Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.05.2015

06:42 Uhr

Debakel in der Champions League

Messi erledigt die Bayern

Ausgerechnet Lionel Messi: Der argentinische Superstar machte im ersten Halbfinale der Champions League den Unterschied zwischen Bayern und Barcelona aus. Nun gehen die Chancen der Münchner aufs Finale gegen Null.

Bayern-Schlappe

„Messi ist ein Spieler aus einer anderen Dimension“

Bayern-Schlappe: „Messi ist ein Spieler aus einer anderen Dimension“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BarcelonaEin genialer Lionel Messi hat Pep Guardiola und den FC Bayern mitten ins Herz getroffen. Nach dem 0:3 (0:0) der Münchner bei der emotionalen Rückkehr des spanischen Startrainers zum FC Barcelona ist das Finale in Berlin für den deutschen Rekordmeister in weite Ferne gerückt.

Im hochintensiven Duell zweier europäischer Fußball-Giganten wurde Guardiola am Mittwochabend durch zwei Weltklasse-Aktionen (77./80.) seines langjährigen Lieblings geschockt. Dazu traf Neymar kurz vor dem Schlusspfiff.

Selbst Manuel Neuer, der die Münchner bis dato mit weltmeisterlichen Paraden auf Kurs gehalten hatte, vermochte bei den unwiderstehlichen Aktionen des Argentiniers die Angriffsmaschine Barcelonas nicht stoppen. Für sein sechstes Champions-League-Finale braucht der FC Bayern am Dienstag im Rückspiel in München ein kleines Fußball-Wunder.

Erst einmal in der Geschichte der Königsklasse gelang es einer Mannschaft, nach einem Drei-Tore-Rückstand noch die nächste Runde zu erreichen. Das war in der Saison 2003/04. Da verlor Deportivo La Coruna zunächst das Viertelfinal-Hinspiel beim damaligen Titelverteidiger AC Mailand 1:4. Sie zogen dann aber durch ein 4:0 auf heimischem Platz doch noch in die Runde der letzten Vier ein.

Borussia Dortmund hatte in der vergangenen Saison eine ähnliche "Mission Impossible" gegen Barcas großes Rivalen Real Madrid beinahe noch erfüllt. Nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel im Estadio Santiago Bernabeu reichte es im Rückspiel für die Elf von Trainer Jürgen Klopp nach zwei Toren von Marco Reus aber nur noch zu einem 2:0.

Superstar Messi war nicht zu stoppen. Mit einem tollen Solo und einem platzierten Schuss schoss er das 1:0 für Barcelona gegen die Bayern. Reuters

Keine Chance gegen Messi

Superstar Messi war nicht zu stoppen. Mit einem tollen Solo und einem platzierten Schuss schoss er das 1:0 für Barcelona gegen die Bayern.

„Der FC Barcelona war alles in meinem Leben, aber ich bin hier, um zu gewinnen“, hatte Guardiola vor dem Spiel in seiner alten Heimat gesagt. Und so wählte Guardiola, der als letzter der Hauptakteure ins voll besetzte Camp Nou kam, in einem von der ersten Minute an temporeichen Spiel auch keineswegs eine ängstliche Taktik.

Die Bayern, bei denen Robert Lewandowski mit einer Spezialmaske auflief, agierten vor 95.000 Zuschauern zunächst mit einer Dreiekette. Sie rückten unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw weit auf und versuchten, den spanischen Tabellenführer früh zu stören.

Ronaldo oder Messi? Beste Torjäger der Champions League

Platz 10

Didier Drogba: 44 Tore in 92 Spielen

Platz 9

Zlatan Ibrahimovic 45 Tore in 115 Spielen

Platz 8

Filippo Inzaghi: 46 Tore in 81 Spielen

Platz 7

Karim Benzema: 46 Tore in 77 Spielen

Stand: Dezember 2015

Platz 6

Andrej Schewtschenko: 48 Tore in 100 Spielen

Platz 5

Thierry Henry: 50 Tore in 112 Spielen

Platz 4

Ruud van Nistelrooy: 56 Tore in 73 Spielen

Platz 3

Raúl: 71 Tore in 142 Spielen

Platz 2

Lionel Messi: 79 Tore 

in 11 Spielzeiten und 101 Einsätzen

Platz 1

Cristiano Ronaldo: 88 Tore

in 13 Spielzeiten und 121 Einsätzen

Ein riskanter Plan, der dem südamerikanischen 108-Tore-Traumsturm Messi, Neymar und Luis Suárez dann auch zu viele Räume eröffnete. So war es Weltmeister-Torhüter Neuer zu verdanken, dass die Bayern nicht schon nach zwölf Minuten in Rückstand gerieten, als Suárez alleine auf Neuer zulief.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×