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13.04.2006

11:07 Uhr

Die Geschichte des Weltfußballverbandes

Von sieben auf 207

Von der Gründung 1904 bis zur Machtübernahme durch Josef Blatter – die Geschichte des Weltfußballverbandes Fifa.

1904
Am 21. Mai 1904 gründet sich in Paris die Fédération Internationale de Football Association (Fifa). Erster Präsident wird der französische Journalist Robert Guérin. Gründungsmitglieder sind die Verbände von Frankreich, Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Schweden und der Schweiz. Von 1906 bis 1918 führt der Brite Daniel Burley Woolfall die Fifa.

1921
Der Franzose Jules Rimet wird Fifa-Präsident und bleibt es 33 Jahre lang. 1930 findet in Uruguay die erste Fußball-Weltmeisterschaft statt. Es folgen die Turniere 1934 in Italien und 1938 in Frankreich. Für die nächsten zwölf Jahre ist das die letzte Fußball-WM - während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ist an eine WM nicht zu denken. Während des Einmarschs der Deutschen in Paris soll Rimet den WM-Pokal unter seinem Bett versteckt haben. Die Zahl der Fifa-Mitglieder ist in seiner Amtszeit deutlich gestiegen: 1921 gab es 20 Mitglieder, 1954 85. Ihm folgen als Präsidenten der Belgier Rodolphe Seeldrayers und der Engländer Arthur Drewry.

1961
Der Ex-Schiedsrichter Sir Stanley Rous führt die Fifa. Noch immer machen Europäer und Lateinamerikaner die WM unter sich aus. Für die afrikanischen Länder, die in die Fifa drängen, zeigt Rous wenig Verständnis.

1974
Der brasilianische Unternehmer João Havelange wird Fifa-Präsident. Bei der Wahl hat er besonders um die Stimmen der afrikanischen Delegierten geworben. Den Ländern der Dritten Welt verspricht er finanzielle Unterstützung und mehr Teilnehmerplätze. Für die Entwicklungshilfeprojekte stellt Havelange Sepp Blatter ein. Um den Ländern der Dritten Welt mehr WM-Teilnehmer zu verschaffen, erhöht Havelange die Gesamtzahl: an der WM 1982 in Spanien nehmen erstmals 24 statt bisher 16 Mannschaften teil. Seit 1998 treten 32 Teilnehmer bei der WM an.

1998
Fifa-Präsident wird Sepp Blatter. 2000 erhält Deutschland den Zuschlag für die WM 2006 - obwohl Blatter Südafrika favorisierte. 2002 findet erstmals eine Fußball-WM in Asien statt - mit Japan und Südkorea zudem erstmals in zwei Staaten. Die Fifa hat mittlerweile 207 Mitglieder.

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