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14.05.2011

19:45 Uhr

Dortmund ist Deutscher Meister

Ein Rausch in Schwarz und Gelb

VonLukas Bay

Zwar freute sich der BVB vor zwei Wochen schon über den Triumph in der Bundesliga. Mit einer echten Meisterschale in der Hand feiert es sich aber doch ganz anders. In den Freudentaumel mischten sich aber Wermutstropfen.

Am Ende gab es doch den befürchteten Sturm des Spielfelds. Doch nicht die selbsternannten Deutschen Meister der Randale aus Frankfurt, sondern die Fans des neuen Fußballmeisters aus Dortmund sprengten die Ordnerketten und nahmen den Rasen in Beschlag. Es ist der Startschuss für eine der größten Parties, die das Ruhrgebiet zuletzt erlebte.

Selbst die Pressekonferenz war nicht vor den Dortmunder Feierlichkeiten sicher. Mit einem Bierdusche für Geschäftsführer Watzke und Trainer Klopp sprengten die Spieler die Veranstaltung. Frankfurts Trainer Daum musste Fragen zur Zukunft des künftigen Zweitligisten auf dem Flur beantworten.
Die Eintracht musste sich heute vorkommen wie ein Adler im Wirbelsturm. Die aufgeladene Stimmung auf den Rängen - zwischen Euphorie und Aggression - sorgten schon vor dem Anpfiff für Hochspannung, obwohl es für den Meister aus Dortmund eigentlich nichts mehr zu verlieren gab. Zwei gehaltene Elfmeter, ein Führungstor - und am Ende doch der bittere Gang in die Zweite Liga. Der Spielverlauf hätte für den Absteiger kaum dramatischer verlaufen können.

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Das Saisonfinale war an Dramatik nicht zu überbieten. Die zwischenzeitlich schon abgestiegenen Wolfsburger schaffen den Klassenerhalt. Frankfurt steigt unter Tränen ab in Liga Zwei. Und Gladbach muss in die Relegation.

Als die Stars von Meister Borussia Dortmund überschwänglich auf dem Rasen ihren Triumph feierten, waren die Spieler von Eintracht Frankfurt mit Leichenbittermiene längst in den Katakomben verschwunden. Der BVB hat den Traditionsklub Eintracht zum Abschluss einer historischen Saison in die Zweitklassigkeit gestürzt. Mit einem 1:3 (0:0) verlor das Team von Trainer Christoph Daum die Fernduelle gegen den VfL Wolfsburg sowie Borussia Mönchengladbach und muss zum insgesamt vierten Mal nach 1996, 2001 und 2004 absteigen.

Sebastian Rode (46.) hatte die Frankfurter Hoffnung auf den Klassenerhalt mit dem Führungstor genährt, bevor Lucas Barrios (67. ) den hochverdienten Ausgleich in einer Begegnung erzielte, die weltweit in 196 Länder übertragen wurde. Für das 2:1 sorgte Robert Lewandowski (72.), wiederum Barrios (90.+1) mit seinem 16. Saisontor setzte den Schlusspunkt. Dede verschoss für Dortmund in seinem Abschiedsspiel noch einen Foulelfmeter (81.), Frankfurts Marcel Titsch-Rivero sah vor dieser Szene die Rote Karte (80.).

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