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02.01.2006

09:30 Uhr

Die Firma aus Herzogenaurach rechnet mit dem Verkauf von 500 000 DFB-Trikots

Adidas hat die Milliarde im Visier

Wenn am 9. Juni das WM-Eröffnungsspiel angepfiffen wird, läuft der Wettkampf der Sportartikelhersteller hinter den Kulissen längst auf Hochtouren. Adidas, Nike und Puma kämpfen um Rekordumsätze.

HB HERZOGENAURACH/MÖRFELDEN-WALLDORF. Spätestens im Frühjahr wollen die drei größten Sportartikelhersteller Nike, Adidas und Puma ihre Trikot- und Schuh-Kollektionen für die Mannschaften vorgestellt haben. Mit schickem Design, moderner Technik und funktionellen Materialien gilt es dann, die Gunst der zahlenden Fans zu gewinnen.

"Wir wollen 2006 zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Euro Umsatz nur mit Fußballprodukten machen", kündigt Adidas-Sprecher Jan Runau an. Zwar rüstet Adidas mit Deutschland, Argentinien, Spanien, Frankreich, Japan und Trinidad-Tobago nur sechs der insgesamt 32 WM-Mannschaften aus. Der Weltmarktführer im Bereich Fußball ist jedoch außerdem Ausstatter aller Offiziellen sowie Sponsor und Lizenznehmer der WM. "Die WM ist ein riesen Ereignis für uns", schwärmt Runau. Dass das Umsatzziel erreicht werde, stehe außer Zweifel.

Anders als die Konkurrenten Nike und Puma hat Adidas auch schon im November die komplette Ausrüstung für seine Mannschaften öffentlich vorgestellt und die Fan-Ware in den Handel gebracht. Der Ball, der seit 1970 von Adidas gestellt wird, folgte im Rahmen der Gruppen-Auslosung am 9. Dezember.

"Wir rechnen damit, dass wir im nächsten Jahr mehr als 500 000 deutsche Trikots verkaufen", sagt Runau. Von allen Mannschaften insgesamt sollen es mehr als 1,5 Millionen werden. Kaufanreize will Adidas nicht zuletzt durch das poppige Design der Kleidung schaffen: Das Drei-Streifen-Logo wird auf den Hemden zu geschwungenen Linien in den jeweiligen Landesfarben verfremdet, die an züngelnde Flammen erinnern. Die Grundidee ist überall die gleiche, wird aber von Team zu Team leicht variiert. Bis zur WM will Adidas außerdem jeden Monat neue Produkte auf den Markt bringen. "Die Fans sollen zunehmend auf das Ereignis vorbereitet werden", erklärt Runau.

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