Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.11.2016

14:52 Uhr

Eiszeit beim HSV

Vorstandschef Beiersdorfer wackelt

Quelle:dpa

Der HSV-Absturz findet kein Ende. Lösungen werden verzweifelt gesucht. Jetzt, so heißt es, will der Aufsichtsrat über die Zukunft von Vorstandschef Beiersdorfer befinden - trotz öffentlicher Treuebekenntnisse.

Der Aufsichtsrat steht hinter Dietmar Beiersdorfer. Foto: Daniel Reinhardt dpa

Dietmar Beiersdorfer

Der Aufsichtsrat steht hinter Dietmar Beiersdorfer. Foto: Daniel Reinhardt

Zum Wintereinbruch in Hamburg mit anhaltendem Schneefall passt die eisige Stimmung beim HSV. Der schlechteste Start in der Geschichte des Bundesligisten mit acht Niederlagen und ohne Sieg in zehn Spielen hinterlässt nur noch Wut bei den Fans und Verzweiflung in der Vereinsführung. Jetzt soll die Rolle des Vereinsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer in der desaströsen Lage hinterfragt werden.

Nach Informationen der „Hamburger Morgenpost” lädt der Aufsichtsrat Beiersdorfer zum Rapport, um über seine Zukunft zu befinden. Für eine Amtsenthebung würde im sechsköpfigen Aufsichtsrat eine einfache Mehrheit reichen. Allerdings hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt vor wenigen Tagen gesagt: „Wir sind definitiv nicht auf der Suche nach einem Vorstandsvorsitzenden.” Das war aber vor der 2:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund.

Anders als in früheren Jahren, als der Aufsichtsrat als Club der Ahnungslosen verhöhnt wurde und Interna zuhauf ausplauderte, hält sich das jetzt deutlich kleinere Gremium der ausgegliederten Fußball-AG bedeckt. Darin wirken unter Vorsitz von Gernandt die Wirtschaftskapitäne Dieter Becken und Felix Goedhart, Ex-Profi Peter Nogly, Klitschko-Manager Bernd Bönte sowie HSV-Präsident Jens Meier.

Kolportiert wird, dass die Ratsmitglieder ihren Vorsitzenden mittlerweile argwöhnisch betrachten, weil dieser sein Gremium nicht ausreichend und rechtzeitig über gemeinsam mit Beiersdorfer getroffene Entscheidungen informiere. Pikant: Gernandt ist Verwaltungsrats-Präsident im Logistik-Unternehmen von HSV-Teilhaber und Mäzen Klaus-Michael Kühne.

HSV-Krise: Aufsichtsrat zweifelt an Vereinsführung

HSV-Krise

Aufsichtsrat zweifelt an Vereinsführung

Bereits vor Wochen hat sich der Hamburger SV von Trainer Bruno Labbadia getrennt. Doch auch mit neuem Coach kommt der HSV nicht vom Fleck – deshalb steht mittlerweile auch die Zukunft der sportlichen Führung infrage.

Zunächst will der in einer tiefen Krise steckende Bundesligist aber an anderer Stelle Vollzug melden. Als aussichtsreichster Kandidat für den vakanten Posten des Sportdirektors wird Christian Hochstätter gehandelt.

Uwe Seeler zur HSV-Krise: „Ich kann leider nicht helfen“

Uwe Seeler zur HSV-Krise

„Ich kann leider nicht helfen“

Seeler-Geburtstag und HSV-Heimspiel an einem Tag – eigentlich eine schickliche Fügung. Derzeit bereitet ihm sein HSV aber nur Sorgen. Doch Dortmund liegt den taumelnden Hamburgern.

Gespräche mit dem 53 Jahre alten Sportvorstand des Zweitligisten VfL Bochum werden derzeit geführt, wie der VfL bestätigte. „Das wollen wir ihm nicht verbieten. Es läuft alles sauber und fair ab”, sagte Bochums Aufsichtsrats-Vorsitzender Hans-Peter Villis der Zeitschrift „RevierSport”.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×