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12.04.2016

13:15 Uhr

DFL-Rechtepakete ausgeschrieben

Montagsspiele für die erste Bundesliga

Der Spieltag zerfasert weiter: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) packt in die Ausschreibung der Medienrechte an den Bundesliga je fünf Termine am Montagabend und Sonntagmittag. Insgesamt geht es um bis 1,5 Milliarden Euro.

Schwer zu fassen: Die 1. Bundesliga muss künftig regelmäßig am Montag ran. dpa

Britische Verhältnisse

Schwer zu fassen: Die 1. Bundesliga muss künftig regelmäßig am Montag ran.

FrankfurtDie milliardenschweren Bundesliga-Medienrechte für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 werden bis Anfang Juni vergeben. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat insgesamt 17 Rechtepakete für den nationalen und europäischen Markt ausgeschrieben, die einen Erlös von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro erbringen sollen.

„Wir gehen guten Mutes in die Ausschreibung, denn es ist das attraktivste Medienrecht in Deutschland und eines der attraktivsten Medienrechte der Welt“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Dienstag.

In den Spielplänen der beiden Profiligen wird es künftig geringfügige Veränderungen geben. Neu sind jeweils fünf Bundesligapartien am Sonntagmittag (13.30 Uhr) und Montagabend (20.30 Uhr). Sie sollen der Entlastung der in der Europa League vertretenen Teams dienen. Zudem werden die späten Sonntagspiele in der Bundesliga eine halbe Stunde später als bisher um 18.00 Uhr angepfiffen. In der 2. Liga wird es nur noch zwei Freitagspiele und dafür drei Partien am Samstag geben.

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Spielen Fußballklubs international, dürfen sie in der Liga sonntags ran. Eigentlich auch am 1. Mai, doch da hat die Polizei mit Kundgebungen zu tun. Die DFL legt ein Spiel nun auf den Montag. Und sorgt für Irritationen.

Bisher waren Montagsspiele ausschließlich als Ausweichtermine vorgesehen. So wird es am 2. Mai außerplanmäßig zu einer Bundesliga-Begegnung kommen, wahrscheinlich zwischen dem VfB Stuttgart und Werder Bremen. Da am 1. Mai wegen der erwartbaren Überlastung der Sicherheitskräfte keine Partie stattfinden soll, wurde ein Spiel in den Montagabend verlegt. Gerade Stuttgart will aber weiterhin gegen die Ansetzung vorgehen. Künftig werden sich alle Vereine an diese Regelung gewöhnen müssen.

Damit kann der Milliarden-Poker um die Bundesliga-Rechte in die heiße Phase treten. Das Bundeskartellamt hatte bereits am Montag seine letzten Einwände zurückgenommen und der Deutschen Fußball Liga (DFL) grünes Licht für das geplante Vermarktungsmodell gegeben.

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