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22.01.2015

13:39 Uhr

DFL Bundesliga-Report 2015

Deutscher Fußball feiert zehnten Umsatzrekord

Die erste Bundesliga ist ein Milliardengeschäft, das floriert. Der Umsatz steigt zweistellig. Nur fünf Klubs der 18 Erstligisten haben rote Zahlen. Auch in der zweiten Liga sind die Umsätze deutlich höher.

Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL. dpa

Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL.

FrankfurtDie Bundesliga hat in der Saison 2013/14 den zehnten Umsatzrekord in Folge erzielt. Mit 2,45 Milliarden Euro sei der Vorjahreswert um 12,9 Prozent gesteigert worden, teilte die DFL Deutsche Fußball Liga am Mittwoch mit. 13 der 18 Klubs schrieben schwarze Zahlen. Das sei einer mehr als im Vorjahr.

Auf der Ausgabenseite erreichte die Personalkostenquote mit 36,8 Prozent einen deutlich geringeren Wert als in den vergangenen Jahren. Diese Ziffer gibt das Verhältnis von Spieler- und Trainergehältern zum Gesamtumsatz wieder. Zum Vergleich: Laut UEFA liegt der Durchschnittswert in Europa bei 65 Prozent.

Die 2. Bundesliga setzte deutlich weniger um. Auch die zweite Garde verbuchte jedoch mit 458 Millionen Euro ebenfalls einen Umsatzrekord. Das entspricht einem Zuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkostenquote lag auch hier deutlich unter 40 Prozent, wie die DFL bei der Vorstellung des Bundesliga Reports 2015 in Frankfurt am Main erklärte.

Fußball: Wirtschaftliche Entwicklung der 1. und 2. Bundesliga

Personalaufwand Spielbetrieb

2009/2010: 883 Millionen Euro

2010/2011: 923 Millionen Euro

2011/2012: 929 Millionen Euro

2012/2013: 1 Milliarde Euro

2013/2014: 1,1 Milliarden Euro

2014/2015: 1,169 Milliarden Euro

Quelle: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH

Erlöse im Lizenzfußball gesamt

2009/2010: 2,1 Milliarden Euro

2010/2011: 2,3 Milliarden Euro

2011/2012: 2,5 Milliarden Euro

2012/2013: 2,6 Milliarden Euro

2013/2014: 2,9 Milliarden Euro

2014/2015: 3,13 Milliarden Euro

Anzahl Clubs mit positivem Ergebnis

2009/2010: 13

2010/2011: 20

2011/2012: 24

2012/2013: 21

2013/2014: 24

2014/2015: 27

Gesamtergebnis nach Steuern

2009/2010: -103,3 Millionen Euro

2010/2011: 33,7 Millionen Euro

2011/2012: 36,3 Millionen Euro

2012/2013: 46 Millionen Euro

2013/2014: 34,5 Millionen Euro

2014/2015: 56,4 Millionen Euro

Ebitda

2010/2011: 319 Millionen Euro

2011/2012: 346 Millionen Euro

2012/2013: 394 Millionen Euro

2013/2014: 424,9 Millionen Euro

2014/2015: 501,5 Millionen Euro

Transfer: Aufwand

2009/2010: 305 Millionen Euro

2010/2011: 293 Millionen Euro

2011/2012: 321 Millionen Euro

2012/2013: 323 Millionen Euro

2013/2014: 346 Millionen Euro

2014/2015: 415 Millionen Euro

Transfer: Erlös

2009/2010: 128 Millionen Euro

2010/2011: 215 Millionen Euro

2011/2012: 233 Millionen Euro

2012/2013: 195 Millionen Euro

2013/2014: 197 Millionen Euro

2014/2015: 272 Millionen Euro

Eigenkapital

2010: 491 Millionen Euro

2011: 708 Millionen Euro

2012: 748 Millionen Euro

2013: 797 Millionen Euro

2014: 780 Millionen Euro

2015: 1048 Millionen Euro

„Der deutsche Profifußball hat in den letzten Jahren sein solides finanzielles Fundament genutzt, um eine hervorragende sportliche Entwicklung zu nehmen“, erklärte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Die Zukunftsperspektiven seien weiterhin positiv, denn das wirtschaftliche Wachstum der Bundesliga sei ungebrochen. Dies bilde die Grundlage für die künftige Leistungsfähigkeit der Clubs und lasse sie ebenso ihre gesellschaftliche Verantwortung in vielfältiger Hinsicht wahrnehmen, sagte Seifert.

Mit mehr als 875 Millionen Euro an Steuern und Abgaben bleibe der Lizenzfußball ein bedeutender Steuerzahler, betonte die DFL. In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Steueraufkommen auf insgesamt fast vier Milliarden Euro. Der Profifußball sei zudem ein starker Jobmotor: 48.830 Menschen (plus acht Prozent gegenüber dem Vorjahr) arbeiteten in der Saison 2013/14 in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der Lizenzclubs.

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