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02.08.2013

13:59 Uhr

Dritte Liga

Augsburg will Pokalstrauchler verhindern

Straucheln verboten! Gleich sechs Erstligisten erwischte es vergangene Saison in der ersten Pokalrunde. Der FC Augsburg will nun eine Blamage zum Auftakt verhindern. Doch Leipzig sei „kein normaler Drittligist“.

Fußball Bundesliga Trainingsauftakt FC Augsburg in der SGL-Arena in Augsburg (Bayern): Der Verein ist für das erste Pokalspiel gerüstet, sie wollen Wiedergutmachung. dpa

Fußball Bundesliga Trainingsauftakt FC Augsburg in der SGL-Arena in Augsburg (Bayern): Der Verein ist für das erste Pokalspiel gerüstet, sie wollen Wiedergutmachung.

Leipzig/ AugsburgNach der „Pokalschlappe“ setzt der RB Leipzig in der Cup-Neuauflage gegen den FC Augsburg lieber auf „Außenseiterrollen“. Als Werbeaktion hatte der finanzstarke Club vor dem Erstrundenduell (0:1) vor zwei Jahren noch Badelatschen verteilt – gibt sich als Drittliga-Aufsteiger nun aber bescheidener und bietet lieber gefülltes Gebäck mit der zurückhaltenderen Selbstbeschreibung an. „Wir haben Demut, die ich vom Umfeld nicht immer wahrnehme“, meinte Rasen-Ballsport-Trainer Alexander Zorniger vor der Partie am Freitagabend (20.00 Uhr).

In der Vorjahres-Saison waren gleich sechs Bundesliga-Clubs im Duell Groß gegen Klein gescheitert, für Augsburg birgt die Auftakt-Aufgabe in Leipzig gleich erhöhte Strauchelgefahr. „Im Pokal kann ein Drittligist immer einen Bundesligisten ärgern, vor allem wenn man bedenkt, dass Leipzig kein normaler Drittligist ist“, sagte Augsburgs Coach Markus Weinzierl über das „sehr schwere Los“ angesichts der wirtschaftlichen Stärke des von einem Brausehersteller protegierten Vereins. „Doch darauf sind wir vorbereitet und wollen an die starken Leistungen der Rückrunde anknüpfen.“

Skurrile Fußballer-Verletzungen

Kirk Broadfoot

Seine Frühstückseier in der Mikrowelle zuzubereiten ist nicht besonders clever. Wer es nicht glaubt, kann ja mal Kirk Broadfoot von den Glasgow Rangers fragen. Der Verteidiger bezahlte seinen gefährlichen Kochversuch mit Verbrühungen im Gesicht als eines der Eier auf seinem Teller explodierte.

Lars Hirschfeld

Wo gehobelt wird da fallen Daumenkuppen. Zumindest beim Frühstück des kanadischen Nationaltorhüters Lars Hirschfeld. Der schaffte es sich mit einem Käsehobel die Daumenkuppe abzuschleifen.

Alessandro Nesta

Der Weltmeister und langjährige AC-Mailand-Spieler Alessandro Nesta blieb einst wegen einer Handverletzung für vier Wochen dem Spielbetrieb fern. Bis heute hält sich das Gerücht, Nesta hätte den Sehnenriss in seinem linken Daumen seine Leidenschaft für das Zocken mit der Konsole Playstation zu verdanken. Zum einem Werbevertrag mit Sony reichte es allerdings nie.

Kasey Keller

Dem ehemalige Torwart und Kapitän von Borussia Mönchengladbach, Kasey Keller, wurde seine Leidenschaft für das Golfen zum Verhängnis. Beim Versuch seine Golfschläger aus dem Auto zu hieven schlug sich „The Wall“ mit den Schlägern die Vorderzähne aus.

Logan Bailly

Logan Bailly musste aufgrund eines privaten Fauxpas auch schon mehrere Wochen aussetzen. Eine mobile Klimaanlage krachte dem Belgier auf den rechten Mittelfuß.

Éver Banega

Auch Neuerwerb Éver Banega vom FC Valencia weiß mit Leistung im Alltag zu glänzen. Beim Tanken vergaß der argentinische Mittelfeld die Handbremse anzuziehen. Anschließend ließ er sich beim Versuch den rollendenden Wagen zu stoppen heldenhaft vom Auto überrollen. Mittlerweile dürfte Banega die Handbremse im Griff haben und wissen, dass ein gebrochener Fuß etwa nach sechs Monaten kuriert ist.

