück gezwungen

Quelle:SID

Dem kurzen Höhenflug folgte ein Debakel: Der 1. FC Köln ist in beim Auswärtsspiel in Berlin auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Dabei waren die Fans der Rheinländer kreativer als ihr Team.

Heute chancenlos: Lukas Podolski SID

Heute chancenlos: Lukas Podolski

BerlinDem kurzen Höhenflug folgte ein Debakel: Der 1. FC Köln ist in der Fußball-Bundesliga auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Bei Hertha BSC Berlin verloren die davor zweimal siegreichen Kölner um den zuletzt überragenden Nationalspieler Lukas Podolski nach einer desaströsen ersten Halbzeit mit 0:3 (0:3) und fielen damit auf Rang zwölf zurück. Aufsteiger Hertha rückte dagegen auf Platz neun vor und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf Rang vier.

Dabei wurden die Berliner vor 59.491 Zuschauern regelrecht zu ihrem Glück gezwungen. Aufgrund von Sperren und Verletzungen hatte Rotations-Gegner Markus Babbel seine Startelf auf drei Positionen ändern müssen, und die drei neuen Spieler nahmen allesamt entscheidende Rollen ein. Der gebürtige Berliner Änis Ben-Hatira war bei seinem Startelf-Debüt der überragende Spieler auf dem Platz, U21-Nationalspieler Pierre-Michel Lasogga erzielte die ersten beiden Tore (14./26.), Christoph Janker bereitete das 3:0 von Raffael (34.) mustergültig vor. Zwei weitere Tore der Berliner wurden im ersten Durchgang zu Recht aberkannt.

Berlins Trainer Babbel hatte vor dem Spiel einen "Anti-Poldi-Plan" ausgegeben, und der ging voll auf. In der neunten Minute hatte Ben-Hatira bereits die erste Chance zur Führung, er vertändelte jedoch den Ball. Zwei Minuten später bejubelten die Hertha-Fans bereits das 1:0 - allerdings verfrüht: Vor dem Pass von Lewan Kobiaschwili auf Schütze Raffael hatte der Ball bereits die Torauslinie überquert. Eine ähnliche Situation führte drei weitere Minuten später dann aber doch zur Führung: Ben-Hatira bediente von der Grundlinie maßgenau Lasogga, der den Ball am langen Eck aus zwei Metern über die Linie drückte. In seinem Übermut wollte Lasogga über das Stadion-Mikrofon sein Tor selbst verkünden, der Stadionsprecher am Spielfeldrand rückte es aber nicht heraus.

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