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24.03.2006

18:01 Uhr

Deutschland festigt sich in den Top 3

WM-Börsianer lassen USA-Aktien büßen

VonClaudia Schumacher

Das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft hat in dieser Woche für reichlich Bewegung an der WM-Börse gesorgt. Während Deutschland seinen Platz unter den Top 3 festigen konnte, sind die Kurse der USA nach dem Abpfiff deutlich eingebrochen. Die Aktie von Deutschlands Gruppengegner Ecuador setzte derweil zum Höhenflug, während das Papier der Elfenbeinküste Einstiegschancen bietet.

DÜSSELDORF. Die USA mussten für ihre 1:4-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft richtig büßen: Mit einem Kursverlust von 4,34 Prozent sind sie die großen Verlierer dieser Woche. Von Mittwoch bis Freitag Mittag sind die Verluste sogar noch höher: Nach 8,86 WMark liegen die Papiere jetzt nur noch bei 8,38 WMark - ein Minus von 5,62 Prozent. Da nützen die Erklärungen, dass die Amerikaner ersatzgeschwächt nur mit einer B-Elf aufgelaufen sind, gar nichts. Für die jetzt Berufenen sei das Spiel gegen Deutschland eine "außergewöhnliche Chance zu beweisen, dass sie für die WM nominiert werden müssen", hatte Trainer Bruce Arena im Vorfeld erklärt. Er als Coach "könne sich nicht mehr wünschen". Leider ist seine Taktik nicht ganz aufgegangen.

Die WM-Börse ist ein virtueller Prognose-Aktienmarkt zur Fußball-WM 2006. Die Idee: Die Erwartungen über das Abschneiden der jeweiligen WM-Teilnehmer werden in Form von Aktien verbrieft und können wie an einer richtigen Börse in Echtzeit gehandelt werden. Charts und Kurstabellen informieren minutenaktuell über den jeweils aktuellen Wert der Titel. Anhand der am Markt aus Angebot und Nachfrage ermittelten Aktienkurse ergibt sich zugleich eine Vorhersage des Turnierausgangs.

Im Gegensatz zu seinem amerikanischen Kollegen konnte sich Jürgen Klinsmann über die Wiedergutmachung seiner Jungs nach dem 1:4-Debakel gegen Italien im letzten Testspiel freuen. Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft sei enorm wichtig gewesen, "denn jetzt können wir mit der Mannschaft, die sich nach wie vor im Umbruch befindet, hoffentlich in Ruhe weiterarbeiten." Auf die Aktie von Deutschland an der WM-Börse wirkte sich der Erfolg jedoch nicht gravierend aus. Lediglich von Mittwoch bis Donnerstag Mittag - also unmittelbar vor und nach dem Spiel - pendelte das Papier konstant über der Marke von 29,50 WMark. Letztlich hat die Aktie im Vergleich zur Vorwoche jedoch nur um 0,03 Prozent auf 29,15 WMark zugelegt. Dass größere Schwankungen ausblieben, könnte daran liegen, dass die Deutschland-Aktie aufgrund des Heimvorteils ohnehin schon über einen Sympathiebonus in ihrer aktuellen Bewertung verfügt. Damit festigte Deutschland seinen 2. Platz an der WM-Börse.

Wer auf dem "Zockermarkt" zum Testländerspiel gegen die USA - in diesem Marktsegment wurden die drei Aktien "Deutschland gewinnt", die "USA gewinnen" und "Unentschieden" bis eine Stunde vor dem Anpfiff gehandelt - auf einen Sieg der Deutschen gesetzt hatte, kann sich über Zuwachs in seinem Depot freuen. Denn für die Aktien, die das Ergebnis richtig beschrieben haben, wurden im Anschluss an das Spiel jeweils 10 WMark ausgeschüttet - im Vergleich zu den rund 7 WMark, bei denen das siegerpapier zum handelsschluss notierte, immerhin ein schönes Kursplus von mehr als 42 Prozent. Die anderen Aktien gingen leer aus, das Kapital ist unwiederbringlich verloren. Da werden sich die ärgern, die im letzten Moment noch auf einen Sieg der Amerikaner gesetzt hatten: Die Aktie hatte in den letzten 24 Stunden vor dem Spiel noch um 22,69 Prozent zugelegt. Dennoch war der Kurs auf einen Sieg für Deutschland mit 7,01 WMark wesentlich höher als der für einen Sieg der USA mit 1,46 WMark und der für ein Unentschieden mit 1,60 WMark. Insgesamt waren bei Handelsende mehr als 5 Millionen Papiere auf dem Markt.

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