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16.11.2015

13:50 Uhr

Deutschland gegen Niederlande

Polizei erhöht Sicherheit für Fußballer

Quelle:dpa

Das Länderspiel in Hannover rückt Sicherheitsfragen in den Vordergrund. Die Behörden treffen Vorkehrungen, um das Terrorrisiko zu senken. Auch das Sicherheitskonzept für die EM 2016 wird vom DFB überprüft.

Polizeibeamte stehen vor dem Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen (Niedersachsen). Das DFB-Team bereitet sich hier auf das Länderspiel gegen die Niederlande vor, das am Dienstag in Hannover stattfindet. dpa

Vor dem Länderspiel in Hannover

Polizeibeamte stehen vor dem Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen (Niedersachsen). Das DFB-Team bereitet sich hier auf das Länderspiel gegen die Niederlande vor, das am Dienstag in Hannover stattfindet.

HannoverVor dem Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Barsinghausen bei Hannover herrschten am Montagvormittag leicht verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Die Zufahrt zur Sportschule war rund 150 Meter vor dem Gebäude mit rot-weißen Plastikbarrieren abgesperrt. Polizisten kontrollierten Autofahrer, die auf den Parkplatz fahren wollten.

Der schwarze Mannschaftsbus mit der Weltmeister-Aufschrift parkte vor dem Quartier. Teammanager Oliver Bierhoff war bereits am Morgen eingetroffen. Die Spieler wurden bis zum frühen Nachmittag zur Vorbereitung auf das Länderspiel gegen die Niederlande am Dienstag in Hannover von Joachim Löw erwartet.

Die Polizei in Hannover analysiert vor dem Fußball-Länderspiel derzeit die Sicherheitslage in der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Vor dem Hintergrund der Pariser Geschehnisse wird die Lage bewertet, und wir bereiten uns auf das Spiel morgen Abend vor“, sagte am Montagvormittag der Sprecher der Polizeidirektion Hannover, Thorsten Schiewe.

Reaktionen der Nationalspieler

Mats Hummels

„Zurück in Deutschland. Unglaublich, was gestern passiert ist. Diese Welt ist jetzt wirklich beschissen. Meine Gedanken sind bei denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben.“

Ilkay Gündogan

„Wir sind sicher angekommen. Nach einer schockierenden Nacht sind unsere Gedanken bei all den Leuten, die von den Attacken betroffen sind.“

André Schürrle

„Was für eine schreckliche Nacht. Meine Gedanken sind bei den Familien, die ihre Liebsten verloren haben.“

Mario Götze

„Unglaublich - was für eine Tragödie. Meine Gebete gelten den Opfern und ihren Familien.“

Toni Kroos

„Was ist das für eine kranke Welt?“

Antonio Rüdiger

„Wir sind gesund zurück, aber was bleibt, ist ein Schock und die Trauer über all die Opfer und ihre Familien.“

Bernd Leno

„Wir sind daheim gesund angekommen und können nun zu unseren Familien. Meine Gedanken sind aber bei den Opfern und deren Familien.“

Paul Pogba

„Das ist kein Angriff auf Paris, das ist eine weitere Attacke auf die Menschheit. Menschen aus einigen Religionen und Ländern hassen die Freiheit und die Werte des Westens. Sie wollen herkommen, um andere Menschen zu töten. Diese Terroristen werden wir besiegen. Die Kraft der Franzosen und der ganzen Welt muss steigen. Steht auf und sagt nein zu diesen Terroristen und Religionen. Baut keinen Hass auf, seid gute Menschen und verändert die Welt positiv.“

Antoine Griezmann

„In Gedenken an die Opfer der Attacken. Ich danke Gott, dass es meine Schwester rechtzeitig aus dem Bataclan geschafft hat. Meine Gebete gelten den Opfern und ihren Familien.“

Laurent Koscielny

„Keine Worte. So traurig. Beten.“

Wie viele Beamte im Einsatz sein werden und welche Sicherheitsvorkehrungen konkret geplant sind, dazu gab es bisher keine Angaben von der Polizei. Mit einem Besuch beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Zeichen gegen den islamistischen Terror setzen.

Zusammen mit der Kanzlerin werden mehrere Minister bei dem Freundschaftsspiel am Dienstagabend auf der Ehrentribüne sitzen. Dabei sind nach Angaben von Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz auch Vizekanzler Sigmar Gabriel und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) sowie Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

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Die Nacht mit 70 Menschen im Kabinentrakt verbracht, lange Ungewissheit, mittendrin im Terror: Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft endet eine albtraumhafte Nacht in Frankfurt, in Sicherheit.

„Natürlich müssen wir uns auch beim DFB Gedanken über erweiterte Sicherheitsmaßnahmen bei der EM machen”, sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch der „Bild”-Zeitung. Die deutschen Weltmeister hatten wegen der Terroranschläge am 13. November die Nacht nach dem Länderspiel in Frankreich in den Katakomben des Stade de France verbringen müssen. „Für die Franzosen wird die Sicherheit bei der EM eine sehr große Herausforderung”, befand Koch.

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