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28.09.2014

19:38 Uhr

Der 6. Spieltag im Überblick

Schalke triumphiert im Derby, HSV weiter Letzter

Jens Keller obenauf: Im Revierderby setzte sich Königsblau gegen Dortmund durch. Der BVB verschlief die Anfangsphase komplett. Bayern gewann problemlos, der HSV tritt trotz Engagement weiter auf der Stelle.

Jubel in Gelsenkirchen

Schalke genießt Derby-Sieg - BVB kriselt

Jubel in Gelsenkirchen: Schalke genießt Derby-Sieg - BVB kriselt

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Berlin„Zuckersüß!“ So schmeckte Schalkes Trainer Jens Keller der 2:1-Sieg im Bundesliga-Revierderby gegen Borussia Dortmund. „Für die Fans, den Verein, war dieser Erfolg enorm wichtig.“ Nicht nach seinem Geschmack war die Niederlage für Kellers Kollegen Jürgen Klopp, der nach nur zwei Siegen aus sechs Spielen nur Bitterkeit verspürte. „Das wird ein Scheiß-Abend - ohne Wenn und Aber“, sagte er unverblümt. Schließlich verteidigte Bayern München am 6. Spieltag nicht nur die Tabellenspitze, sondern baute mit dem 2:0 beim 1. FC Köln den Vorsprung auf den BVB auf sieben Punkte aus.

„Die Spieler sollen die Niederlage ruhig spüren. Dann kannst du daraus Kraft schöpfen“, meinte Klopp frustriert. Nach nur einem Punkt aus drei Spielen kriselt es in Dortmund. „Die Mannschaft hat Qualität, Mentalität und einen guten Charakter. Wir kommen wieder zurück“, versicherte Klopp, fügte aber kleinlaut hinzu: „Das kann noch einen Moment dauern.“

Dagegen ist Schalke 04 nach einem Saisonfehlstart mit dem Pokal-K.o. wieder obenauf und Chefcoach Keller fester im Sattel. „Vor zwei Wochen war ich noch entlassen. Heute soll ich unkündbar sein. Das geht mir beides in zu extreme Richtungen“, sagte Keller im ZDF. Schalke-Manager Horst Heldt mahnte trotz des Derby-Triumphes, sich wieder auf die Arbeit zu konzentrieren: „Man muss das Glücksgefühl im richtigen Moment zur Seite legen. Wir müssen Konstanz reinbekommen.“

Zahlen und Fakten zum 6. Spieltag

FSV Mainz - TSG Hoffenheim 0:0

In einer schwachen Begegnung trennen sich der FSV Mainz 05 und 1899 Hoffenheim leistungsgerecht mit 0:0. Über weite Strecken der Partie schafft es keine Mannschaft für echte Torgefahr zu sorgen. Die beste Chance vergibt Firmino, der per Kopf nur den rechten Außenpfosten trifft (61.).

Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:1

Schalke war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und ging durch Joel Matip (10.) und Eric Maxim Choupo-Moting (23.) verdient in Führung. Doch in der zweiten Hälfte gab die Elf von Jens Keller das Spiel zu leicht aus der Hand. Beflügelt durch den Anschlusstreffer von Pierre-Emerick Aubameyang (26.) spielte der BVB besonders in Hälfte zwei starken Fußball, ohne jedoch das nötige Quäntchen Glück zu haben.

SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:0

Mit begrenzten Mitteln, aber dank einer kämpferischen Leistung und eines überragenden Roman Bürki holte Freiburg einen Punkt gegen Leverkusen. Dabei spielte den Breisgauern sicherlich auch der frühe Platzverweis von Emir Spahic (28.) in die Karten. Wirklich zwingend kamen die Gastgeber aber selten vors Tor. Leverkusen war trotz 50-minütiger Unterzahl die bessere Mannschaft und hatte bei den Lattentreffern von Bellarabi (64.) und Son (88.) Pech. In der 78. Minute musste auch noch Freiburgs Pavel Krmas wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.

VfB Stuttgart - Hannover 96 1:0

Der VfB zeigte eine konzentrierte Leistung und war über die gesamte Spielzeit das bessere Team. Nachdem Stuttgart in der ersten Halbzeit vor dem Tor noch zu einfallslos war, erhöhten die Schwaben nach dem Seitenwechsel das Tempo. Daniel Schwaab sorgte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für die Erlösung (69.). Erst in den letzten zehn Minuten wachte Hannover auf, Schwaab und der sichere Kirschbaum retteten jedoch für den VfB.

