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08.08.2016

13:50 Uhr

Druck von Investoren

Inter und Mancini machen Schluss

Erst geht der Erfolg, dann der Trainer: Roberto Mancini und Inter Mailand haben sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Trotz enttäuschender Saison war offenbar erst der neue Eigentümer gegen den Coach.

Inter und Roberto Mancini gehen getrennte Wege. dpa

Aus in Mailand

Inter und Roberto Mancini gehen getrennte Wege.

MailandNach 21 Monaten und 77 Spielen ist die Ära von Roberto Mancini bei Inter Mailand überraschend beendet. Wohl auf Druck der finanzgewaltigen neuen chinesischen Besitzer haben sich der 51 Jahre alte Italiener und der Traditionsverein aus der Serie A einvernehmlich getrennt. Der Verein gab die Entscheidung am Montag bekannt. Mancinis Nachfolger soll Frank de Boer werden, berichteten italienische Medien. Der Niederländer hatte Ajax Amsterdam nach der verpassten Meisterschaft vorzeitig verlassen.

Inter war in der vorigen Meisterschafts-Saison auf dem vierten Platz gelandet und hatte die Champions League klar verpasst. Nun tritt der Traditionsverein in der Europa League an. Mancinis Vertrag lief noch bis Juni 2017. Er hatte sein Amt am 14. November 2014 angetreten. Von den 77 Partien unter seiner Regie hatte Inter 36 Spiele gewonnen und 23 verloren (18 Remis). Der neue Trainer soll den Champions-League- Sieger von 2010 nun wieder in die Königsklasse führen. Zum Saisonstart der Serie A müssen die Mailänder am 21. August beim AC Chievo Verona antreten.

Seit der Übernahme des Clubs durch einen chinesischen Investor im Juni galt Mancinis Zukunft in Mailand als ungewiss. Wie es hieß, soll der Coach mit den Vorstellungen der Chinesen zur Zukunft des Clubs nicht einverstanden gewesen sein. Mancini wiederum habe sich mit seinen Wünschen nach Spielerverpflichtungen nicht durchsetzen können. Vor Journalisten wollte er die Trennung nicht kommentieren.

Anfang Juni hatte der chinesische Konzern Suning für 270 Millionen Euro die Mehrheit an Inter Mailand übernommen. Der Einzelhandelsriese kündigte die Übernahme von 70 Prozent der Anteile an dem italienischen Fußball-Erstligisten an. „Der ständig wachsende chinesische Sportmarkt wird neuen Raum für die Entwicklung von Inter Mailand schaffen“, hatte Zhang Jindong, Präsident der Suning-Gruppe, gesagt. Suning war erst im Dezember 2015 ins Fußballgeschäft eingestiegen, hatte den chinesischen Erstliga-Club Jiangsu Sainty gekauft und in Jiangsu Suning umbenannt.

Von

dpa

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