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24.03.2012

20:36 Uhr

Doppelte Freude auf Schalke

Der „Hunter“ köpft Königsblau auf Platz 3

VonPatrick Kleinmann

Der FC Schalke 04 hat durch einen Sieg gegen Bayer Leverkusen nicht nur den Abstand auf Rang fünf vorentscheidend auf 13 Punkte erhöht, sondern auch den dritten Platz erobert. Matchwinner war mal wieder ein Niederländer.

Schalkes Klaas-Jan Huntelaar. dapd

Schalkes Klaas-Jan Huntelaar.

GelsenkirchenDer erste Jubel rund um die Schalker Arena brandete schon weit vor Anpfiff auf: Die meisten Fans der Königsblauen waren gerade auf dem Weg zum Bundesliga-Topspiel als sich zeitgleich die TSG 1899 Hoffenheim mit einem Doppelschlag beim größten Konkurrenten um den sicheren Champions-League-Platz in Mönchengladbach den Erfolg sicherte.

So war es für die Gastgeber die große Chance, mit einem Sieg gegen Leverkusen nicht nur den Abstand zu Rang fünf auf satte 13 Punkte anwachsen zu lassen, sondern auch Platz drei zurückzuerobern – eine Chance, die Schalke durch einen 2:0 (1:0)-Sieg nutzte. Deshalb zeigte sich auch Schalkes Coach Huub Stevens äußerst zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben jetzt ein sicheres Polster auf Platz fünf geschaffen und gehen davon aus, unter den den ersten Vier zu landen.“

Die Königsblauen begannen wie von Heimspielen gewohnt engagiert: Ein erster Warnschuss von Lewis Holtby ging knapp vorbei (10.), ein Flugkopfball von Jermaine Jones ebenso knapp über das Tor (12.). Fast folgerichtig der Führungstreffer nach 18 Minuten: Christian Fuchs wurde auf der linken Seite von Julian Draxler freigespielt, die präzise Flanke des Österreicher verwandelte der ziemlich ungedeckte Klaas-Jan Huntelaar in der Mitte per Kopf.

„Klaas-Jan Huntelaar muss die Bälle bekommen. Die Jungs arbeiten für ihn, er kann das nicht alleine. Beim ersten Tor wird er unheimlich gut bedient von Fuchs - davon lebt er“, erklärte Trainer Stevens nach dem Spiel das Erfolgsrezept. Und das gelang, obwohl die Bayer-Mannschaft auf solche Spielzüge eingestellt war: „Bei den Toren haben wir nicht gut ausgesehen, vor den Flanken hat der Trainer unter der Woche noch gewarnt. Huntelaar hat die Qualität, den Ball so zu platzieren, dass der Torwart keine Chance hat“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Leverkusens Trainer Robin Dutt sah das ähnlich: „Zumindest Körperkontakt sollte man gegen Huntelaar haben.“

Nach der Führung setzte Schalke nach: Nur drei Minuten später hätte Holtby mit einem Linksschuss aus 20 Metern fast erhöht, bei einem zweiten Versuch zögerte der Mittelfeldspieler zu lange. Leverkusen fand nach einer passablen Anfangsphase nun überhaupt nicht mehr statt. Falls sich die Gäste überhaupt mal die Schalker Hälfte verirrten, endeten die Angriffe beim sehr präsenten Jones oder spätestens beim griechischen Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos.

Bayer-Trainer Robin Dutt reagierte früh und brachte für den verletzten und zuvor zudem völlig überforderten Rechtsverteidiger Danny da Costa in Eren Derdiyok früh einen zweiten Angreifer, Gonzalo Castro rückte nach hinten.

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