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30.08.2013

14:52 Uhr

DFB-Entscheidung

München soll deutscher EM-Spielort werden

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Für die Fußball-EM 2020 schickt der DFB die Allianz-Arena in München als deutschen Austragungsort ins Rennen. Die Chancen für die Bayern bei der endgültigen Verteilung stehen gut.

Die Allianz-Arena in München soll der deutsche Austragungsort bei der EM 2020 werden. Damit hat sich das Stadion der Bayern gegen die Konkurrenz aus Berlin durchgesetzt. dpa

Die Allianz-Arena in München soll der deutsche Austragungsort bei der EM 2020 werden. Damit hat sich das Stadion der Bayern gegen die Konkurrenz aus Berlin durchgesetzt.

Frankfurt/MainDer DFB hat sich für München und gegen Berlin entschieden: Die Heimat des FC Bayern soll der deutsche Spielort bei der Fußball-EM 2020 werden. „Es war für uns keine einfache Entscheidung, weil wir mit München und Berlin zwei starke Bewerber hatten, die schon mehrfach nachgewiesen haben, dass sie solche Großereignisse bewältigen können. Wir sind sicher, dass wir mit München als Spielort bei der UEFA sehr gute Chancen haben, ein Paket der EURO 2020 zu erhalten“, sagte DFB-Chef Wolfgang Niersbach nach der entscheidenden Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt am Main.

Der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude dankte dem DFB in einer ersten Reaktion für das Vertrauen. Er könne versprechen, dass die bayerische Landeshauptstadt „wieder ein sympathischer, weltoffener Gastgeber“ sein werde, erklärte der SPD-Politiker. Dies habe die „Fußball-Hochburg München“ bereits bei der WM 2006 und beim Finale der Champions League 2012 unter Beweis gestellt.

München galt von Anfang an als Favorit in diesem Duell. Ein entscheidendes Argument: Die deutschen Proficlubs standen eindeutig hinter der bayerischen Landeshauptstadt – und im 15-köpfigen DFB-Präsidium sitzen allein vier Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL). Anders als das Berliner Olympiastadion befindet sich die Arena in München im Vereinsbesitz. Die zu erwartenden Einnahmen würden daher „im Ligakreislauf bleiben“, wie der „Tagesspiegel“ schrieb.

Die Europameisterschaft wird 2020 zum ersten Mal nicht nur in einem Land stattfinden, sondern in 13 Städten auf dem gesamten Kontinent verteilt. Der weitere Fahrplan ist nun: Bis zum 12. September muss München seine Bewerbung bei der UEFA abgeben. Im September 2014 wird der europäische Verband dann endgültig die 13 Austragungsstädte auswählen. Der DFB darf sich wie alle anderen Verbände nur für zwei Pakete bewerben: Entweder sollen in München die Halbfinals und das Endspiel stattfinden - oder die drei Vorrunden- Spiele der deutschen Mannschaft plus ein Achtel- oder Viertelfinale.

Die Münchner Chancen auf einen Zuschlag sind sehr gut, denn die UEFA wird bei ihrer ersten pan-europäischen EM kaum den größten Markt des Kontinents und eine der führenden Fußball-Nationen übergehen. „Bisher haben sich erst sechs Länder überhaupt beworben. Aber bis zum 12. September ist ja noch Zeit“, sagte Niersbach.

Allerdings ist es möglich, dass dem deutschen Spielort nur das Paket mit den drei Vorrunden-Spielen bleibt. Denn für den Fall, dass Istanbul am 7. September bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 scheitern sollte, würde der DFB aus sportpolitischen Gründen seine eigene Final-Bewerbung zurückziehen und die türkische Bewerbung für die Halbfinals und das Endspiel unterstützen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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30.08.2013, 17:49 Uhr

Berlin ist ja hoch verschuldet und kann sich eine Steuer-
befreiung für die UEFA-Sponsoren nicht mehr leisten. Daher
hat der DFB wohl mit dem Freistaat Bayern eine Umsatz- und
Körperschaftsteuerbefreiung vereinbart, um München als Spielort anzubieten. Das gleiche Procedere wie bei der FIFA, als sogenannte Bannmeile.
Ist das Steuergerechtigkeit?

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