1. FC Köln - Bayern München 0:2

Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht und spielte die Kölner phasenweise an die Wand. Der FC blieb in der Offensive ideenlos und kam nur vereinzelt durch Konter gefährlich vors Tor. Götze (19.) und Halfar mit einem Eigentor (66.) sorgten für die Treffer des Spiels. Mit etwas mehr Konsequenz hätten die Bayern auch höher gewinnen können. Mit der gezeigten Leistung müssen sich die Rheinländer als Aufsteiger aber keineswegs verstecken.

SC Paderborn - Borussia Mönchengladbach 1:2

Die Borussia hatte die Partie nach der frühen 2:0-Führung lange im Griff – Herrmann (8.) und Raffael (14.) brachten die Gäste in Front. Durch den Anschlusstreffer von Wemmer (70.) keimte noch einmal Hoffnung auf, aber am Ende fehlten den Hausherren etwas die Kräfte. Für Paderborn war es die zweite Niederlage in Folge, Mönchengladbach ist dank des Dreiers erster Verfolger des FC Bayern.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:1

Wolfsburg atmet auf - Bremen tief in der Krise
Die stark fehlerbehaftete Partie konnte die Hausherren letztlich knapp mit 2:1 für sich entscheiden. Nach der frühen Führung durch Rodriguez (15.) verpassten es die Wolfsburger in Durchgang eins die Führung zu erhöhen. Durch einen schönen Gewaltschuss von Busch kommt der Gast in der 37. Minute zum überraschenden Ausgleich. Auch nach der Pause sind die Bremer zunächst besser, kassieren aber in der 57. Minute nach einer tollen Hereingabe von Vieirinha durch Olic den Treffer zum 2:1. Die Wölfe gehen als verdienter Sieger vom Platz. Die Hausherren bestimmten das Spielgeschehen und nehmen zu Recht drei Punkte mit. Bremen bleibt in der Offensive weitgehend blass und wies darüber hinaus große Mängel im Umschaltspiel auf. Auch die Leistung des Schiedsrichters muss an dieser Stelle erwähnt werden, der ohne Karten auskommt und das Spiel über 90 Minuten im Griff hat.

FC Augsburg - Hertha BSC: 1:0 (1:0)

Der FC Augsburg holt wichtige Punkte im Abstiegskampf. Mit 1:0 behält der FCA gegen Hertha BSC die Oberhand. In einer überschaubaren Partie fällt die Entscheidung in der ersten Halbzeit. Nach einem Foul von Kraft an Bobadilla gibt es Strafstoß. Verhaegh verwandelt sicher zum 1:0-Siegtreffer für den FCA (27.).

Hamburger SV - Eintracht Frankfurt: 1:2 (0:1)

Der Hamburger SV wartet weiter auf den ersten Sieg. Mit 1:2 unterliegt der HSV der Frankfurter Eintracht. Seferovic trifft kurz vor der Pause zum 1:0 für die SGE (44.). Müller beendet die Hamburger Torflaute mit dem 1:1-Ausgleich (58.). Ein Traumtor per Freistoß aus 30 Metern durch Piazon zum 2:1 setzt den Schlusspunkt (90.).

Dies gelingt dem FC Bayern immer besser - auch dank des früheren BVB-Stars Mario Götze. Der 22-Jährige leitete den Sieg mit dem 1:0 in Köln ein, erzielte damit seinen vierten Liga-Treffer und wird immer mehr auch in München zum Super-Mario. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Spieltag“, meinte Bayern-Offensivkraft Thomas Müller mit Blick auf die Niederlage des BVB und der Nullnummer von Bayer Leverkusen beim SC Freiburg. „Wir stellen uns das so vor, dass wir immer an der Tabellenspitze stehen.“ Nun soll es am Dienstag in der Champions League bei ZSKA Moskau so erfolgreich weitergehen.

Kölns Trainer Peter Stöger ist nach der ersten Bundesliga-Erfahrung mit den Bayern ohnehin klar, dass die Münchner den 25. Titel holen: „Wenn sie nicht im Februar Meister werden, dann werden sie es halt im März.“ Hartnäckigster Verfolger ist wie einst in den 70er Jahren Borussia Mönchengladbach (zwei Punkte zurück) nach dem 2:1 beim SC Paderborn. Erfolgsgeheimnis der Mannschaft von Trainer Lucien Favre ist dessen erfolgreiche und kräfteschonende Rotation. „Andere Mannschaften haben bereits viele verletzte Spieler. Das wollen wir nicht“, erklärte der Schweizer, der nur fünf Profis in dieser Saison in jeder Partie für die Startelf nominierte.

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