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12.09.2012

11:58 Uhr

Deutschland – Österreich

Ein Sieg auf Bewährung

Was ist nur mit dem DFB-Team los? Seit dem EM-Aus lässt die Mannschaft trotz des Siegs gegen Österreich Sicherheit und Spielwitz vermissen. Selbst Joachim Löw scheint nun allmählich der Geduldsfaden zu reißen.

Nicht amüsiert: Joachim Löw. dpa

Nicht amüsiert: Joachim Löw.

WienNach der heißen Nacht im Prater verkündete Joachim Löw mit klaren Worten seinen Plan. Trotz der makellosen Bilanz von sechs Qualifikations-Punkten stehen alle Kandidaten für die WM 2014 in Brasilien in den kommenden Wochen unter besonderer Beobachtung. Nur wer sich bis zu den nächsten Partien gegen die schärfsten WM-Rivalen Irland und Schweden in Bundesliga wie Champions League auf allerhöchstem Niveau beweist, kann weiter mit dem Wohlwollen des Bundestrainers rechnen - so lautete die Botschaft nach dem mühevollen wie glücklichen 2:1 in Österreich.

„Das hängt von der Leistung ab, die die Spieler in den nächsten Wochen zeigen. Natürlich wird man weitere Spieler beobachten. Wir haben uns jetzt nicht auf diesen Kader festgelegt. Wir haben mehrere Spieler im Fokus“, sagte Löw nach dem Sieg der deutschen Fußball- Nationalmannschaft im ewig brisanten Prestigeduell gegen den leidenschaftlich kämpfenden kleinen Nachbarn.

Gleichzeitig legte Löw die Messlatte hoch - konkrete Personal- Alternativen gerade für die Schwachstellen in Abwehr und Angriff nannte er aber nicht. „Durchschnittlich zu spielen in der Bundesliga reicht nicht. Es müssen schon Klassespieler sein, weil wir eben auch den Anspruch haben, richtig top zu sein, auch international gesehen. Da reichen durchschnittliche Leistungen in solchen Spielen nicht unbedingt aus“, befand Löw, der seit dem schmerzhaften EM-Aus noch keine Länderspiel-Novizen in seine Auswahl integriert hat.

Der achte Sieg in Serie gegen die mit Herz, aber ohne Fortune agierenden Österreicher und der zwölfte Qualifikationssieg nacheinander lassen Löw im Zwiespalt der Gefühle zurück. Erleichtert ob des Sieges und angespannt angesichts der harten Arbeit erklärte er ungewöhnlich lapidar: „Letztendlich zählen für mich die drei Punkte.“ Die Gruppe C führt die DFB-Auswahl vor den Duellen in Irland und gegen Schweden mit weißer Weste an. „Es ist mir lieber, wir gewinnen so 2:1, als wir machen zehn Übersteiger und verlieren 1:2“, beschrieb Thomas Müller die Gefühlslage.

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