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05.06.2014

11:52 Uhr

Dietmar Hopp über Fußball

„Zur Motivation reichen Teamgeist und Leberwurst“

Bei Fußball geht es immer um Geld. Doch für Dietmar Hopp zählen auch andere Werte. Der SAP-Mitgründer, Milliardär und Mäzen spricht im Interview über seine WM-Begeisterung, wahren Fußball und die Ware Fußball.

Dietmar Hopp, SAP-Gründer und Sponsor des Bundesligisten 1899 Hoffenheim, mahnt weltweites Financial Fair Play im Fußball an. dpa

Dietmar Hopp, SAP-Gründer und Sponsor des Bundesligisten 1899 Hoffenheim, mahnt weltweites Financial Fair Play im Fußball an.

DüsseldorfDietmar Hopp, Milliardär, SAP-Mitgründer und Mäzen des Fußballvereins TSG 1899 Hoffenheim, spricht sich für weltweites Fair Play im Bereich der Fußballfinanzierung aus.

In einem Interview mit der Digitalzeitung Handelsblatt Live (Donnerstagausgabe) sagte er: „Ich bin ein Anhänger des Financial Fair Play. Das wird verhindern, dass künftig Summen investiert werden, die auch meine Vorstellungskraft sprengen. Da sind ja bereits die ersten Strafen ausgesprochen worden.“

Auf die Frage, ob Fußball nicht mittlerweile ohnehin eines der kapitalistischsten Spektakel der Sportwelt geworden sei, sagte er: „Ich will nicht widersprechen. Die Fifa hat da über die Jahre auch einen großen Erfahrungsschatz angesammelt.“ Hopp weiter: „Man kann mit Geld schon viel machen.“

Namenssponsoring in ausgewählten Sport-Ligen

Tennis Point Bundesliga

Der Onlinehändler für Tennis-Equipment ist seit 2009 Partner des Deutschen Tennisbundes und unter anderem Namenssponsor der 1. Tennis-Bundesliga.

Beko Basketball-Bundesliga

Die Basketball-Bundesliga (BBL) wurde Ende Oktober 1996 als GmbH gegründet und startete mit 14 Mannschaften – damals unter der Bezeichnung Veltins Basketball Bundesliga. Von 2000 bis 2003 war das Textilunternehmen s.Oliver Hauptsponsor und Namensgeber der Liga. Seit 2009 firmiert sie unter dem Namen Beko Basketball Bundesliga.

DKB Handball-Bundesliga

Im August 2007 präsentierte der Deutsche Handball-Bund mit dem Automobilhersteller Toyota erstmals ein Namenssponsor für seine höchste Spielklasse. Seit der Saison 2012/2013 tritt die Deutsche Kreditbank als Namensgeber auf.

Barclays Premier League

Die höchste englische Fußball-Liga ist so etwas wie der Vorreiter auf diesem Gebiet. Bereits seit 1993 hat die Premier League einen Namenssponsor. Acht Jahre lang engagierte sich seither die Biermarke Carling, ehe Barclaycard für vier Jahre einstieg, eine Zweigniederlassung von Barclays. Die britische Bank ist seit nunmehr fast zehn Jahren Namensgeber der Premier League.

Liga BBVA

Auch bekannt als Primera División. Die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria tritt bereits seit 2008 als Namensgeber der ersten spanischen Fußballliga auf. In den Medien hat sich allerdings diese Bezeichnung bis heute nicht durchgesetzt.

tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile

1997 spielten die besten Fußballer Österreichs erstmals in der max.mobil-Bundesliga. Nach der Übernahme des Konzerns durch die deutsche Telekom 2003 wurden die Folge-Spielzeiten unter dem Namen T-Mobile Bundesliga ausgetragen. 2008 stieg das Wettunternehmen tipp3 mit T-Mobile Austria in einen neuen Kooperationsvertrag ein.

Raiffeisen Super League

Die höchste Spielklasse im Schweizer Fußball wurde erstmals 2003 nach Axpo benannt. Der Energiedienstleister wurde 2012 durch die Raiffeisenbank abgelöst. In den (öffentlich-rechtlichen) Schweizer Medien wird die Genossenschaft allerdings nie genannt.

Spor Toto Süper Lig

2010 sicherte sich der Wettanbieter für fünf Jahre die Namensrechte an der 1., 3. und 4. türkischen Fußball-Liga. Spor Toto überweist jedes Jahr 22,5 Millionen US-Dollar.

T-Mobile Ekstraklasa

Sponsor war von 2004 bis 2005 der Mobilfunkanbieter Idea, der später in Orange umbenannt wurde. Deshalb trug die höchste polnische Fußballliga von September 2005 bis Mai 2008 den Titel Orange Ekstraklasa. Seit 2011 engagiert sich T-Mobile als Geldgeber und Namenssponsor. 

Andererseits unterstützt der Walldorfer das Engagement des Red-Bull-Milliardärs Dietrich Mateschitz beim künftigen deutschen Zweitligisten RB Leipzig: „Ich würde es mit Wohlwollen sehen, wenn Herr Mateschitz sein Engagement in Leipzig fortführen könnte.“

Hopps Begründung: „Davon profitieren so viele Menschen in und um Leipzig, inklusive des Jugendsports.“

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