Jerome Boateng

Turbulenzen beim Flug oder Ärger mit der Boardcrew? Fakt ist: Jerome Boateng wurde im Flugzeug vom Getränkewagen einer Stewardess angefahren. Die Genesung des bereits lädierten Knies verschob sich nach dem Zusammenstoß um weitere Wochen.

Robin van Persie

Beim Sprint um einen Ball von der rechten Seite schaffte es Manchester United-Star Robin van Persie tatsächlich noch den Ball in die Mitte zu dreschen. Besser noch: Mitspieler Rafael dankte es ihm und nutzte die Vorlage zum Tor. Van Persie verabschiedete sich danach allerdings mit Karacho in den Kameragraben und zog sich dabei eine Hüftverletzung zu.

Robbie Keane

Welche Gefahr die eigene Faulheit darstellt beweist Robbie Keane. Beim Versuch seine Fernbedienung mit dem Fuß aufzuheben erlitt der Ire eine Knieverletzung - und steht damit noch nicht mal alleine da. Auch dem italienischen Torhüter Carlo Cudicini gelang das gleiche Kunststück. Ohnehin scheint dies eine Torwart-Trainingsspezialität zu sein: So zerrte sich der englische Profi David James gar die Rückenmuskulatur beim Strecken nach der Fernbedienung. Wie sich allerdings der englische Elfmetertöter David Seaman bei Programmieren des Videorecorders eine Zerrung zuzog dürfte für immer sein Geheimnis bleiben.

Paolo Diogo

Auch auf die Gefahren beim Torjubel werden Fußballspieler viel zu wenig hingewiesen. Paolo Diogo musste das auf äußerst schmerzliche Weise erfahren. Beim ausgelassenen Torjubel am Zaun blieb der Schweizer Pechvogel mit dem Ehering hängen und riss sich zwei Glieder des Fingers ab. Obendrauf gab es vom Schiedsrichter noch die gelbe Karte für übertriebenen Torjubel.

Adam Nemec

Ob mit Adam Nemec gut Kirschen essen ist wissen wir nicht. Allerdings sollte er das Pflücken lieber anderen überlassen. Beim Sturz vom heimischen Kirschbaum brach sich der 1,90 Meter große Slowake nämlich das Schlüsselbein und zwei Brustwirbel. Zudem erlitt der Stürmer eine Gehirnerschüttung.

Chavdar Yankov

Der bulgarische Mittelfeldspieler Chavdar Yankov ist vielleicht der einzige Bundesliga-Star, der trotz einer üblen Verletzung an intimer Stelle ein Tor erzielte. Sein Penisriss fiel ihm erst auf, als die Wunde blutete. Dank speziellem Gewebe-Klebeband konnte Yankov weiterspielen und sogar das Siegtor erzielen. Nach dem Abpfiff wurde sein bestes Stück mit sechs Stichen genäht.

Stefan Kuntz

Manchmal genügt ein kleiner Schritt: Für Lauterns Stefan Kuntz war das Spiel bereits vor dem Anpfiff vorbei. Beim Ausstieg aus dem Team-Bus zog sich Kuntz vor seinem Länderspieldebüt 1991 einen dreifachen Bänderriss im Knöchel zu.

Sascha Benda

„Stinker“ Sascha Benda bekam 2006 von Christian Okpala in der gemeinsamen Zeit bei den Stuttgarter Kickers die Quittung für sein ständiges Furzen. Der Nigerianer haute seinen Mitspieler aufgrund ständiger gasiger Provokation per Faustschlag um. Opkala wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung suspendiert. Ob die Luft in der Nähe von Benda danach reiner wurde ist nicht bekannt.

Mario Gomez

Eine Verletzung reicht nicht: Den Frust über seinen Innenbandriss ließ Mario Gomez 2007 erfolgreich am Arztkoffer aus - und brach sich dabei zusätzlich die Hand.

Charles Akonnor

Das man seine Nase nicht überall reinstecken sollte weiß jetzt auch Charles Akonnor. Eine automatische Auto-Antenne bohrte sich in die Nase des sympathischen Ghanaers. Und als ob das nicht schlimm genug wäre stand das von ihm genommene blutstillende Mittel leider auf der Dopingliste. Am Ende gab es eine krankheitsbedinge Pause von vier Wochen und eine Sperre für drei Spiele.

Julio Arca

Der argentinische Verteidiger Julio Arca machte 2004 in seiner Zeit beim britischen Verein Sunderland beim Baden in der Nordsee Bekanntschaft mit einer Feuerqualle. Mit schwerem Hautausschlag ging es dann sofort ins Krankenhaus.

