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18.08.2014

21:38 Uhr

DFB-Pokal

HSV stolpert sich gegen Cottbus weiter

Der Dino macht ein bisschen dort weiter, wo er vergangene Saison aufgehört hat: Gegen ein starkes Team von Energie Cottbus musste der Hamburger SV bis ins Elfmeterschießen. Im Mittelpunkt: Die Abwehr – und der Kapitän.

Torhüter René Adler und sein HSV: Erst gepatzt, dann gerettet. Reuters

Torhüter René Adler und sein HSV: Erst gepatzt, dann gerettet.

Zum Auftakt der neuen Spielzeit ist der Hamburger SV der nächsten Blamage nur knapp entgangen. Erst im Elfmeterschießen sicherte der Fußball-Bundesligisten am Montag in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 4:1 den Sieg beim Drittligisten Energie Cottbus, nachdem es nach 120 Minuten 2:2 (1:1, 0:1) gestanden hatte. René Adler hielt im Nervenduell gleich zweimal gegen Fabian Pawela und Sven Michel. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, so haben wir uns das nicht gewünscht, aber wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte der Keeper. „Cottbus hat es gut gemacht, das muss man anerkennen, aber so ist das öfter in einem Pokalspiel.“

Manuel Zeitz hatte die Lausitzer per Foulelfmeter in Führung gebracht (10. Minute). HSV-Verteidiger Heiko Westermann markierte für die erst ab der zweiten Halbzeit besser spielenden Gäste den Ausgleich (70.). Die HSV-Führung durch einen direkt verwandelten Freistoß von Kapitän Rafael van der Vaart in der Verlängerung (96.) konterte Sven Michel (105.) noch einmal.

Der in die 3. Liga abgerutschte ehemalige Erstligist FC Energie präsentierte vor 16 384 Fans im Stadion der Freundschaft die bekannten Tugenden. „Ich bin stolz auf die Leistung, aber traurig, dass wir uns nicht belohnt haben“, sagte Trainer Stefan Krämer. Der seit Saisonbeginn in Cottbus arbeitende Chefcoach hatte einen mutigen Auftritt gefordert und sah sich gleich bestätigt. Mit viel Aufwand und Einsatz stemmte sich sein Team mit nur noch drei Spielern aus der Zweitliga-Abstiegsmannschaft der Vorsaison gegen einen auch zum Beginn der neuen Saison zunächst indisponierten HSV.

Als Hamburgs Torwart Adler bei einem Abwehrversuch den verbissen kämpfenden Fanol Perdedaj umrammte, zeigte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf den Elfmeterpunkt. Zeitz ließ sich die Chance nicht entgehen. Am harmlosen Auftritt der Gäste, bei denen mit dem Schweizer WM-Teilnehmer Valon Behrami nur ein Neuzugang in der Startelf stand, änderte der Rückstand zunächst nichts.

Nur gegen Marcell Jansen und Ivo Ilicevic musste Energie-Torwart Kevin Müller ernsthaft eingreifen (15.). Ein Ball von van der Vaart rollte am Tor der Gastgeber vorbei (37.). Der Außenseiter hätte sogar seine Führung ausbauen können, wenn er einen der verheißungsvollen Konter besser ausgespielt hätte. So aber erhöhte der HSV mit dem eingewechselten Pierre-Michel Lasogga den Druck. Westermann köpfte eine Freistoß-Flanke von van der Vaart ein. Nach einer spannenden Verlängerung mit Chancen auf beiden Seiten rettete Adler schließlich seinem Team das Weiterkommen.

Von

dpa

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