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22.05.2016

09:28 Uhr

Dortmund gegen Bayern

Der ewige Zweite darf nicht aufgeben

VonThorsten Giersch

Borussia Dortmund hat eine gute Saison gespielt. Doch die Krönung misslang im Pokal, das Elfmeterschießen ging unglücklich verloren. Warum der BVB dennoch nicht ewiger Zweiter hinter den Bayern bleibt. Ein Kommentar.

Pokalfinale 2016

BVB-Fans niedergeschlagen, während die Bayern gebührend feiern

Pokalfinale 2016: BVB-Fans niedergeschlagen, während die Bayern gebührend feiern

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Was für ein Finale! Emotionen, Dramen, toller Fußball: Die ganze Welt hat zugeguckt und sah zwei Teams auf europäischen Top-Niveau. Der FC Bayern München hatte mehr Torchancen, mehr Ballbesitz und mehr erfolgreiche Pässe. Doch mehr Zweikämpfe gewann der BVB. Letztlich war das 4:3 im Elfmeterschießen des DFB-Pokalfinales glücklich.

Borussia Dortmund brachte den Rekordmeister an seine Grenzen. Ein Spiel kann der BVB jederzeit gegen den FC Bayern gewinnen – so heißt es seit Jahren. Doch das können Vereine wie Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg oder Bayer Leverkusen auch. Aber lässt sich der Branchenprimus nach vier gewonnen Meisterschaften infolge bald auch wieder in der Bundesliga überholen?

Das wünschen sich viele Fans – der Spannung halber, weil sie die Bayern nicht mögen, aber vielleicht auch, um zu beweisen, dass man sich mit Geld nicht alles kaufen kann. Und tatsächlich spricht in diesem Sommer vieles dafür, dass die Schwarz-Gelben nicht nur in einem Spiel gewinnen können.

Die beiden DFB-Pokalfinalisten im Vergleich

Gründung

Bayern: 27. Februar 1900
BVB: 19. Dezember 1909

Quellen: sid, Geschäftsjahr 2014/15; Transfermarkt.de

Mitglieder

Bayern: 280.000
BVB: 130.000

Umsatz

Bayern: 523,7 Millionen Euro
BVB: 276 Millionen Euro

Gewinn (nach Steuern)

Bayern: 23,8 Millionen Euro
BVB: 5,5 Millionen Euro

Eigenkapital

Bayern: 411,5 Millionen Euro

BVB: 286,1 Millionen Euro

Erlöse Merchandising

Bayern: 101,7 Millionen Euro
BVB: 39,3 Millionen Euro

Erlöse Sponsoring

Bayern: 113,9 Millionen Euro
BVB: 75,7 Millionen Euro

Marktwert Kader

Bayern: 572,6 Millionen Euro  

BVB: 321,2 Millionen Euro

Aktuelle Transferbilanz

Bayern: - 55,5 Millionen Euro
BVB: + 22,8 Millionen Euro

Dortmund hat sich in den vergangenen Monaten stark entwickelt. Und es ist kein Zufall, dass der BVB in der abgelaufenen Saison zwei Tore mehr geschossen hat (82 statt 80) als die Bayern. Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel hat eine neue Spielidee eingeführt im Vergleich zu seinem Vorgänger Jürgen Klopp. Der hatte vor allem auf das Umschaltspiel gesetzt. Unter Tuchel will der BVB mehr gestalten – auch wenn das im Pokalfinale nicht gelang.

Mit Pierre-Emerick Aubameyang hat Dortmund einen Topstürmer, der mit 25 mehr Treffer erzielte als je ein Borusse in einer Bundesligasaison zuvor. Mittelfeldspieler Henrik Mikhitaryan blühte unter Tuchel regelrecht auf und wird von halb Europa umworben. Nationalspieler Marco Reus spielte ebenfalls ein tolle Saison.

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