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14.11.2011

14:50 Uhr

Deloitte-Finanzreport

Profisport trotzt der Wirtschaftskrise

Die deutschen Profiligen zeigen sich auch in der Wirtschaftskrise äußerst stabil. Doch der Sport-Business-Markt zeigt sich als Zweiklassengesellschaft: König Fußball herrscht unangefochten.

Umsatzkrösus 2. Fußball-Bundesliga: Norbert Meier, Trainer des aktuellen Tabellenführers Fortuna Düsseldorf, jubelt nach dem 2:1-Sieg über Dynamo Dresden. dapd

Umsatzkrösus 2. Fußball-Bundesliga: Norbert Meier, Trainer des aktuellen Tabellenführers Fortuna Düsseldorf, jubelt nach dem 2:1-Sieg über Dynamo Dresden.

Düsseldorf Die deutschen Profiligen im Sport haben ungeachtet der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Umsätze in der Spielzeit 2010/11 stabilisiert oder sogar gesteigert. Das geht aus der aktuellen und vom Magazin „Sponsor's“ in Auftrag gegebenen Deloitte-Studie „Finanzreport deutscher Profisportligen“ hervor, die am Montag in Köln präsentiert wurde. Die Studie untersucht regelmäßig die 2. Fußball-Bundesliga, die 3. Liga, die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die Handball-Bundesliga (HBL) und die Basketball Bundesliga (BBL) aus finanzwirtschaftlicher Sicht.

Die fünf umsatzstärksten Profisportligen unterhalb der Fußball-Bundesliga generierten in der Saison 2010/11 kumulierte Gesamterlöse in Höhe von 626 Mio. Euro (exklusive der Transfererlöse) und übertrafen damit das Vorjahresergebnis. Die 2. Liga stabilisierte ihre Gesamterlöse auf dem Niveau der vorherigen beiden Spielzeiten (rund 290 Mio. Euro), die 3. Liga steigerte ihren Gesamtumsatz auf einen Rekordwert von circa 112,3 Mio. Euro und verwies HBL (84,4 Mio. Euro), DEL (79,2 Mio. Euro) und BBL (60, 9 Mio. Euro) auf die Plätze.

Das höchste durchschnittliche Umsatzwachstum pro Klub erzielte die HBL: 6,2 Prozent mehr Erlös machten die Handball-Vereine durchschnittlich in der vergangenen Spielzeit. Die 4,7 Millionen Euro Umsatz pro Club machen allerdings weniger als ein Drittel der 16,1 Millionen Euro aus, die ein Verein in der 2. Bundesliga im Jahr erwirtschaftet. Zu den Umsätzen rechnet Deloitte für die Ligen unter anderem Sponsoring, Merchandising aber auch die Vermarktung der TV-Rechte.

Die TV-Vermarktung ist stark durch den Profifußball dominiert. Alleine die 3. Liga erwirtschafte mit 17,1 Millionen Euro mehr als das Sechsfache der TV-Erlöse der HBL (2,6 Millionen Euro). „Die großen Wettbewerbsvorteile des deutschen Profifußballs bei der TV-Vermarktung erschweren es den übrigen Profisportligen, in die Umsatzregionen des Fußballs vorzudringen“, sagte der Direktor der Sport Business Gruppe von Deloitte, Stefan Ludwig.

Hinter Fußball, Handball, Eishockey und Basketball klafft zudem eine weitere große Lücke zu den weiteren Ligen wie etwa der Volleyball-Bundesliga. Auch die konnte allerdings ihren Gesamtumsatz in der Saison 2010/11 zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 9,6 Mio. Euro steigern und zudem in den vergangenen drei Spielzeiten einen operativen Gewinn ausweisen.

Von

sid

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