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03.03.2014

15:00 Uhr

DFB-Teammanager

Bierhoff sieht beim Sponsoring Luft nach oben

VonStefan Kaufmann, Marc Renner

ExklusivIm Auslandsgeschäft und beim Sponsoring sieht Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft, Wachstumspotenziale. Außerdem soll ein neues Leistungszentrum dem Deutschen Fußballbund Millionen bringen.

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff will beim Thema Auslandsvermarktung mit den Bundesligaklubs zusammenarbeiten. Katrin Denkewitz für Handelsblatt

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff will beim Thema Auslandsvermarktung mit den Bundesligaklubs zusammenarbeiten.

FrankfurtDer Teammanager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, sieht bei der Vermarktung der DFB-Auswahl beim Sponsoring und im Auslandsgeschäft in Asien und den USA Wachstumspotenzial. „Adidas verkauft immer mehr Trikots im Ausland, in China sind wir inzwischen die beliebteste Mannschaft“, sagte Bierhoff im Interview mit Handelsblatt Online. „Und wenn ich mir die Einnahmen bei den Generalsponsoren ansehe, dann haben wir nach Ablauf der Verträge 2018 bei den Sponsoring-Einnahmen sicherlich Luft nach oben.“

Der DFB wisse sehr gut, was er an seinen Partnern habe, sagte Bierhoff weiter. „Die haben auch in schwierigen Zeiten zu uns gestanden sind. Mercedes seit mehr als 20 Jahren, Adidas noch länger.“ Einen Wechsel der Generalsponsoren will er dennoch nicht kategorisch ausschließen. „Ich sehe das genauso wie im Sport: Wettbewerb ist immer gut. Wettbewerb treibt immer an. Wettbewerb fördert die Leistung. Deshalb ist es auch legitim, dass wir als Verband immer schauen, wo wir am Markt stehen.“

Beim Thema Auslandsvermarktung sei natürlich das Problem, dass die Mannschaft kaum vor Ort sein könne. „Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Nationalmannschaft und Vereinen wichtig. Es hilft ja auch den Klubs, wenn wir eine erfolgreiche WM spielen“, unterstreicht der DFB-Teammanager. „Die Menschen wollen immer die besten Spieler der Welt sehen. Der Fan unterscheidet doch überhaupt nicht zwischen DFB und DFL.“ Für ihn sei Bastian Schweinsteiger ein deutscher Nationalspieler von Bayern München. Trotzdem hält er die Präsenz vor Ort für unheimlich wichtig. „Daher ist es für die Nationalmannschaft immer eine Überlegung wert, in China zu spielen oder in den USA.“

Auf dem heimischen Markt ruhen Bierhoffs Hoffnungen auf den Plänen für ein neu zu schaffendes DFB-Leistungszentrum am Standort Frankfurt: „Mein Traum ist ein Zentrum, das alle Kompetenzen im Fußball bündelt – Trainingslehre genauso wie Weiterbildungen im sportmedizinischen und sportpsychologischen Bereich. Ein solches Zentrum ließe sich auch als Marke nutzen.“ Manchester United habe es vorgemacht und die Namensrechte an seinem Trainingscamp vergeben. Der Klub aus der britischen Premier League hatte im April 2013 einen Achtjahresvertrag mit einem US-Versicherungsunternehmen abgeschlossen, der ihm bis zu 230 Millionen Euro einbringen soll.

Das Zentrum hält Bierhoff aber auch sportlichen Gründen für enorm wichtig. „Wir dürfen uns im Erfolg nicht zurücklehnen.“ Ihm komme es derzeit ein bisschen vor wie 1990 nach dem WM-Gewinn, als Franz Beckenbauer gesagt habe, die DFB-Auswahl sei jetzt auf Jahre unschlagbar. „Und dann sind wir 2000 aufgewacht und mussten viel Geld in die Hand nehmen, um den deutschen Fußball zu retten. Ich will nicht, dass es in zehn Jahren das nächste böse Erwachen gibt.“ Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung der Leistungszentrum-Pläne erhofft er sich bis Ende des Jahres.

Kommentare (1)

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04.03.2014, 14:31 Uhr

In der Printausgabe äußert sich Herr Bierhoff über den überraschenden wirtschaftlichen Erfolg des Pullovers des Trainers für das Unternehmen Strenesse. Daher meine Frage: Wer stellt eigentlich die lächerlichen Windeln her, die Herr Löw immer trägt ? Vlt gibt es ja die Möglichkeit Puts auf die Aktien dieses Unternehmens zu erwerben...

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