Jari Litmanen

Das ging ins Auge: Im Jahr 2006 schoss der Sportchef bei Malmö FF bei einer Feier der finnischen Legende Jari Litmanen beim Öffnen einer Sektflasche den Korken direkt ins Auge. Die Folge: Aufgrund einer verletzten Netzhaut musste Litmanen mehrere Monate aussetzen.

David Beckham

David Beckham durfte bereits allerhöchsten Trainerzorn kosten. Nach der Niederlage von Manchester United gegen den FC Arsenal im FA-Cup trat Trainer Sir Alex Ferguson voller Wut einen Schuh durch die Kabine. Leider kam zeitgleich Beckham um die Ecke und bekam diesen ab. Nach der erlittenen Platzwunde am Kopf gab David zuletzt in einem Interview zu, dass er immer noch Angst vor Ferguson hat.

Daniel Bierofka

Kaum zu glauben: Beim Spielen mit seinem Sohn zog sich der offensive Mittelfeld-Spieler eine Schnittverletzung an der Ferse zu. Schuld war eine Kante der Zeitungsablage unter dem Wohnzimmertisch.

Friedel Rausch

Beim Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 im Jahr 1969 wurde der damaligen Verteidiger Friedel Rausch von dem Hund eines Ordners in den Po gebissen. Die Narbe am Hintern könne man heute noch sehen, bestätigte der heutige Trainer zuletzt.

Christian Lell

Was tut Mann nicht alles für gepflegte Füße. Allerdings ist dies auch nicht ganz ungefährlich. Nach einer misslungenen Pediküre musste der Verteidiger mit einer Nagelbettentzündung am rechten großen Zeh dem Spielbetrieb fernbleiben.

Paolo Guerrero

Zu schwer, zu schnell und einfach nur spät dran. Beim Spurt zum Abflugschalter in Richtung Peru zog sich Ex-HSV-Stürmer Paolo Guerrero einen Muskelfaserriss zu und durfte erstmal für Wochen pausieren.

Jürgen Klinsmann

Beim legendären Ausraster-Kick gegen die Sanyo-Tonne zog sich Jürgen Klinsmann, damals noch als Bayern-Spieler, eine Fleischwunde zu.

Alex Stepney
Darius Vassell

In seiner Zeit bei Aston Villa stach sich der englische Fußballballspieler Darius Vassell eine Blase an der Fußsohle auf. Mit der anschließenden Blutvergiftung hatte er nicht gerechnet.

Darren Barnard

Öfter mal Gassi gehen: Der in Deutschland geborene Waliser Nationalspieler zog sich einen Kreuzbandriss zu als er in seiner Küche ausrutschte, die seine Hündin vollgepinkelt hatte.

Davon lässt sich der Meister der Regionalliga Nord/Ost aber nicht schrecken. „Wir wollen nun natürlich Wiedergutmachung und haben etwas auszubügeln“, kündigte Stürmer Daniel Frahn an. Auch die Leipziger streben mit dem Weiterkommen einen weiteren großen Zahltag an: Zum Pokalstart kassieren die Gastgeber jeweils knapp 100.000 Euro, in Runde zwei gibt es bereits 183.000 Euro an Fernsehgeld plus Bandenanteil (62.216 für den Gastgeber, 41.477 für den Gast) zu verdienen. Wird ein Spiel zusätzlich im frei empfangbaren TV übertragen, kommen nochmals 367.000 für den Heimverein und 245.000 für den Gast hinzu.

Bevor Borussia Dortmund beim SV Wilhelmshaven und zum Abschluss am Montag der FC Bayern München beim BSV Schwarz-Weiß Rehden ihre ersten Pokalhürden bei Amateurclubs meistern müssen, streben zwei weitere ambitionierte Drittligisten den Coup an: Der 1. FC Heidenheim trifft auf 1860 München, der VfL Osnabrück will gegen Erzgebirge Aue seinen Ruf als Pokalschreck festigen (jeweils 19.00 Uhr). Drei Tage bevor der krasse Underdog Rehden die Bayern in der osnatel-Arena empfängt, stellt sich Aue auf eine schwere Auswärtsaufgabe ein. „Die Mannschaft wird hart gefordert“, meinte Erzgebirge-Trainer Falko Götz.

Darauf muss sich auch Augsburg einstellen. Selbst wenn die Marketingabteilung der Leipziger den Schwaben die „Favoritenrolle“ zugedacht hat - als süße Creme-Knabberei in den FCA-Vereinsfarben Rot, Grün und Weiß.

Von

dpa

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